saluz.com

 

 

 
 
Wo immer wir sind, was immer wir tun, hier informieren wir Sie:
saluz.com

Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Dem Platzhirsch auf die Finger schauen

Obwohl ich kein Jäger bin, behalte ich einen Hirsch im Auge. Ich meine den Platzhirsch, der in Wetzikon erscheint und sich Zürcher Oberländer nennt. In allen Belangen traue ich dem Meinungsmonopolisten nämlich nicht über den Weg. Wenn ich im Tages-Anzeiger ausser Todesanzeigen und Veranstaltungshinweisen kaum je etwas über die nicht gerade kleine Gemeinde Wetzikon lese, macht mich das nachdenklich. Ich frage mich dann, ob die Tamedia AG als Besitzerin der Zürcher Landzeitungen (Zürichsee-Zeitung, Zürcher Unterländer, Zürcher Oberländer und Landbote) gezielt dafür sorgt, dass man sich über Wetzikon ausschliesslich im Zürcher Oberländer informiert und damit zwangsläufig von diesem Blatt abhängig macht. Das ist aber nicht der einzige Kritikpunkt. Dass um ihre Auflagen besorgte Redaktionen um jedes Abonnement kämpfen, verstehe ich durchaus. Ich bringe daher auch Verständnis für eine gewisse Annäherung an den rotweissen Boulevardstil auf. Bei einer Zeitung, die einen nicht unerheblichen Ertrag aus amtlichen Publikationen generiert, darf der Zweck jedoch nicht alle Mittel heiligen. An der Rubrik „Blaulicht“ störe ich mich sehr, weil sie die Sensationsgier und die Schaulust befeuert und keine Grenzen setzt. Wenn man mit Fotos oder Videoaufzeichnungen von einem Unfall sogar einen Preis gewinnen kann, ist das schlicht und einfach widerwärtig. Helfer, die von Schaulustigen behindert werden, oder Angehörige, die etwas Schreckliches sehen, bevor man sie persönlich informiert hat, sind sicher dieser Ansicht. Ich glaube daher, dass sich beim Zürcher Oberländer einiges ändern muss, wenn er weiterhin Publikationsorgan bleiben will. Die bisher erfolgreich praktizierte Bevorzugung einzelner Politiker(innen) wird das Futter des Platzhirsches nämlich nicht retten, wenn sich die Stimmberechtigten plötzlich nicht mehr manipulieren lassen und nach anderen Publikationsmöglichkeiten umsehen.

Wenn Zeitungslesen Freude macht

Das Zeitungslesen ist nicht immer vergnüglich, denn viele Aktualitäten sind traurig oder unerfreulich. Ich suche daher stets nach den tröstenden „Rosinen“. Im Zürcher Oberländer habe ich sie am 25. Juli gleich mehrfach gefunden. Von zwei Menschen und einem Wolfspaar bin ich ganz besonders beeindruckt. Der Effretiker Landwirt Jürg Berweger, der mit seinen Biodiversitätsförderflächen für einen natürlichen Kreislauf sorgt, die sich um die Igelpopulation kümmernde Wildtierbiologin Sandra Gloor und die Calanda-Wölfe, die wieder acht Welpen grossziehen, sorgen für wirkliche Freude. Sie beweisen nämlich, dass die Natur vieles heilt, wenn wir das zulassen. Unser Garten bestätigt diese Theorie. Igel, Blindschleichen, Eidechsen, Vögel, Schmetterlinge und andere Lebewesen fühlen sich hier wohl, weil sich auf unserem Grundstück die Selbstheilungskräfte der Natur fast uneingeschränkt entfalten können. Grenzen setzen allein die Besitzer jener Gärten, die mit Düngemitteln, mit Insektiziden und mit Schneckenkörnern für das monotone Grün des blumenlosen Rasens und für die geometrische Ordnung in ihren Pflanzbeeten sorgen.

Pollerersatz

Auch wenn gewisse Leute eigentlich zuerst bei sich selbst ausmisten sollten, bevor sie Kritik an anderen üben, darf man sie nicht überhören, wenn sie für einmal zutreffend argumentieren. Der SVP-Bauer, der sich in Pose vor einen Luxuspoller stellt, wenn er der Stadt unnötig teures Bauen vorwirft (Regio vom 13. Juli 2017) findet für einmal sogar bei mir Verständnis. Dass Geldverschwendung in Wetzikon, insbesondere im Tiefbau, eine überaus lange Tradition hat, wird wohl niemand bestreiten. Man kann dies schliesslich mit zahlreichen Beispielen belegen. Den Schaden tragen fast immer die Steuerzahler, in nicht seltenen Fällen aber auch die Opfer eines Quartierplanverfahrens. Die heutige Tiefbauvorsteherin ist für die jetzt gerügten Mängel jedoch nicht verantwortlich, denn bei ihrem Amtsantritt war längst alles angerichtet. Weil ich das Wirken des Stadtrates aufmerksam verfolge, weiss ich, dass die aktuelle Ressortverantworliche ihr Amt mit grossem Verantwortungsgefühl versieht und im Rahmen des ihr Möglichen bei jedem Vorhaben auch Kosten-/Nutzenanalysen macht. Das Wirken der jungen Stadträtin stimmt mich daher hoffnungsvoll. Wenn einmal die letzten Exekutivrestposten ersetzt sind und der neue Geist das stadträtliche Wirken bestimmt, geht es ganz bestimmt weiter aufwärts mit Wetzikon. Eine abschliessende Bemerkung zum Thema „Luxuspoller“ möchte ich aber noch anbringen, denn der meistens laut polternde (nicht pollernde) Kritiker kennt aus eigener politischer Erfahrung einen preiswerten, massiven Pollerersatz. Das Brett, das er im Umgang mit Andersdenkenden oft vor dem Kopf hat, kostet nichts und wirkt doch erschreckend eindrücklich.


Kontakt

www.saluz.com

c/o Katharina + Peter-Jürg Saluz-Gsell

Frohbergstrasse 80a

CH-8620 Wetzikon ZH

E-Mail: info@saluz.com