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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Nachdenken und überarbeiten

In diesen Tagen wird hitzig über die neue Gemeindeordnung diskutiert, weil diese am 13. Juni 2021 zur Abstimmung kommt. Interessanterweise gilt dabei das Interesse einzig dem „Jugendvorstoss“, der in Artikel 12 neu eingeführt werden soll.

Ich verstehe, dass man den Jugendlichen zwischen dem vollendeten zwölften und dem vollendeten achtzehnten Altersjahr mehr Einfluss gewähren will, aber ich verstehe überhaupt nicht, weshalb Erwachsenengruppen nicht das gleiche Recht zugestanden wird. Der Hinweis auf das Initiativrecht, das den Stimmberechtigten zusteht, genügt keinesfalls als Begründung. Nicht stimmberechtigte Personen können ja keine Einzelinitiative einreichen. Die ausländischen Jugendlichen sind daher im Vergleich mit ihren Eltern klar benachteiligt. Von Rechtsgleichheit kann keine Rede sein. Es ist wirklich nicht einzusehen, weshalb Erwachsene nicht ebenfalls ein Postulat einreichen dürfen und entweder eine Einzelinitiative einreichen oder ihr Anliegen abschreiben müssen. Der mit viel Primborium für Sternchen, Frauen und Männer eingerichtete Briefkasten des Parlaments hat ja nie funktioniert und daher nach kurzzeitigem Leerlauf sein sinnloses Leben bereits wieder ausgehaucht.

Es gibt genügend Gründe, weshalb man die vorliegende Gemeindeordnung ablehnen muss. Wenn das passiert - was leider keineswegs sicher ist, weil sich alle Gedanken ausschliesslich um den Jugendvorstoss drehen - erhalten Stadtrat und Parlament eine Verbesserungschance. In der neuen Vorlage können sie dann den Jugendvorstoss zu einem Bevölkerungspostulat erweitern und so die jetzt fehlende Rechtsgleichheit herstellen. Zudem empfehle ich bei einer Neuauflage der Gemeindeordnung ein Abstimmungsprozedere, das eine alternative Beschlussfassung vorsieht. Die Stimmberechtigten sollen entscheiden können, ob sie bei Annahme einer neuen Gemeindeordnung eine Fassung mit oder ohne Bevölkerungspostulat bevorzugen. Das bis dann bereinigte Verordnungswerk kann dann nicht mehr wegen einem einzigen Artikel scheitern.

 

Gleitig gaht die Ziit verbii

Jedes Land hat eine Nationalhymne. Warum sollte man nicht auch einer Gemeinde so etwas zugestehen? Für Wetzikon würde ein einfaches Lied reichen. Es müsste einfach passend sein. „Der Schacher Seppli“ wäre es sicher, denn geschachert wird in Wetzikon seit eh und je, jetzt aber ganz besonders. Je näher die laufende Amtszeit des Stadtrates ihrem Ende entgegenrückt, desto aktueller wird der Liedtext von Ruedi Rymann. Bald schon soll nämlich das RIZ verschachert werden, obwohl (bzw. weil) es jetzt einen guten Ertrag erwirtschaftet. Die hanebücherne Argumentation des Stadtrates weckt kaum Emotionen. Kritische Fragen sind nicht zu erwarten. Dabei würde deren Beantwortung sehr schnell zeigen, wie unnötig und dumm die Veräusserung der Aktienmehrheit dieses mittlerweile eine ansprechende Rendite erzielenden Unternehmens ist. Noch hoffe ich, dass sich wenigstens jemand aus dem mehrheitlich apathischen Parlament gegen den Verkauf stellt und mit klugen Argumenten Überzeugungsarbeit leistet.

Ruedi RymannDas Geschacher geht aber ohnehin weiter. Jetzt werden die Ämter für die Zurückgetretenen bereitgestellt. Die Anwärter für Verwaltungsratssitze und andere lukrative Nebenämter sind entweder schon gewählt oder mindestens in den Startlöchern. Mit Opposition ist kaum zu rechnen. Ein erschrecktes Erstaunen der Öffentlichkeit wird wohl die einzige Reaktion sein.

„Wie gleitig gaht die Ziit verbii“ hat Ruedi Rymann einst gesungen. Recht hat er gehabt. Auch in Wetzikon geht - wie überall - die Zeit schnell vorbei. Der Wetziker Weg führt allerdings nicht direkt zur Himmelstüre, denn wir Wetziker müssen im Vorhof der Hölle warten, bis im Stadtrat ein neuer Geist einkehrt. Wie die Erfahrung lehrt, wird dieses Warten leider empfindungsmässig endlos sein. Wer in Wetzikon auf dringend nötige Änderungen wartet, wird nämlich auch nach den nächsten Erneuerungswahlen feststellen, dass von „gleitig gaht die Ziit verbii“ eigentlich doch nicht die Rede sein kann.

Wetzikon und Schübelbach

Kürzlich sind in Schübelbach im Kanton Schwyz im Auftrag einer in Wetzikon ansässigen Firma drei alte Wohnhäuser abgerissen worden, obwohl die Abbruchbewilligung bisher nicht erteilt werden konnte, weil die Schutzwürdigkeit der besonderen Objekte immer noch geprüft wird.

Das unerfreuliche Vorgehen gibt zu verschiedenen Bemerkungen Anlass. Als Bürger und Einwohner von Wetzikon stört es mich, dass unsere Gemeinde immer wieder mit Willkür in Verbindung gebracht wird. Da ich juristisch interessiert bin, stelle ich mir aber auch rechtliche Fragen.

Meiner Meinung nach müsste sich eine mit dem Abbruch einer Liegenschaft betraute Firma vor Arbeitsbeginn eine rechtskräftige Abbruchbewilligung zeigen lassen, da sie andernfalls zur Mittäterin und haftbar werden könnte.

Vom willkürlichen Vorgehen der Wetziker Firma sind die zuständigen Organe der Gemeinde Schübelbach sicher überrascht worden. Vermutlich hat das zu einer ziemlich unbedarften Einschätzung geführt. Valeria Geissbühler (SVP) soll sich in ihrer Funktion als Präsidentin der Baukommission zu der unerfreulichen Angelegenheit angeblich wie folgt geäussert haben: „Wir haben erst am Montagmorgen vom Abbruch Kenntnis erhalten. Hätten wir sofort einen Baustopp verhängt, so wären wohl monatelang Ruinen dagestanden und Bauschutt herumgelegen“. Das ist reichlich naiv, denn im Normalfall folgt jeder Straftat eine Spurensicherung. Zur Beurteilung der gewaltsam zerstörten Bausubstanz und zur Prüfung einer Rekonstruktionsmöglichkeit wären alle übrig gebliebenen Teile und ganz bestimmt auch die Reste der Fundamente wichtig gewesen. Zudem hätte der willkürliche Bauherr die Baustelle unverzüglich und auf seine Kosten bis zur Klärung der üblen Angelegenheit absichern müssen.

Die Schübelbacher Probleme muss ich als Wetziker nicht lösen. Ich kann einzig bedauern, dass eine Wetziker Firma so unerfreulich in Erscheinung getreten ist. Als Wetziker würde ich jedoch sehr gerne erfahren, wie die hiesigen Behörden mit solchen Fällen umgehen und wie sie diese nach Möglichkeit verhindern. Leider bin ich zu alt, um das mit einem Jugend-Vorstoss zu klären.

 

Valeria Geissbühler


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