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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Multiple-Choice

Der Umgang mit dem Wetziker Stadtrat wird immer schwieriger, denn je länger die Dame und die Herren im Amt sind, desto raffinierter werden sie. Ihre Raffinesse zeigt sich allerdings nicht beim Planen oder beim Sparen. Es ist vielmehr die Kunst des Verwedelns und des Verschleierns, die der Stadtrat perfekt beherrscht. Wer konkrete Fragen zu stadträtlichen Fehlleistungen stellt, kann das live erleben, denn er wird so lange mit Plattitüden zugekleistert, bis er selbst nicht mehr weiss, was er eigentlich erfahren wollte.

Ich halte diesen Zustand für unannehmbar und habe mir deshalb überlegt, wie man ihn beheben könnte. Hilfreich für die Informationsbeschaffung wäre sicher ein themenbezogenes Multiple-Choice-Formular, auf dem ein Mitglied des Stadtrates die richtige Antwort ankreuzen müsste. Das könnte man nach dem Ausfüllen sogar der obrigkeitshörigen Lokalpresse zur Verfügung stellen, was eine unbeholfene, oft parteiische Informationsvermittlung verhindern würde. Allerdings wäre ein einfaches Formular nicht ausreichend. Illustrieren lässt sich das mit folgenden Beispielen:

Wenn sich der Stadtpräsident mit einem Ja oder Nein zu einer konkreten Kompetenzfrage äussern könnte, müsste er ergänzend dazu die rechtlichen Bestimmungen zitieren, aus denen er ableitet, dass der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung (RIZ) oder die Sanierung eines Bauwerkes ohne Mitwirkung von Parlament und Stimmbürgerschaft durch den Stadtrat beschlossen werden kann.

Hätte man - was eigentlich ja passiert ist - Stadträtin Susanne Sieber gefragt,  ob man vor Beginn einer grossen Planung (Bushof) alle Rahmenbedingungen klären und alle Beteiligten involvieren müsste, wäre von der guten Frau sicher das Ja-Kästchen auf dem Multiple-Choice-Formular angekreuzt worden. Warum bis zu dieser Erkenntnis Jahre verstrichen sind, lässt sich leider jedoch nicht mit einem Kreuz beantworten. Dabei tragen die Wetziker mit diesem Stadtrat doch wirklich seit langem ein riesiges Kreuz…

Die dunkle Seite der Pressefreiheit

Der Zürcher Oberländer glänzt einmal mehr mit parteiischem, dilettantischem Journalismus. Unter dem Titel „Wetziker GLP stellt Fragen zum gescheiterten Bushof-Projekt“ fährt er eine Attacke gegen die aus dem Stadtrat weggemobbte Esther Schlatter, die auch nach ihrer Rückkehr ins Gemeindeparlament kritisch aufmerksam geblieben ist. Der sogenannte Journalist entblödet sich nicht, durch Wiederverwendung einer falschen Aussage das jetzt gescheiterte Bus-Projekt als „Schlatters Alternative“ zu bezeichnen. Hätte er recherchiert und - was er wohl nicht getan hat - Esther Schlatter befragt, wäre so eine Schreibe sicher nicht zustande gekommen. Könnte man Lernfähigkeit voraussetzen, würde man dem ZOL-Schreiber sogar grundsätzliches Wissen in kindgerechter Form wie folgt vermitteln: Wenn der Meier behauptet, eine rote Tomate sei grün, dann darf man ihn durchaus wörtlich zitieren. Ein echter Journalist wird dazu aber anmerken, dass die Tomate eben doch rot und nicht grün ist. Vermutlich wäre man in der ZOL-Redaktion von solcher Logik aber bereits überfordert.

Es ist traurig, jedoch wahr: Objektiven Journalismus kann man vom Zürcher Oberländer heute nicht mehr erwarten. Die Damen und Herren sind ja schon mit dem Deklinieren und mit der Interpunktion überfordert. Wie soll man da auch Verständnis für nicht FdP- und EVP-orientierte Standpunkte erwarten?

Der Zürcher Oberländer ist schon in der Ära von Oscar Fritschi ein stramm auf die FdP ausgerichtetes Blatt gewesen. Der seinerzeitige Chefredaktor hat aber die Pluralität der Meinungen respektiert und in seiner Zeitung abgebildet. Sauberes Recherchieren, gepflegtes und korrektes Deutsch sowie Fairness in alle Richtungen sind Oscar Fritschis und damit des Zürcher Oberländers Markenzeichen gewesen. Davon ist nichts mehr übrig geblieben. In Wetzikon und im ganzen Zürcher Oberland muss man sich daher überlegen, woher man objektive Informationen überhaupt noch beziehen kann.

Im konkreten Fall versuche ich, mit meinen bescheidenen Mitteln eine Hilfestellung zu bieten. Ich bitte daher Gemeinderätin Esther Schlatter öffentlich, mir eine Stellungnahme zur Verfügung zu stellen, damit ich diese hier publizieren kann. Halten Sie uns die Daumen, dass dieser Wunsch erfüllt wird. Dann werden Sie unmanipuliert und unzensuriert erfahren, was Sache ist.

Bushof-Drama wird fortgesetzt

Der Stadtrat hat soeben eine Konsternation bewirkende Mitteilung veröffentlicht. Nach mehrjähriger Stillstandsphase wird im Zusammenhang mit dem Bushof endlich wieder einmal öffentlich kommuniziert und folgende Information verbreitet:

„Das Vorhaben, nach der verlorenen Abstimmung von 2015 eine einfache, abgespeckte Variante für einen Wetziker Bushof zu realisieren, scheitert an den Rahmenbedingungen.“

Der Stadtrat will das letzte Projekt „absetzen“ und mit den Partnern die anstehenden Fragen lösen. Das Parlament soll daher den seinerzeit gesprochenen Kredit von Fr. 830'000.00 aufheben, weil einstweilen nur noch eine behindertengerechte Ausgestaltung und eine behelfsmässige Instandstellung der bestehenden Busbuchten realisiert werden.

Das weitere Vorgehen will der Stadtrat „nach den Sommerferien im Rahmen eines Workshops mit SBB-Vertretern“ besprechen. Entgegen ursprünglichen Aussagen ist Eile offenbar nicht mehr geboten. Es hat ja schliesslich auch Jahre gedauert, bis der Stadtrat zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Bundesbahnen bereit gewesen ist. Ob es bis zum Einbezug einer VZO-Delegation noch einmal so lange geht, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich möchte aber immerhin anmerken, dass der VZO-Verwaltungsratspräsident nicht als kompetenter Vertreter der Verkehrsbetriebe gelten kann, weil er als Wetziker Stadtpräsident erheblichen Anteil am bestehenden Malaise hat. Ohne Berücksichtigung der Interessen von SBB und VZO wird sich die verfahrene Situation aber nicht lösen lassen. Deshalb sucht der Stadtrat nach mehrjährigem Trödeln endlich die planerische Kooperation. Das ist auch nötig, da das Parlament und die Stimmberechtigten die Erwartungen von SBB und VZO kennen sollten. Bis dahin darf über den seinerzeit beschlossenen Kredit nicht entschieden werden, denn mit der Argumentation des Stadtrates kann sich das Parlament auf keinen Fall zufrieden geben.

Eine letzte Frage bleibt noch: Was wäre wohl passiert, wenn die Stimmberechtigten seinerzeit die unsinnige Vorlage des Stadtrates angenommen hätten und nach der Abstimmung mit einem unerwarteten Veto eines Verkehrsträgers konfrontiert worden wären? Geld ist zwar damals ohnehin verschleudert worden, aber an Kollateralschäden stadträtlicher Fehlplanung ist man in Wetzikon schliesslich gewöhnt - auch im bereits apathisch gewordenen Parlament, das mich die Gemeindeversammlung immer mehr vermissen lässt.

 

Nachtrag:

Kurz nachdem ich den vorstehenden Text veröffentlicht habe, ist auf Tele Top ein Beitrag zu dieser unerfreulichen Geschichte ausgestrahlt worden. Die drei Kurzinterviews mit Stadträtin Susanne Sieber, Gemeinderätin Esther Schlatter und Gemeinderat Benjamin Walder sollten Sie sich anhören. Sie finden sie in der Mediathek des regionalen TV-Senders. Mich hat am meisten das Statement der für die Bummelei massgeblich mitverantwortlichen Stadträtin überrascht und sogar inspiriert. Sehen Sie selbst:

 

Saluz In den Mund gelegt

 

 


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