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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Schädlinge in Pole Position

Narzissten und Egozentriker, die der Macht und dem persönlichem Profit nachjagen, hocken nicht nur in Organisationen, die es durch Korruption weltweit in die Schlagzeilen schaffen. Überall stossen wir auf sie. Überall richten sie Schaden an, der oft nicht auf Anhieb erkennbar, dafür langfristig umso schmerzlicher ist. Leaderfiguren, die mit schauspielerischem Talent Engagement zugunsten der Allgemeinheit mimen, führen ihre Anhänger hinters Licht und tragen zum fortschreitenden Vertrauensverlust der Massen bei. Gross wirkt sich der Schaden aus, wenn die Politik betroffen ist. An den Schalthebeln des Geschehens, wo übergeordnete Entscheide gefällt werden, sind Schädlinge in Menschgestalt besonders verbreitet. Gut getarnt und auf ihr eigennütziges Ziel fokussiert, warten sie in Pole Position, bereit loszulegen, sobald sie ihren eigenen Vorteil wittern. Sie sind nicht nur lästig, sie können auch gefährlich werden. Ein effizientes Mittel gegen sie besteht einzig in der Früherkennung. Danach ist es meistens zu spät, und es gibt kein wirksames Eingreifen mehr. Wir sind Meister im Erlangen von umfassendem Wissen und ausgefallenen Fertigkeiten. Wir trainieren unser Hirn in abstraktem Denken. Allein etwas fällt uns schwer: das Naheliegende wahrzunehmen und richtig zu deuten. Zu erkennen, dass im vermeintlich Vertrauten oft die grösste Bedrohung lauert.

Differenziertheit in Ehren

Wir können die Welt, was sich auf ihr bewegt und passiert, wohlwollend unkritisch durch einen rosa getönten Filter betrachten. Oder wir nehmen sie in ihrer ungeschönten Wirklichkeit und Originalfarbe wahr, düster, grausam, ungerecht und unverbesserlich. Reizvoll und abschreckend, beides trifft zu. Die Frage ist nur, wie und wonach wir uns orientieren und ob wir uns selber richtig verorten. Im hellen oder im dunkeln Bereich? Oder überall gleichzeitig? Die ausgewogene Sicht ist nicht leicht zu erlangen, erfordert sie doch Flexibilität. Unbestimmtes, Wechselhaftes und Abweichendes bereitet uns Mühe. Wir mögen es klar und eindeutig. Differenzierung in Ehren, aber unser Denken kommt besser ohne sie aus. Einfachheit im Denken garantiert Übersicht und Ordnung. Auch wenn Übersicht und Ordnung nur Einbildung sind. Alles beginnt im Kopf, deshalb endet auch alles wieder im Kopf. Die Odyssee ins Reich der fantastischen Gewissheit, wird sich dann gelohnt haben, wenn der Kopf auch Ungewissheit verkraften wird.

Eigennützig uneigennützig

Wenn rampenlichtlüsterne Miniberühmtheiten ihre Humanität entdecken, wird mir frostig ums Herz. Dasselbe gilt, wenn aus den Schlagzeilen verschwundene Zweitklassprominente plötzlich uneigennützig Gutes tun. Ich weiss dann nämlich - und jeder weiss es - sie tun es für sich und für mehr Aufmerksamkeit. Fleissig spielen sie auf der Klaviatur der Selbstvermarktung. Der Wunsch nach Öffentlichkeit ist stärker als alles, was sonst ihren Charakter prägen könnte. Diesem Wunsch folgend sind sie zu allem bereit. Einzig im Zentrum zu stehen ist zentral. Der Rest ist Zierde, Zufall, Einerlei.


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