SALUZER Der BLOG
Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

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- Peter-Jürg Saluz
Knappheit macht kostbar. Das zeigt sich bei «Seltenen Erden» und bei vielem, das wir brauchen.
Die Zahl der Menschen, die ich zu meinem Freundeskreis zähle, wird schicksals- bzw. altersbedingt und auch aus anderen Gründen immer kleiner. Man kann daher von einer Knappheit an Freundschaften sprechen und daraus eine logische Schlussfolgerung ziehen.
Ja, es ist wahr: Die Freundschaften, die ich pflegen darf und noch pflegen kann, werden immer kostbarer. Wie Früchte in der Sonne sind sie in der Aura von Treue und Verlässlichkeit gereift. Je älter ich werde, desto näher kommt das Ende der Erntezeit. Daher will ich, solange es noch geht, aus dem Vollen schöpfen, die wirklich wertvollen Kontakte pflegen und mich von längst faulig Gewordenem trennen.
Wahre Freundschaften haben sich bewährt und bewähren sich noch immer. Gemeinsame Erinnerungen, gemeinsam gemeisterte Prüfungen und Ideen für die noch immer bestehende Zukunft sind ein Band, das zusammenhält, schicksalsbedingt aber auch ganz abrupt reissen kann.
Wer das alles bedenkt, wird die ihm verbliebenen Freundschaften hegen und pflegen. Und er wird sicher auch nicht vergessen, den wahren Freunden hin und wieder für ihre Treue und Verbundenheit zu danken.
Dass wir uns an den Pflanzen in unserem Garten erfreuen können, verdanken wir nicht zuletzt auch der Pflege, die wir ihnen angedeihen lassen. Deshalb wollen wir nicht vergessen, dass gute Freundschaften zarte Pflanzen sind.
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- Peter-Jürg Saluz
Meine Frau und ich leben – was uns in der heutigen Zeit leicht fällt – recht bescheiden. Etwas Luxus gönnen wir uns aber schon. Gutes Essen und guter Lesestoff sind uns wichtig. Deshalb leisten wir uns einige Abonnements von Tageszeitungen und spezielle Periodika. Mit Nahrung für den Magen und für den Kopf sind wir immer bestens versorgt.
Ich habe mir trotzdem überlegt, was ich bei einem kurzzeitigen Ausbleiben der Tageszeitungen tun würde. Eine Internet- oder Zustellstörung kann schliesslich jederzeit einmal eintreten.
Seit unsere Homepage einmal lahmgelegt worden ist, weiss ich, wie wichtig Hardkopien unserer Internetseiten sind. Daher ist jeder von mir verfasste Text auch bei unterbrochener Internetverbindung greifbar. Ich könnte deshalb beim kurzfristigen Ausbleiben fremder Texte auf meine eigenen Elaborate zurückgreifen.
Daran zu denken, finde ich spannend. Ich stelle mir nämlich die Frage, was das für mich für Konsequenzen hätte. Gefühle von Scham über Stolz bis hin zur Belustigung – alles ist denkbar.
Ich würde daher einzelne Texte sofort und beschämt löschen, andere wiederum voller Stolz unverändert belassen und das Belustigende noch einmal überarbeiten und mit weiteren oder besseren Pointen neu garnieren. Dass sich mein Schreiben auch für mich selbst lohnt, wäre dann in jedem Fall bewiesen.
Was denken Sie, wie mein Fazit lautet? – Ich schreibe weiter, so lange ich noch kann.
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- Peter-Jürg Saluz
Wer den Ausdruck «Lügenpresse» verwendet, verdient Verachtung. Es sei denn, er sei Schweizer und habe das Blatt im Visier, das diese Bezeichnung tatsächlich verdient. Die Zeitung, deren Chefredaktor ich hier kritisiere, wird aber sicher niemand so titulieren.
Ich bin seit Jahrzehnten ein dankbarer Medienkonsument und lese regelmässig mehrere Tageszeitungen. Auf diese Art halte ich mein Wissen aktuell und nicht selten auch meinen Adrenalinspiegel hoch.
Beim Lesen der NZZ vom 4. Juli 2026 habe ich mich wieder einmal fürchterlich geärgert. Der Chefredaktor dieser Zeitung, der auf mich längst nicht wie ein klarer, objektiver Denker wirkt, hat auf der Titelseite des Blattes einen Artikel mit dem fetten Titel «Industriemuseum Deutschland» veröffentlicht und mich schon mit der Einleitung zu seinem Pamphlet geärgert. Ich will Ihnen die einleitenden Zeilen nicht vorenthalten. Sie haben folgenden Wortlaut:
«Der Staat versagt und ist doch übergriffig. Die Infrastruktur verkommt, zugleich wird die Industrie mit Vorschriften stranguliert. Die mutlose Koalition findet keinen Ausweg aus der Misere.»
Ich habe mir spontan überlegt, was herauskäme, wenn man den NZZ-Chefredaktor nach dessen eigenen Kriterien in einem Leitartikel «würdigen» dürfte. Eric Gujer hätte an einem entsprechenden Text, der für ihn ein «Leidartikel» wäre, bestimmt keine Freude.
Weil ich die Deutschen mehrheitlich schätze und achte, will ich – durchaus auch im Interesse der Schweiz – , dass es der Bevölkerung unseres Nachbarstaates gut geht. Deshalb wünsche ich der amtierenden Regierungskoalition Erfolg und Kontinuität, obwohl auch ich Optimierungsbedarf beim Koalitionsprogramm sehe.
