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SALUZER Der BLOG

Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

SALUZER Der BLOG Final

 

Kein April-Scherz

Hier trifft die im Titel enthaltene Feststellung zu, denn in diesem Jahr verzichte ich auf einen publizistischen Gag. Was man im Tages-Anzeiger, im Zürcher Oberländer oder bei Tele Züri verabreicht bekommt, genügt durchaus. Zudem soll ein Blogbeitrag ja mehr als einen Tag überdauern. Die schlimmsten Gags tun das schliesslich auch. Ich habe das am 17. Februar 2017 beim Tagi-Lesen auf fast mystische Art und Weise erlebt. Die für Tier- und Zoofreunde traurige Schlagzeile „Orang-Utan-Dame Lea im Zoo Zürich eingeschläfert“ hat damals eine spezielle Eigendynamik entwickelt und mir beim weiteren Lesen der Zeitung zu einem sich selbst schreibenden Leserbrief mit folgendem Wortlaut verholfen:

„Eine ganze Reihe von Flops. Der Bund plant, die Kantone bei Baubewilligungen ausserhalb der Bauzonen weniger einzuschränken. Der Bundesrat will die Dokumente zu öffentlichen Beschaffungen geheim halten. Zersiedeln leicht gemacht. Leibstadt geht wieder ans Netz. Der Finanzkontrollchef bedauert Irrtum ohne Not. Auftragsvergabe mit „Gschmäckle“. Veloglocken verschwinden.

Der sich bei Verwendung von Schlagzeilen selbst schreibende Leserbrief müsste (leider!) noch lange nicht enden. Er soll es aber trotzdem tun und mit der traurigen Feststellung „Orang-Utan-Dame Lea eingeschläfert!“ schliessen. Zurück bleibt dann nur die betrübliche Erkenntnis, dass die wirklich grossen Affen leider auch weiterhin am Werk sind. - Quo vadis Helvetia!“

Dass der vorstehende Leserbrief, der sich selbst geschrieben hat, im Tagi nie veröffentlicht worden ist, bleibt noch nachzutragen. Leider sind die in den Textfragmenten enthaltenen „Affigkeiten“ trotzdem wahr und ausserdem auch repräsentativ. - Es wäre schön, wenn sich solche Nachrichten aus Bern jeweils nur als Aprilscherze entpuppen würden…


Ambivalenz bei Kommentarspalten

Wenn Zeitungen - wie zum Beispiel der dabei besonders aktive Tages-Anzeiger - ihre Kommentarspalten öffnen, tun sie damit etwas Gutes und gleichzeitig etwas Verheerendes. Gut wirkt sich das neue Angebot dann aus, wenn es fruchtbare Diskussionen ermöglicht und beim Verbreiten neuer Ideen hilft. Die begrenzte Zeichenzahl und die Unmöglichkeit, die Kommentarverfasser(innen) per E-Mail direkt anzuschreiben, schränken den fruchtbaren Meinungsaustausch allerdings ein. Das ist schade. Deshalb könnte sich eine Praxisänderung lohnen. Kommentare sollten nur noch in Verbindung mit einer sichtbaren E-Mail-Adresse veröffentlicht werden. Dann würden die üblen Texte mit einem Schlag reduziert und die Kontrollen der Kommentarspalten durch die letztlich mitverantwortlichen Redaktionen bedeutend einfacher. Dafür liessen sich gute Gedanken direkt und ohne Zeichenbeschränkung an die Frau bzw. an den Mann bringen. Wo der echte Dialog gefördert und die bösartige Polemik verbannt wird, weckt eine Kommentarspalte keine ambivalenten Gefühle mehr. Unser Blog soll dies ebenfalls nicht tun. Deshalb nehmen wir Kommentare ausschliesslich per E-Mail entgegen. Sie erhalten dafür unsere volle Aufmerksamkeit und werden, wenn sie gehaltvoll und anständig sind, von uns ganz sicher nicht unter den Teppich gekehrt.

Erratische Nudeln

Nudeln im Garten sind Spuren von Vögeln. Wo ein lecker gefüllter Komposthaufen lockt, sind Amsel, Spatz und Elster zu Gast. Auch das Schwarzrockpaar vom alten Nussbaum vis-à-vis ist hier. Reich bepackt mit Nudelknäuel fliegt der Schwarzrockmann von dannen. Gar viel hat er sich vorgenommen. Er lässt einen Teil seiner Ladung fallen. Macht nichts! Denn der nudelgerecht getrimmte Versailles-Rasen liegt präzis unter der Abflugschneise. Stets sind hier Horden von Spatzen zum Picknick versammelt. Erratische Nudeln sind äusserst beliebt! Unter Spatzen zumindest. Drum wird gepickt, was es zu picken gibt, eh der säuberlich trimmende Nachbar reklamiert.


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