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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Sprachliche Abgründe

Der Sprengkörper des Typs GBU-43B Massive Ordnance Air Blast (MOAB) mit dem verstörenden Namen „Mutter aller Bomben“, erinnert mich an das Monumentalwerk „Der König aller Krankheiten“, in dem Siddharta Mukherrjee die Geschichte der Menschheitsgeissel Krebs beschreibt. Mutter und König stehen sinnbildlich für Superlative menschlichen Leids, was zu einer völlig neuen Bedeutung zweier vertrauter Begriffe führt. Die „Mutter aller Bomben“ ist dieser Tage erstmals von den Amerikanern eingesetzt worden. Den Berichten zufolge hat sie in Afghanistan ein Tunnelsystem des IS zerstört und 36 Mitglieder der Terrororganisation getötet. Was der „König aller Krankheiten“ anrichtet, wissen wir leider zur Genüge. Metaphern sollen das Extreme, Ultimative und nicht zu Überbietende einer Wirkung ausdrücken. Bildhaftigkeit der Sprache ist wie das Gewürz in der Speise. Unter den Kriegsmitteln ist die neuartige Bombe, was der Krebs unter den Krankheiten darstellt. So lesen sich Schreckensmeldungen besser, auch wenn sie uns eigentlich zum Innehalten veranlassen müssten. Solche Metaphern sind Sprache gewordener Populismus und verleiten zu einer vereinfachten Sicht. Blasphemisch anmutende Umdeutungen lösen falsche Empfindungen aus. Eine Krankheit kann kein König und eine Bombe kann keine Mutter sein.

PEP

Wollen Sie wirklich wissen, wofür das Kürzel steht? Für vieles, um es gleich vorweg zu nehmen. Ich beschränke mich hier aber auf den Ort, für den es steht, obwohl es für ihn am wenigsten stehen dürfte. Wo Lustigkeit angesagt und Tristesse geboten wird. Für „Comedy Swiss Made“, denn die macht traurig. PEP hat nichts mit pfefferscharfer Rhetorik und schon gar nichts mit Scharfsinn zu tun. Von Rassigkeit keine Spur, hingegen herrscht PEINLICHKEIT PUR. Damit ist gesagt, was schwerfällig gedeichselter Vulgär-Humor auslösen kann, vor allem bei Menschen, die lachen möchten, denen man aber das Lachen im Hals blockiert. Die Schweiz hat viel Gutes hervorgebracht, doch zum Lachen muss sie auswärts gehen…

Das hat sehr wohl mit dem Islam zu tun

„Das hat nichts mit dem Islam zu tun!“ Immer wieder werden Terroranschläge radikalisierter Muslime mit diesen Worten kommentiert. Man mag es gar nicht mehr hören. Nicht, weil davon auszugehen ist, dass die Mehrheit der Muslime hinter solchen Anschlägen steht, sondern weil man sich verbindlichere Statements wünscht. Wo im Namen Allahs getötet wird, muss doch ein Zusammenhang mit dessen Glaubenslehre bestehen. Die „Erklärung des Nichtbeteiligtseins“ seitens islamischer Persönlichkeiten, wie z. B. des Genfer Imams Hani Ramadan („Geistige Brandstifter“ von Kurt Pelda, Tages-Anzeiger 12. April 2017) ist ungenügend und schürt jenes Misstrauen, das unnötig Schaden anrichtet. Der rechtschaffene Islam müsste sich einer Reformation unterziehen, um sich von seinen destruktiven Kräften zu befreien. Was der Papst bereits vor drei Jahren tat, als er in Kalabrien die Mitglieder der Ndrangheta exkommunizierte, sollten sich Imame weltweit zum Vorbild nehmen, indem sie gewaltbereiten Djihadisten das Recht auf Religionszugehörigkeit absprechen. Solange Mörder im Namen Allahs nur verwarnt oder pro forma verurteilt werden, hat ihr Terror leider sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun!


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