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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Ein Tipp, weil Scherben kein Glück bringen

Wer oft in Wetzikon mit dem Velo unterwegs ist, wird regelmässig mit der Hinterlassenschaft feuchtfröhlichen Nachtlebens konfrontiert. Geh- und Radwege dienen immer wieder der wilden Glasentsorgung, und fast sieht es so aus, als fänden nach Partyschluss jeweils eigentliche Glaszertrümmerungsaktionen statt. Feinsplittrige Scherbenteppiche überdecken am Morgen und noch Tage danach an verschiedenen Orten die ganze Wegbreite, sodass ein Ausweichen nicht möglich ist. Was für Velofahrer wegen des häufig notwendigen Pneuwechsels ein Ärgernis bedeutet, beschert Hunden, die brav an der Leine gehen, schmerzhafte Pfotenverletzungen. Ob der Ignoranz der Scherbenverursacher könnte man einen heiligen Zorn entwickeln! Vielleicht wäre aber auch einmal die Frage zu stellen, was die Stadt gegen rücksichtsloses Littering mit Verletzungspotenzial unternehmen will. Die Idee, künftig nur noch mit dem Wisch-Set in der Tasche das Haus zu verlassen, kann und darf nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Bis man sich allerdings an offizieller Stelle endlich zum Handeln entschliesst, sollten sich Hündeler und Velofahrer eben doch bei Migros, Coop, Lidl, Aldi oder Spar für wenig Geld ein „Strassenwüscherli“ besorgen. Andernfalls bleibt die Velofahrt oder der Hundespaziergang durch Wetzikon ein nicht ganz ungefährlicher Hindernislauf.

Momoll - Momo!

Menschen aus Tibet geniessen bei mir einen Sympathiebonus, weil ich mit ihnen in längst vergangenen Zeiten viele überaus positive Erfahrungen gemacht habe, an die ich dank liebenswürdigen Nachbarn seit einigen Jahren wieder anknüpfen darf. Objektiv bin ich trotzdem geblieben. Meine Freude über eine besondere Geschäftseröffnung ist daher ganz sicher echt. Wie dem Zürcher Oberländer zu entnehmen oder am besten gleich an Ort und Stelle zu erfahren ist, hat Thasi Lhakpan kürzlich Wetzikons erstes Momo-Lokal eröffnet und unserer Gemeinde zu einer weiteren kulinarischen Attraktion verholfen. Den Begriff „Momo“ verbinde ich erst seit einiger Zeit mit dem Wort „Gaumenfreuden“. Das verdanke ich den Kochkünsten meiner Nachbarn, die mich mit phantastisch schmeckenden Kostproben verwöhnt haben. Ich weiss darum, was die Kundschaft bei Thasi Lhakpan erwartet. Beschreiben will ich das aber nicht, denn im «Taste of Tibet», das sich im ehemaligen Kiosk auf dem Trompete-Areal befindet, kann man die kulinarische Realität erleben, die sicher jede noch so blumige Beschreibung übertrifft. Dem «Taste of Tibet» wünsche ich daher einen regen Zuspruch, damit möglichst viele Wetzikerinnen und Wetziker dem Teigtaschenfieber frönen können. Von einer Dialektforscherin weiss ich übrigens, dass das Wort „Momoll“ höchste Anerkennung ausdrücken will. Deshalb sagt der Titel dieses Beitrages eigentlich schon alles.

Das grenzt an Nötigung

Das, was der Zürcher Oberländer als "Knatsch zwischen zwei Wetziker Bauherren" bezeichnet, wird zur Never Ending Story. Dass die Firma CCW jetzt Einsprache gegen das Projekt von Heinz Egolf für den Umbau des «Drei Linden» einreicht, wirkt wie ein Revanche-Foul, allenfalls gar wie eine Nötigung. Auf jeden Fall besteht ein emotionaler Zusammenhang zwischen den wechselseitig gegen die Projekte „Drei Linden“ und „Trompete“ eingereichten Rekursen. Wenn das Baurekursgericht vernünftig entscheidet, wird es der CCW die Rekurslegitimation absprechen und wenigstens ein Teilgefecht beenden. Weil sich die „Kriegsparteien“ Egolf und Frick wohl auch in Zukunft spinnefeind bleiben werden, sollte man sie daran erinnern, dass ihr Verhalten den eigenen Interessen zuwider läuft. Wer Goodwill bei der Standortgemeinde und bei der Bevölkerung verspielt, schadet letztlich sich selbst. Ich empfehle daher Heinz Egolf, auf die „Kunst am Bau“-Provokation zu verzichten und das Gebäude „Drei Linden“ bis zu seinem Abriss für „Kunst im Bau“ (Ausstellung) zur Verfügung zu stellen. Mit einer seriösen Trägerschaft lässt sich eine temporäre Attraktion organisieren und eine den späteren Fortschritt behindernde Besetzung des Abbruchobjektes verhindern. Auch für Bruno Frick hätte ich eine Empfehlung. Er soll einmal analysieren, weshalb er im Jahr 2011 nach 20 Amtsjahren nicht mehr in den Ständerat gewählt worden ist. Vielleicht führt das dann ja zu einer Verhaltensänderung, die rechtzeitig zu seinem Geburtstag am 31. Mai wirksam wird.


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