SALUZER Der BLOG
Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

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- Peter-Jürg Saluz
Wenn man die Worte «Zeitenwende» oder «Brandmauer» hört, wird man nachdenklich. Ich will mich heute aber nur mit der neuen Bedeutung der Brandmauer befassen, obwohl ich die Brandmauer in meinem eigenen Haus besser kenne.
Ich hatte in der letzten Nacht wieder einmal einen üblen Traum. Ein ehemaliger Bundesrat, den man den schrecklichen Ueli nennen könnte, hat – inspiriert von seiner Gesinnungsgenossin Alice Weidel – eine neue Partei, die AFDS, gegründet. Die Alternative für die Schweiz will unser Land umkrempeln und die demokratischen Rechte des Volkes drastisch beschneiden. Die Schwurbler und Corona-Treichler sollen die Regentschaft übernehmen und im schlimmsten Fall Ueli dem Schrecklichen ein Comeback ermöglichen.
Wie gesagt – ich habe geträumt und mich – mindestens vorerst – unnötig erschreckt. Allerdings ist der üble Traum nicht folgenlos geblieben. Er hat mich nämlich auf die «Brandmauer» gebracht.
Wenn ich – was ich schon oft getan habe – die Schweiz mit Deutschland vergleiche, stelle ich zu meiner Erleichterung fest, dass die AFDS nie eine Mehrheit im Bundesrat erreichen und auch den Ständerat und den Nationalrat nie dominieren könnte. Unsere Demokratie ist der deutschen haushoch überlegen, denn Koalitions- und Monopolregierungen kennen wir nicht. Wir müssen daher auch keine Brandmauern aufbauen und können politische Fragen mit dem Kopf entscheiden.
Wenn es eine AFDS gäbe und diese wundersamerweise eine gute Idee hätte, könnte man diese durchaus unterstützen. In mentale Gefangenschaft würde sich damit niemand begeben, und eine Koalitionsregierung gibt es nach Schweizer Recht ja nicht.
Die einzige Gefahr, der auch wir Schweizerinnen und Schweizer ausgesetzt sind, manifestiert sich bei Abstimmungen, wenn mit immensem Kapitaleinsatz etwas erreicht werden soll, das den Interessen der Bevölkerung zuwiderläuft. In solchen Fällen hilft nur die Vernunft. Auf sie können wir aber setzen, weil der Verstand der Stimmberechtigten in aller Regel, wenn auch nicht immer, funktioniert.
Ich glaube, dass man in Einzelfragen sogar mit extremen Parteien die Ansichten teilen und gleiche Empfehlungen abgeben darf. Kritisch sollten wir ohnehin bei jeder Abstimmung sein.
Wer nicht dieser Meinung ist, soll beim Schaffhauser Schwabentor lesen, was dank Arnold Oechslin seit 1935 am Schlussstein des nördlichen Torbogens prangt. Mit der Dialektaufforderung «Lappi tue d’Augen uf!» wird jeder Narr aufgefordert, die Augen offen zu halten. Das ist besonders im politischen Alltag und in der heutigen Zeit eine sehr befolgenswerte Aufforderung.
PS Wer sich am vermeintlich überflüssigem "n" im Titel und im Text stört, soll bitte die Originalinschrift beachten.
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- Peter-Jürg Saluz
In meiner Pubertät, also in einer Zeit ohne Durchblick und Lebenserfahrung, habe ich oft nachgeplappert, wenn mir etwas logisch und vertretbar erschien. Deshalb bin ich auch Christoph Blocher manchmal unkritisch begegnet, was eigentlich ziemlich verständlich ist. Pubertierende gehören ja noch immer zur Entourage des «Oligarchen» und sind gerne seine Claqueure. Meiner damaligen Papageienrolle bin ich glücklicherweise seit Jahrzehnten entwachsen. Erinnern kann ich mich aber schon noch und schämen auch.
Wir haben damals Andersdenkenden häufig den Ruf «Moskau einfach!» entgegengeschleudert und angenommen, dass die damit Bedachten die verbale Strafe verdient hätten.
Wenn ich an damals zurück und ebenfalls an das Wort «Oligarch» denke, komme ich ins Phantasieren. Wütig werde ich dabei ebenfalls.
Da will doch ein Multimillionär eine irre Summe in die Kastration der bewährten Schweizer Neutralität stecken und das Zusammengestutzte in der Verfassung festschreiben, damit die Fehler nie mehr korrigiert werden können.
Wenn ich an das schändliche Vorhaben denke, kommt mir «Moskau einfach!» wieder in den Sinn. Ich stelle mir dann vor, dass der Amputierer der bewährten Neutralität in eine herrschaftlich eingerichtete und von Putin bereitgestellte Datscha ziehen könnte, wenn die Putin Freude machende Zerstörung der bewährten Schweizer Neutralität gelänge. Das Bild, das ich dabei vor den Augen habe, kann ich Ihnen dank ChatGPT sogar zeigen. Erschrecken Sie deswegen aber nicht.
Wir Schweizer Frauen und Männer lassen uns doch nicht kaufen, und amerikanisch trumpdumm sind wir ja auch nicht. Am 27. September 2026 können wir das mit einem
NEIN ZUR «NEUTRALITÄTSINITIATIVE»!
beweisen.
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- Peter-Jürg Saluz
Normalerweise veröffentliche ich hier keine Werbetexte. Weil ich von einem Unternehmen sehr begeistert bin, mache ich heute aber wieder einmal eine Ausnahme.
Das Texten kann ich mehrheitlich der Firma überlassen, die hier gelobt wird. Lesen Sie auszugsweise, was das Unternehmen in einem Werbeflyer schreibt:

Nachtragen will ich einzig, dass meine Frau und ich seit einigen Monaten sehr zufriedene spusu-Kunden sind. Wir schätzen es, dass uns „echte“ unseren Dialekt verstehende Menschen beraten, die jederzeit telefonisch, per WhatsApp oder per Mail direkt erreichbar sind. Die überaus attraktiven Preise spusu-Preise schätzen wir natürlich ebenfalls.
