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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Ambivalente Situation

Die erfreulichen Nachrichten jagen sich. Nach dem Rücktrittsversprechen des amtierenden Stadtpräsidenten beschert uns der Vizepräsident die gleiche Freude. Diese liesse sich allerdings noch mit einem weiteren wertvollen Rücktritt steigern. Der Frauenanteil müsste durch diesen zusätzlichen Wiederwahlverzicht nicht kleiner werden. Er liesse sich bei einem Neubeginn sogar noch wesentlich steigern, wenn ein paar der sich nie vordrängenden klugen Frauen zu einer Kandidatur motiviert werden könnten.

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Wählbare Frauen und Männer gibt es in jeder Gemeinde also auch in Wetzikon. Wahlwürdige Kandidatinnen und Kandidaten findet man aber nicht so leicht, weil sie sich oft bescheiden im Hintergrund halten und sich nicht bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit ins Rampenlicht stellen.

Ich hoffe, dass die Opportunistinnen und Selbstdarsteller bei den nächsten Wahlen überflügelt werden. Wetzikon braucht nämlich eine wirkliche Erneuerung. Vom neuen Wein in alten Schläuchen haben wir in den letzten Jahren viel zu viel abbekommen. Noch steht es leider aber in den Sternen, ob die Freude über die ersehnten Abgänge nach den nächsten Erneuerungswahlen ungetrübt bleibt.

Die SVP und die Drosselklappen

An der Parlamentssitzung vom 31. Mai 2021 wird unter anderem ein Postulat von SVP-Gemeinderat Rolf Müri behandelt, das in der Wetziker Bevölkerung breite Zustimmung finden dürfte. Der Postulant widmet sich den Lärmbelästigungen, die durch manipulierte Auspuffanlagen und pubertierende Fahrzeuglenker verursacht werden. Der Argumentation des Postulanten kann ich nur zustimmen. Ich möchte sie allerdings trotzdem ergänzen.

neuLärm ist ein Übel erster Güte, aber manchmal leider nicht vermeidbar. Was sich umständehalber oder aus technischen Gründen gelegentlich als nötig erweist, müssen wir tolerieren. Das ist klar. Grundsätzlich sollten aber nur die absolut betriebsnotwendigen Dezibelzahlen erlaubt sein. Überlaute Fahrzeuge, Apparate und Maschinen haben jedoch keine Existenzberechtigung. Sie sollten aus dem Betrieb gezogen und schon gar nicht mehr verkauft werden. Entsprechendes lässt sich allerdings nicht in einer kommunalen Polizeiverordnung regeln. Dafür ist das Bundesrecht zuständig. Deshalb sollten sich unsere Vertreterinnen und Vertreter im National- und im Ständerat für jede mögliche Lärmverminderung einsetzen. Das wird allerdings nicht einfach, denn die Drosselklappen-Lobby ist aggressiv und lautstark.

Ich frage mich, wie SVP-Gemeinderat Rolf Müri seine den Lärm liebenden und fördernden Parteikolleginnen und -kollegen findet, die in Bern dem unsäglichen Oberlärmer Wobmann die Lenkstange halten, wenn sich dieser immer wieder hemdsärmlig für die Freiheit des Lärm Verursachens einsetzt. Ich würde diesem Nationalrat sehr gerne ein Geschenk machen - eine Drosselklappe mit umgekehrtem Wirkungsprinzip (Lärmverminderung statt -erzeugung). Das Ding müsste er nicht einmal an seinem Motorrad anbringen. Unter der Nase, also direkt vor dem Maul, wäre es ganz sicher am richtigen Ort.

Doch kehren wir aus Bern zurück nach Wetzikon, von Werner Wobmann zu Rolf Müri. Der verdient für sein Postulat die Anerkennung aller Lärmgeplagten. Er soll dem Stadtrat jedoch bitte noch die Frage stellen, weshalb dieser das längst bekannte und oft öffentlich gerügte Problem nie angepackt hat. Sich selbst kann Gemeinderat Müri zudem fragen, ob er nicht auch gewissen SVP-Nationalräten zu etwas Vernunft und Anstand verhelfen könnte. Das liesse sich schriftlich und an den sicher bald wieder einmal coronafreien SVP-Veranstaltungen tun.

Zweimal geimpfter Risiko-Patient

HuberWenn der Wetziker Chef-Choleriker Max Huber zuschlägt, macht er das gründlich und undifferenziert. Polemik ist sein Markenzeichen. Platz für seine Ergüsse stellt ihm der Zürcher Oberländer jederzeit reichlich zur Verfügung.

Übertitelt mit „Keine Impfungen mehr durch Ärzte im Zürcher Unterland wegen Mehraufwand“ ist im Zürcher Oberländer vom 17. Mai 2021 das neuste Glanzstück des impulsiven Schreiberlings erschienen. Nach einem Rundumschlag gegen die Regierung widmet sich der Leserbriefschreiber jenen Ärzten, die nicht mehr gegen Covid impfen. Sie sollen seiner Meinung nach den Beruf aufgeben, weil sie für diesen nicht geeignet seien.

Seine polemischen Anwürfe mildert Huber mit einem sicher verdienten Kompliment für seinen Hausarzt, bei dem er sich als Risikopatient bereits impfen lassen konnte, was sicher nötig gewesen ist, weil Choleriker erfahrungsgemäss einen sehr hohen Blutdruck haben.

Am Tag, an dem dieser Beitrag verfasst wird, bekommen meine Frau und ich unsere zweite Impfung, notabene bei unserer Hausärztin, der auch wir ein grosses Kompliment machen können. Das hat sie sich nicht nur mit Impfen verdient, denn sie leistet unglaublich viel für ihre Patientenschar, obwohl sie - wie alle Hausärztinnen und Hausärzte - vom TARMED ungerecht behandelt wird. Dessen tarifliche Limitierungen bewirken nämlich, dass die gute Patientenversorgung oft nur mit nicht oder nicht ausreichend fakturierbaren ärztlichen Leistungen sichergestellt werden kann. Das gilt selbstverständlich auch für die Ärztinnen und Ärzte im Zürcher Unterland. Wenn diese im Wissen, dass es jetzt genügend Impfstellen gibt, aus organisatorischen, infrastrukturellen oder sogar finanziellen Gründen auf das weitere Impfen verzichten, verdienen sie Verständnis und keinesfalls polemische Schelte. Das müsste auch der Hochrisiko-Leserbriefschreiber zur Kenntnis nehmen. Wenn er sich ehrlich bemüht, fällt ihm für den nächsten Leserbrief sicher auch einmal etwas Positives ein. Es muss ja nicht unbedingt ein Bericht über Hunde im Schwimmbad sein…


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