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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Ambivalente Gefühle

Peter Waser2Ich habe schon oft über das Loslassen geschrieben und zugegeben, dass mir das schwerfällt. Beim Öffnen der heutigen Post ist das wieder einmal spürbar geworden. Der Kaminfegermeister, der mich zusammen mit seinem Team seit über 40 Jahren betreut hat, geht in den Ruhestand. Den gönne ich ihm natürlich. Trotzdem macht mich die nicht unerwartete Mitteilung ziemlich nachdenklich.

Die Wetziker Handwerksbetriebe, denen ich als zufriedener Kunde jahrzehntelang treu bleibe, sind mir - auch wenn das theatralisch klingt - richtiggehend ans Herz gewachsen. Ich weiss, dass ich mich auf sie verlassen kann, weil sie vorzügliches Personal beschäftigen und dieses auch mit guten Anstellungsbedingungen honorieren.

Der Mitteilung „meines“ Kaminfegermeisters habe ich mit Freude vernommen, dass sein Nachfolger den Betrieb mit dem Personal übernimmt. Bei der nächsten Kaminreinigung und Feuerungskontrolle werde ich daher einem vertrauten Gesicht begegnen. Das schätze ich sehr, denn das Vertraute bleibt mir dadurch immer noch erhalten.

Man sagt oft, Kaminfeger seien Glücksbringer. In concreto stimmt das sicher. Deshalb möchte ich dieses Glück mit dem in den Ruhestand tretenden Kaminfegermeister, seinem Team und dem neuen Firmeninhaber teilen. Wo immer in Wetzikon ein Kamin steht, wird man das genau so empfinden. Alles Gute Peter und Heidi Waser, Isidor Wüst und HansPeter Stäheli.

Gerührt, aber nicht geschüttelt

Mit dem Thema, das mich heute beschäftigt, habe ich mich schon oft befasst. Ich bin ein überzeugter Föderalist und Lokalpatriot. Deshalb bevorzuge ich das einheimische Gewerbe, das in und um Wetzikon hervorragende Produkte und Dienstleistungen anbietet. Wetziker Firmen, bei denen ich als Kunde König sein darf, berücksichtige ich jahrzehntelang und überaus gerne.

DachrinneVor ein paar Tagen wäre ich meinen Prinzipien aber beinahe untreu geworden. Ein mit linkischer Schrift verfasster Zettel aus unserem Briefkasten hat das um ein Haar bewirkt. Ich bin beim Lesen der wenigen Zeilen richtig gerüht gewesen, denn das Geschriebene wirkt fast wie ein Hilferuf eines in Not Geratenen. Das weckt Hilfsbereitschaft und schaltet den Verstand aus. Letzteres ist bei mir allerdings nicht ganz gelungen, weil ich neugierig und der Sache zielstrebig auf den Grund gegangen bin. Der linkische Schreiber des hier abgebildeten Zettels ist ein Mitarbeiter - vielleiccht sogar der Chef - einer stattlichen Firma aus der Region Basel. Ich weiss nicht, ob das entsprechende Unternehmen auf coronabedingte Hilfen angewiesen ist. Gegebenenfalls würde es diese aber sicher bekommen. Das klandestine Fischen in fremden Gewässern ist also nicht nötig und schon gar nicht fair.

Vor dem Nachdenken hat mich der Inhalt des Zettels gerührt. Jetzt, da ich den Hintergrund kenne, verärgert er mich. Dem hiesigen Gewerbe bleibe ich treu. Ich bin schliesslich nicht geschüttelt. Wenn Sie es auch nicht sind und den Durchblick behalten, werden Sie sicher auch nicht in die Ferne schweifen, denn das Gute (Wetziker Handwerk und Gewerbe) liegt so nah.

Nachdenken und überarbeiten

In diesen Tagen wird hitzig über die neue Gemeindeordnung diskutiert, weil diese am 13. Juni 2021 zur Abstimmung kommt. Interessanterweise gilt dabei das Interesse einzig dem „Jugendvorstoss“, der in Artikel 12 neu eingeführt werden soll.

Ich verstehe, dass man den Jugendlichen zwischen dem vollendeten zwölften und dem vollendeten achtzehnten Altersjahr mehr Einfluss gewähren will, aber ich verstehe überhaupt nicht, weshalb Erwachsenengruppen nicht das gleiche Recht zugestanden wird. Der Hinweis auf das Initiativrecht, das den Stimmberechtigten zusteht, genügt keinesfalls als Begründung. Nicht stimmberechtigte Personen können ja keine Einzelinitiative einreichen. Die ausländischen Jugendlichen sind daher im Vergleich mit ihren Eltern klar benachteiligt. Von Rechtsgleichheit kann keine Rede sein. Es ist wirklich nicht einzusehen, weshalb Erwachsene nicht ebenfalls ein Postulat einreichen dürfen und entweder eine Einzelinitiative einreichen oder ihr Anliegen abschreiben müssen. Der mit viel Primborium für Sternchen, Frauen und Männer eingerichtete Briefkasten des Parlaments hat ja nie funktioniert und daher nach kurzzeitigem Leerlauf sein sinnloses Leben bereits wieder ausgehaucht.

Es gibt genügend Gründe, weshalb man die vorliegende Gemeindeordnung ablehnen muss. Wenn das passiert - was leider keineswegs sicher ist, weil sich alle Gedanken ausschliesslich um den Jugendvorstoss drehen - erhalten Stadtrat und Parlament eine Verbesserungschance. In der neuen Vorlage können sie dann den Jugendvorstoss zu einem Bevölkerungspostulat erweitern und so die jetzt fehlende Rechtsgleichheit herstellen. Zudem empfehle ich bei einer Neuauflage der Gemeindeordnung ein Abstimmungsprozedere, das eine alternative Beschlussfassung vorsieht. Die Stimmberechtigten sollen entscheiden können, ob sie bei Annahme einer neuen Gemeindeordnung eine Fassung mit oder ohne Bevölkerungspostulat bevorzugen. Das bis dann bereinigte Verordnungswerk kann dann nicht mehr wegen einem einzigen Artikel scheitern.

 


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