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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Schulweg bleibt offen

Kürzlich hat die Baudirektion des Kantons Zürich angekündigt, dass die Weststrasse zwischen der Einmündung der Asylstrasse und der Medikerkreuzung ab Anfang April 2021 bis Ende September 2021 für den Verkehr gesperrt bleibt. Das hat in Medikon zu Fragen geführt, weil das vorübergehend gesperrte Strassenstück Bestandteil eines stark frequentierten Schulweges ist.

Wer die umfassende Baustellen-Information konsultiert, stellt fest, dass

Fussgänger und Velofahrende von der temporären Strassensperrung nicht betroffen

sind. Das werden besonders die Eltern von Schulkindern gerne zur Kenntnis nehmen. Sie sollten ihre Kinder allerdings zu erhöhter Vorsicht mahnen, weil der Baubetrieb den Schulweg gefährlicher macht.

Wald und schwarzer Rauch

Die schwarze Rauchsäule, die kürzlich über einer ehemaligen Hinwiler Traktorenfabrik aufgestiegen ist, hat mich an einen Traktor erinnert, der ebenfalls schwarze Rauchsäulen aufsteigen lässt. Dass sich ein Grossbrand und eine Traktorfahrt in Sachen Säulenhöhe unterscheiden, will ich nicht bestreiten. Eine Partikelanalyse würde aber sicher bestätigen, dass in prozentualer Relation zur Rauchsäule etwa gleich viel Gift in die Luft entwichen ist bzw. entweicht. Welcher Traktor hier gemeint ist, weiss jeder, der einmal bei einem Quartierspaziergang eine karzinogene Schnupperprobe nehmen musste. Mich tröstet es nicht, dass das Ungetüm nach Auskunft seines Besitzers nur etwa 43 Stunden pro Jahr in Betrieb ist, obwohl man das im Vergleich mit anderen landwirtschaftlichen Dreckschleudern aus unserem Quartier als bescheiden bezeichnen kann.

Traktor mit RauchfahneAn den Traktorhalter denke ich im Moment aus einem anderen Grund, denn ihm verdanken wir einen kleinen „Klima-Wald“. Ich freue mich über die Pioniertat, die künftigen Mediker Generationen zu einem klimaresistenten Zukunftswald verhilft. Dafür verdient der innovative Landbesitzer ein Dankeschön und unsere Anerkennung, was ihm übrigens auch für das Anschaffen eines Partikelfilters für den wunderschönen alten Traktor zustehen würde.

Allerdings mag ich es bei Lob und Dank nicht bewenden lassen, denn ich habe eben einen im Zürcher Oberländer erschienenen Leserbrief des Traktor- und Waldbesitzers gelesen. Der mit „Nichts ist illegal am Klima-Wald!“ betitelte Text enthält eine ziemlich krude Argumentation, die als Replik auf einen anderen Leserbrief gedacht ist. Zum Thema „Fruchtfolge-Flächen“ will ich mich nicht äussern. Da sollen sich die beiden Kontrahenten direkt duellieren. Eine Rechtsbelehrung möchte ich aber kurz kommentieren.

Der Begründer des Zukunftswaldes zitiert aus dem Einführungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EG zum ZGB), wo es in § 172, .Abs. 3 Folgendes heisst: «Wird Kulturland in .Wald umgewandelt, so ist von .benachbartem Kulturland ein .Abstand von 8 Metern zu beobachten.» Demnach soll die Waldpflanzung legal sein. Das ist nicht zutreffend, denn der zitierte Paragraph sagt nur, welcher Abstand einzuhalten ist, wenn ein neues Waldstück angelegt wird. Eine Bewilligung für eine Neupflanzung lässt sich daraus aber nicht ableiten. Als Magister Juris weiss der Leserbriefschreiber das ganz genau. Ich wundere mich daher schon sehr über seine Argumentation. Trotz allem hoffe ich jedoch, dass der Zukunftswald wächst und gedeiht und nicht der Gesetzesmühle oder übereifrigen Bürokraten zum Opfer fällt. Künftige Generationen werden für dieses Natur-Geschenk nämlich dankbar sein.

Meine Schlussfolgerung ist eindeutig: Der werdende Wald macht Freude. Die Streitaxt brauchen wir also nicht, und das teilweise seltsame Argumentarium vergessen wir einfach. Wenn demnächst noch der alte, wunderschöne Hürlimann-Traktor entgiftet durch unser Quartier rollt, ist das Happyend perfekt. Dann darf Magister Max H. Homberger mit Stolz am Lenkrad sitzen, wenn er seinen Wald bestellt.

Der Verquerdenker

Ob der Wetziker Stadtpräsident ein Querdenker ist, weiss ich nicht. Denken wäre in diesem Amt an sich ja nicht schlecht, aber verquer müsste es sicher nicht sein.

RR2Ich habe noch immer im Ohr, dass die Bevölkerung zur Pandemiebekämpfung unnötige Kontakte vermeiden und alles, was möglich ist, von daheim aus erledigen soll. Covid überwinden und alle Freiheiten zurückbekommen wollen wir alle. Deshalb sollten wir noch eine zeitlang auf alles Unnötige verzichten, damit das Existenzerhaltende und Wichtige wieder möglich wird. Wenn der Wetziker Stadtpräsident denken könnte oder sogar denken würde, müsste er das ebenfalls einsehen. Wer die städtische Homepage besucht oder den aktuellen Newsletter aus dem Stadthaus liest, bezweifelt allerdings, dass dem so ist. Die Frage, ob der stadtpräsidiale Intellekt für einen guten Umgang mit der Pandemie reicht, muss daher erlaubt sein..

Wer liest, dass der Stadtpräsident die Bevölkerung einlädt, ihn in lockerer Atmosphäre zu treffen, um Anliegen und Wünsche zu besprechen, kann nur noch den Kopf schütteln. Da ist jedes Wort zuviel. Auch das Motiv, das hinter der neusten RR-Aktion steckt, muss man nicht ergründen. Es kann das zweifellos ausgeprägte Bedürfnis nach Selbstdarstellung, grenzenlose Naivität oder sogar ein mit „D“ beginnender Begriff die Ursache der neusten präsidialen Fehlleistung sein. Unglaublich ist das Ganze aber allemal, und sollten Sie das bezweifeln, können Sie sich mit dem „Link“ ins Bild setzen. Das sollten Sie aber bald tun, weil vielleicht doch noch eine denkende Aufsichtsbehörde einschreitet und das verantwortungslose Handeln des Stadtpräsidenten unterbindet, indem sie die dumme Ankündigung löschen lässt.


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