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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Sich Sorgen machend hoffnungsvoll bleiben

Sich Sorgen machen und doch hoffnungsvoll bleiben, kann man das? Ich will es versuchen. Die gegen das Covid-Gesetz gerichtete Kampagne macht mir Sorgen, denn sie ist raffiniert gemacht. Da sie nur plakative Behauptungen und keine Argumente verwendet, kann man sich mit ihr kaum fundiert auseinandersetzen. Besorgt bin ich ausserdem, weil die guten Argumente, die zahlreich für das Covid-Gesetz sprechen, gar nicht unter die Leute kommen. Wer als kluger Mensch für das Gesetz stimmen wird, darf jetzt nicht still bleiben und sich vor allem nicht sicher fühlen. Ein erfreuliches Umfrage-Ergebnis garantiert noch gar nichts. Es mobilisiert aber die Gegenseite und ist deshalb brandgefährlich.

Ich muss an dieser Stelle nicht aufzählen, weshalb das Covid-Gesetz wichtig ist. Wer das noch nicht weiss, kann sich mit dem nächstens eintreffenden Abstimmungsbüchlein orientieren, das via Internet bereits jetzt erhältlich ist.

Eigentlich bleibt nur noch zu erklären, weshalb ich trotz meiner Sorgen über die apathisch wirkenden Befürworterinnen und Befürworter des Covid-Gesetzes hoffnungsvoll bin. Es ist die Klugheit der Schweizerinnen und Schweizer, die mich hoffen lässt. Wenn - wie schon oft an Urnenabstimmungen - die Intelligenz siegt, wird das wichtige Covid-Gesetz seinen Nutzen weiterhin entfalten.

Covid 18 10 A

Obwohl ich nicht Erwin Kessler heisse

TierquäleinrichtungIn einer Zeit, in der wir von schlechten Nachrichten überrollt werden, gibt es doch hin und wieder auch Erfreuliches. Der soeben in der Zeitung gelesene Satz „Die Produzentengruppe Schweizer Bergheimat will die Mitglieder des Knospe-Labels dazu bewegen, künftig von der Enthornung ihres Viehs abzusehen.“ verkündet etwas Positives. So erfreulich die Absicht ist, so selbstverständlich müsste das Vorhaben allerdings sein.

Das „Konfektionieren“ von Tieren jeder Art ist eine niederträchtige Perversion. Ob man Hunde quälend verunstaltet oder Kühe ihrer Hörner beraubt, macht für mich keinen Unterschied. Ich bin froh, wenn jedes Lebewesen geachtet und gehegt wird. Deshalb freut es mich, dass auch der Bauernstand dazu lernt, und noch mehr freuen mich die Landwirte, die keinen tierschützerischen Bildungsbedarf haben, weil ihnen das Tierwohl seit eh wichtig ist.

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder böse reagiert, wenn ich auf Gemeinheiten aufmerksam geworden bin. Dass Kühe einen Stromschlag erhalten, sobald sie im Stall nicht ganz richtig stehen, wenn sie ihren Fladen fallen lassen, ist so etwas Niederträchtiges. Die zynische Bezeichnung „Kuhtrainer“ für das Martergerät macht die Sache nur schlimmer.

Was mir vor Jahren begegnet ist, übertrifft den „Kuhtrainer“ bei weitem. Ich habe in Graubünden eine Kuh gesehen, die einen Metallhelm mit einer Art Antenne tragen musste. Von diesem Helm aus hat man zwei leitfähige Drähte in die Nasenlöcher geführt. Das Folterwerkzeug sollte jedes Mal, wenn die Kuh dem Weidezaun nahe kam, einen starken, schmerzhaften Stromschlag auslösen. Ich habe mit einer Strafanzeige reagiert und auch einen Stoss erhalten. Die Staatsanwaltschaft liess mir eine „Nichtanhandnahme-Mitteilung“ zukommen, weil der „Kuh-Antennenhelm“ vom zuständigen Kantonstierarzt als zulässig und nicht quälerisch eingestuft worden ist.

Ich bin mit dem jüngst verstorbenen Tierschützer Erwin Kessler bei weitem nicht immer einverstanden gewesen. Weil ich sicher kein Anti-Semit bin, konnte ich ihm zum Beispiel dann nicht folgen, wenn er mit dem unsäglichen Leid in den Konzentrationslagern Vergleiche angestellt hat. Trotzdem anerkenne ich, dass man gegen Tierquäler mit verbalen Kanonen und nicht mit Spritzpistolen vorgehen muss. Wer Tiere aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen quält, ist in jedem Fall ein Grobian. Das bekommt man auch drastisch zu spüren, wenn man sich gegen ihn wendet. Davon könnte ich jedenfalls ein Lied singen.

Mit dieser Feststellung möchte ich diesen Text aber nicht abschliessen. Das Ende soll hoffungsvoll sein. Ich stelle mir daher – Utopie hin oder her – einfach vor, dass es auch in der Landwirtschaft einmal keine Tierquäler mehr gibt, weil wir die unangenehmen Zeitgenossen mit Hilfe verschärfter Gesetze enthornen können.

 

Superkuh 

Nachtrag:

Nachdem ich diesen Text verfasst habe, wollte ich auf einem herbstlichen Spaziergang glückliche Tiere entdecken. Sehen Sie selbst, warum mir das misslungen ist:

 

Nasenquälding

Zukunftsängste lassen sich mildern

Zukunftsängste2Der überhitzte Immobilienmarkt ist in den Medien ein häufig behandeltes Thema. Mit etwas Innovationsgeist liessen sich die damit verbundenen Ängste aber mindern. Dazu müsste man erst einmal die bestehenden Hypothekar-Modelle überprüfen und mit einer neuen Variante ergänzen. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder für die Reaktivierung der „Annuitäten-Hypothek“ plädiert. Eine solche startet auch in einer Tiefzinsphase mit einem Jahreszins von 5 %. Die Differenz zwischen dem tatsächlich vereinbarten Zins und dem in Rechnung gestellten Zins wird dem Hypothekarschuldner laufend gutgeschrieben und am Ende der Laufzeit einer Festhypothek zur zusätzlichen Amortisation verwendet. Unter solchen Bedingungen kauft niemand eine Liegenschaft, der die jährliche Belastung von 5 % nicht tragen kann. Wenn man die 5 % nur als kalkulatorischen Wert für die Berechnung der Belastungsgrenze verwendet, erzielt man keinen Nutzen. Beim aktualisierten Annuitäten-Modell profitieren hingegen der Schuldner und die Bank, und die Angst vor dem Platzen einer Immobilienblase wird kleiner.

Ich habe kürzlich angeregt, dass eine Journalistin oder ein Journalist bei Stadler Rail abklären sollte, ob Zugskompositionen zur Stromgewinnung mit Solar-Dächern ausgestattet werden könnten. Jetzt wäre es schön, wenn jemand von der recherchierenden Schreiberzunft mit Bankfachleuten über ein neues Hypotheken-Modell sprechen würde. Mein Wunsch geht aber noch weiter. Ich wünsche mir, dass möglichst viele still gehegte Ideen ans Tageslicht kommen, denn die Zukunft meistern wir mit Innovationen und nicht mit endlosen Demonstrationen.


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