SALUZER Der BLOG
Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

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- Peter-Jürg Saluz
Wer Lärm nur nach der Dezibelzahl bewertet, macht sich selbst und anderen etwas vor. Was den Lärm verursacht, ist für das Empfinden mindestens so relevant.
Wer spielenden Kindern mit einem Schallpegelmessgerät nachsteigt, wird Höchstwerte feststellen, gleichzeitig aber auch bemerken, dass die Geräusche überhaupt nicht störend sind. Fröhliche Kinderstimmen und Spielgeräusche tun der Seele gut – in der heutigen Zeit ganz besonders.
Es gibt indessen auch Geräusche, die sich trotz geringer Dezibelzahl nervenbelastend auswirken. Wenn ein Lastwagen rückwärtsfährt, hört man ein solches Geräusch. Es ist eine nützliche Warnung und in der Regel von kurzer Dauer, also ebenfalls unproblematisch. In meinem Wohnquartier muss man sich dieses Geräusch aber seit Wochen alltäglich stundenlang anhören. Daher ist es, obwohl leise, absolut unerträglich.
Geräusche, die man unabhängig von ihrer Lautstärke als unerträglich empfindet, machen mich aggressiv. Ich möchte dann am liebsten.…
Die negativsten Gefühle weckt bei mir jeder vermeidbare Lärm, der zum Beispiel von einem überlauten Rasenmäher oder von einem der verdammenswerten Laubbläser verursacht wird. Mein Zorn lässt sich aber noch steigern, wenn ein Auto- oder Töffposer die Drosselklappe seines Vehikels "freischaltet", damit man merkt, wer angekommen ist.
Dass jetzt endlich die Feuerwerksknallerei eingedämmt worden ist, freut mich sehr. Meiner Meinung nach muss die Lärmbekämpfung aber intensiviert und ausgedehnt werden. Die Formel ist einfach: Ein Fahrzeug, eine Maschine oder ein Werkzeug darf nicht mehr Lärm verursachen, als für seinen Betrieb erforderlich ist. Zudem brauchen wir eine klar definierte Nachrüstungspflicht, damit mögliche Lärmverminderungen auch während der Betriebszeit realisiert werden.
An sich bin ich kein Freund von zu vielen Gesetzen und Regelungen. Weil Vernunft und Rücksichtnahme immer rarer werden, geht es vermutlich aber nicht ohne restriktivere Vorschriften. Was man leider auf keine Art verordnen kann, nennt sich Toleranz. Zu empfindlich dürfte aber niemand sein.
Ich habe in meiner Jugend in unmittelbarer Nähe eines grossen Schulhauses gewohnt und akustisch jede Pause mitbekommen. In meinem Umfeld ist der Pausenlärm nie als störend empfunden worden. Das wahre Leben ist halt eben doch schöner als die Totenstille.
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- Peter-Jürg Saluz
Dass mich die deutsche Politik interessiert, habe ich hier schon oft kundgetan. Alexander Dobrindt, der Bundesminister des Innern der Bundesrepublik Deutschland, findet derzeit – bedingt durch die Aktualitäten – zwangsläufig meine besondere Aufmerksamkeit. Mich fasziniert seine Rhetorik, die sich in hektischen Zeiten als erstaunlich effizient erweist. Wenn der Mann episch lange und mit Wortschlaufen – Trump-würdig, möchte man fast sagen – längst Verstandenes wieder und wieder erklärt, wirkt das einschläfernd und damit beinahe beruhigend.
Obwohl ich nicht besserwisserisch sein möchte, würde ich Dobrindt gerne einmal das Wort «hybrid» erklären. Es hat, dem Vernehmen nach, seinen Ursprung im Lateinischen und wurde ursprünglich für Mischling oder Bastard verwendet.
Wer in Synonym-Wörterbüchern nachschaut, findet für «hybrid» unter anderem folgende Begriffe: Mischung, gemischt, kombiniert, zusammengesetzt, gekreuzt (Biologie), interdisziplinär (Wissenschaft), polyvalent (mehrdeutig / vielseitig), zwitterhaft (umgangssprachlich)
Nun sind meine Ausführungen bereits so langfädig und umständlich wie eine Dobrindt-Erklärung geworden. Ich muss sie deshalb auf den Punkt bringen: Den Dritten Weltkrieg, der nach meinem Empfinden längst ausgebrochen ist, kann man mit Fug und Recht als hybriden Krieg bezeichnen. Der Angriff mit einer Einzeldrohne ist – ausser wenn das Fluggerät über zwei Antriebssysteme verfügt – keineswegs hybrid.
Wenn Sie sich jetzt fragen, warum ich um Dobrindt und seine teilweise hybriden Worte so viel Aufhebens mache, kann ich das leicht erklären. Meine kleinliche Kritik entspricht etwa dem, was Mitglieder der deutschen Bundesregierung derzeit ertragen müssen. An ihnen wird gegenwärtig ständig herumgekrittelt, während die AfD, begleitet von frenetischen Hurrarufen, in die Wahlkämpfe schreiten kann.
Da ich Schweizer und nicht Deutscher bin, muss ich kein Fan der Merz-Regierung sein. Als aufmerksamer Beobachter der Geschehnisse weiss ich jedoch, dass ein Schulterschluss mit den Regierungsparteien dringend nötig ist.
Als Gesamtpaket hat die aktuelle Koalitionsregierung bisher noch nicht überzeugt. Zu viele Ankündigungen sind bislang unrealisiert geblieben. Trotzdem glaube ich, dass noch vieles erreicht werden kann und auch erreicht wird. Das fehlende Charisma des Kanzlers und einiger Mitglieder seines Kabinetts darf darüber nicht hinwegtäuschen.
Einigkeit ist das Gebot der Stunde. Denn die hybride Auseinandersetzung mit Putin, Trump, Weidel und Wagenknecht verlangt nach starken Leitplanken, die durchaus „einstärkig“ sein können und nicht hybrid sein müssen.
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- Peter-Jürg Saluz
Wenn ich mit klugen Menschen diskutieren und von ihrer Intelligenz und ihrem Wissen profitieren kann, empfinde ich das immer als sehr bereichernd. Von vielen Gründen ist das übrigens auch einer, weshalb ich so gerne viel Zeit mit meiner Frau verbringe.
Unter den genannten Voraussetzungen mag ich auch Männergespräche sehr gerne, allerdings ohne dass man sich gegenseitig Intimstes anvertraut. Mein letztes Gespräch dieser Art hat sich tatsächlich um das Thema „Intelligenz“ gedreht. Dazu wusste mein Gesprächspartner Interessantes beizusteuern. Der Mann hat nämlich im Zusammenhang mit einer Berufung schon einmal einen anspruchsvollen Intelligenztest absolviert und ist glücklich gewesen, dass ihm anschliessend ein absolut überdurchschnittlicher IQ attestiert worden ist.
Erwähnt haben wir im Verlauf unseres Gespräches, so unwahrscheinlich das klingen mag, auch die Intelligenz des Möchtegern-Sonnenkönigs von Washington. Wir erinnerten uns an dessen Feststellung, bei ihm sei kein IQ festgestellt worden, obwohl er sich nicht gegen Corona habe impfen lassen.
Zur Intelligenz des alten Mannes mit den vergilbten Haaren ist uns noch mehr eingefallen. Vor allem sind wir der Ansicht, dass diese gar nicht vorhanden ist, obwohl skrupellose Gier und Rechthaberei auf den ersten Blick fast wie Intelligenz wirken.
Die Intelligenz breiter Volksschichten hat uns natürlich ebenfalls interessiert. Bei uns ist sogar der Gedanke an Massenscreenings aufgekommen. Den haben wir aber sofort wieder verworfen, weil die vorhandene oder fehlende Intelligenz etwas sehr Persönliches ist und nur bei im Rampenlicht stehenden Personen (ich schreibe absichtlich nicht „Persönlichkeiten“.) allgemein interessieren darf.
Massenscreenings wird es allerdings auch ohne unser Dazutun immer wieder einmal geben. Nächstens beispielsweise am 6. September in Sachsen-Anhalt. Wenn dabei dann ein absolut unterdurchschnittlicher IQ ermittelt wird, lässt sich dieser nicht durch Bildung erhöhen. Die Erfahrungen aus sieben schrecklichen Jahren könnten aber später einmal wirken und das Bibelwort wahr machen, wonach auf sieben magere Jahre sieben fette Jahre folgen, wenn es für Letzteres dann nicht zu spät ist.
Dass der unterdurchschnittliche Intelligenzquotient, der an den Urnen bei den beiden Trump-Wahlen festgestellt worden ist, am 3. November 2026 bei den Midterms etwas angehoben wird, ist nicht ganz auszuschliessen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt!
Für Sachsen-Anhalt habe ich vorerst allerdings keine Hoffnung mehr. Alle fürchterlichen Dinge werden wohl nicht mehr zu verhindern sein. Ich bin froh, dass ich als echter Schweizer in der Schweiz leben darf, denn so, wie unsere Demokratie strukturiert und organisiert ist, sind wir keiner Partei hilflos ausgeliefert.
