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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Der Skandal setzt sich fort

Im Zürcher Oberländer (Ausgabe vom 12. Juli 2017) kann man Neues und Bekanntes über Wetzikons „Sternfahrt-Skandal“ erfahren. Wenn man die redaktionelle Beweihräucherung der Wetziker FDP überliest, die derzeit fast täglich im Lokalblatt stattfindet, entdeckt man im Artikel von Michael von Ledebur erstaunlich viel Kritisches und Objektives. Obwohl die üble Geschichte allmählich zu langweilen beginnt, sollte man die wichtigsten Punkte nicht vergessen, denn bewältigt ist das Ganze noch lange nicht.

Eine traurige Rolle spielt, sozusagen als Fortsetzung der kommunalen Fehlleistungen, der Bezirksrat Hinwil, der endlos lange für die Untersuchung des Falles benötigt hat und trotzdem zu teilweise widersinnigen Schlussfolgerungen gekommen ist. Dass der damalige Gemeinderat nicht grobfahrlässig gehandelt hat, stimmt mit der Faktenlage nämlich absolut nicht überein. Wer die Kriterien fahrlässig, grobfahrlässig und vorsätzlich zur objektiven Beurteilung des gemeinderätlichen Verhaltens verwendet, kann eigentlich nur Fahrlässigkeit ausser Betracht lassen. Es ist daher vollkommen klar, dass der Stadtrat gegen den willfährigen Beschluss des Bezirksrates kein Rechtsmittel einlegen wird. Wohl auch deshalb ist der exakte Wortlaut des bezirksrätlichen Beschlusses unter krasser Missachtung des Öffentlichkeitsprinzips geheim geblieben. Die Fehlleistungen des seinerzeitigen Gemeinderates dürfen aber nicht ungesühnt bleiben, auch deshalb nicht, weil der damalige Vizepräsident des Gemeinderates bar jeder Scham im Frühling wieder für das Stadtpräsidentenamt kandidieren will.

Der Schaden lässt sich leider nicht mehr heilen. Dass das Parlament keine Spezialkommission einsetzen will und eine hilflose Rechnungsprüfungskommission die Hände in den Schoss legt, begünstigt die Verwedelungstaktik des Stadtrates und des Bezirksrates. Es muss daher Druck erzeugt werden, damit wenigstens der seltsame Bezirksratsbeschluss in vollem Wortlaut öffentlich zugänglich wird. Als Steuerzahler möchte ich in jedem Fall unzensuriert informiert werden und auch die im Beschluss enthaltene Rechtmittelbelehrung kennen. Zudem sollte man unbedingt das Gemeindeamt des Kantons Zürich auf die widerliche Angelegenheit hinweisen. Das Gemeindeamt kann nämlich als Aufsichtsstelle Wetzikons Haushaltsführung und Rechnungslegung über den Bezirksrat hinweg prüfen und nötigenfalls eingreifen. Da den geschädigten Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern und dem diese vertretenden Parlament vom Bezirksrat offenbar kein Rechtsmittel zugestanden wird, liesse sich eine Intervention der zweiten Instanz sicher rechtfertigen. Es bleibt daher die Hoffnung, dass ein ortsansässiges Mitglied des Kantonsrates die zuständigen Stellen auf die politische Moorlandschaft im Bezirk Hinwil aufmerksam macht. Etwas können aber auch wir Stimmberechtigten tun. Wir sollten uns die Namen aller für den Skandal Verantwortlichen einprägen, damit wir bei den kommenden Erneuerungswahlen keinen Fehler mehr machen. Es sind übrigens mehrheitlich jene Personen aus dem Umfeld des heutigen Stadtpräsidenten, die Wetzikon schon das unglaubliche Bushoffiasko eingebrockt haben. Affaires à suivre? – Lieber nicht…

Arrogant, uneinsichtig, überheblich

Arrogant, uneinsichtig und überheblich. Der sich selbst überschätzende Wetziker Stadtpräsident hat unnötigerweise seine Wiederkandidatur angekündigt. Für eine Auseinandersetzung mit dieser Nachricht ist es aber noch zu früh, denn man sollte die Argumente erst in der heissen Wahlkampfphase auf den Tisch legen, damit sie dann präsent sind. Eines kann man aber jetzt schon tun: Das Versprechen protokollieren, dass ein allenfalls nicht wieder gewählter Stadtpräsident nicht mehr im Stadtrat Einsitz nehmen wird. Dem grosszügigen, mit einer fetten Titelzeile lancierten Promotext in der Grossauflage und Gratisausgabe des Zürcher Oberländers lässt sich also doch schon etwas Positives entnehmen…

Betrachtungen zum Sternfahrtfiasko

Zum Sternfahrtskandal ist am 20. Juni 2017 im Zürcher Oberländer unter dem Titel „Rabenschwarze Umstände zerstörten schönste Hoffnungen“ ein Respekt verdienender, fast herzig geschriebener Leserbrief von Josef Lauber erschienen. Obwohl mir der versöhnliche Text gefällt, erfordert er eine Replik. Wenn der Leserbriefschreiber die Lösung „in einem grosszügigen Abschreiber“ sieht, hat sich sein Wunsch de facto längst erfüllt. Die Fr. 416'465.00 Franken sind nämlich unwiederbringlich verloren. Gerade deshalb darf aber die juristische und politische Aufarbeitung der üblen Geschichte jedoch nicht unterbleiben. Wer will, dass die Schadenstifter zur Verantwortung gezogen werden, muss sich keinesfalls eine Geringschätzung der Feuerwehr vorwerfen lassen. Ich habe während Jahren (nicht in Wetzikon) Feuerwehrdienst geleistet und vor nicht allzu langer Zeit als Betroffener einen vorzüglichen Einsatz der hiesigen Feuerwehr erlebt. Dass wir auf unsere Feuerwehr stolz und ihr dankbar sein können, weiss ich also durchaus. Mit dem verantwortungslosen, schludrigen Verhalten der Exekutivmitglieder bin ich trotzdem nicht einverstanden. Offenbar hat der Bezirksrat den Stadtrat ersucht, eine gegen aktive und ehemalige Mitglieder der Exekutivbehörde gerichtete Schadenersatzklage zu prüfen. Es braucht daher politischen Druck, damit diese Klage auch tatsächlich beim Bezirksgericht eingereicht wird. Ob dieser Druck jedoch wirklich zustande kommt, ist allerdings mehr als fraglich, denn ein bereits für die nächste Parlamentssitzung traktandierter Antrag von Martin Wunderli (Bildung einer Spezialkommission "Kredit Feuerwehrsternfahrt") ist völlig überraschend zurückgezogen worden. Mir wird schlecht bei der Vorstellung, dass jetzt der Mantel des Schweigens über die üble Sache ausgebreitet werden soll. Wenn die Mitverantwortlichen im Amt bleiben und allenfalls sogar im kommenden Jahr wieder kandidieren, wird die Fischer-Rüfenacht-Misswirtschaft fortgesetzt und sich vielleicht sogar noch schlimmer manifestieren. Dass man die politisch Verantwortlichen schonen, aber die beteiligten Mitarbeiter ins Recht fassen will, empfinde ich ebenfalls als skandalös. Wenn Politiker für die Eigenprofilierung Druck auf ausführendes Personal ausüben, sollen sie dafür auch die Verantwortung übernehmen und nicht loyale, aber viel zu unkritische Mitarbeiter an ihrer Stelle opfern. Und noch etwas: Sofern sich jetzt im Parlament nichts regt, wären wir wirklich besser bei der Gemeindeversammlung geblieben.


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