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SALUZER Der BLOG

Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

SALUZER Der BLOG Final

 

Arrangement mit der Realität

Wenn ich meinen Schlüssel nicht mehr finde, denke ich nicht gleich, dass er mir gestohlen wurde. Ich gehe davon aus, dass ich ihn verlegt oder verloren habe. So passiert es mit manchen Dingen. Meistens lohnt sich die Suche nach dem vermissten Gegenstand, und ich finde ihn wieder. Dann bin ich jeweils froh, nicht überhastet jemanden des Diebstahls bezichtigt zu haben und nehme mir vor, künftig besser auf meine Sachen aufzupassen. Was banal und gewöhnlich tönt, kann sich ähnlich auch in grösserer Dimension abspielen. Nämlich dann, wenn ich zwar nichts verloren habe, aber den Weg nicht mehr finde. Wegen meines schlechten Orientierungssinns kam das früher hin und wieder vor. Wie unangenehm, peinlich oder sogar dramatisch das sein kann, weiss nur, wer es selber schon erlebt hat. Aus Scham spricht man kaum darüber, dabei wäre das Bedürfnis gross, sich jemandem anzuvertrauen. In meinem Fall ist das zum Glück Vergangenheit. Ich komme nicht mehr ab vom Weg. Für den mangelhaften Orientierungssinn habe ich mir einige Tricks angeeignet. Und es funktioniert. Ich lebe gut mit der naturgegebenen Schwäche, sie schlägt mir kein Schnippchen mehr. Es gibt ausreichend Mittel und Möglichkeiten zu deren Überbrückung. Mehr noch. Ich habe gelernt, mit dem Problem umzugehen, ohne mich deswegen eingeschränkt oder sonst wie benachteiligt zu fühlen. Statt gegen die Realität anzukämpfen, arrangiere ich mich mit ihr.

Es steht jedem frei, den Gedanken zu übernehmen und im Zusammenhang mit der Pandemie weiterzuspinnen…

 

Schlüsselblume

Pandemie- und Bankenängste

1991, also vor ziemlich genau 30 Jahren, hat ein Bankencrash die Schweiz erschüttert und viele Bankkunden in den Abgrund gerissen. Durch die Pleite der Spar- und Leihkasse Thun sind rund 220 Millionen Franken vernichtet worden. Davon spricht heute niemand mehr, obwohl die vernichtenden Spätfolgen des Debakels auch heute noch erkennbar sind.

MixNun gilt die Aufmerksamkeit jedoch der Credit Suisse, die seit langem für wiederkehrende Schreckensmeldungen sorgt und jetzt wieder an mindestens zwei Grossbaustellen Milliarden verlocht. Bei den kleineren und mittleren Kunden geht die Angst um. Das ist fatal, denn wenn jetzt plötzlich in grossem Stil Geld abgezogen und in vermeintlich sicherere Kanäle umgeleitet wird, kann ein gefährlicher Dominoeffekt entstehen.

In der Pandemiezeit leiden ohnehin schon viele von uns an Ängsten, auch existenzieller Art. Deshalb ist es wichtig, dass die CS schonungslos und offen kommuniziert und die Verantwortlichen in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung unverzüglich durch vertrauenswürdige Fachleute ersetzt. Jetzt muss in erster Linie bewiesen werden, dass das Vermögen der Schweizer CS-Kunden nicht in Gefahr gerät. Ein erläuterndes und möglichst beruhigendes Communique der Finma wäre sicher hilfreich. Die Ängste, die uns unverdientermassen die Millionen verdienenden Versager bescheren, soll man uns so schnell wie möglich nehmen. Das Schreckgespenst Covid 19 reicht.

Damit nicht alles aus dem Ruder läuft

An der immer emotionaler geführten Diskussion über Schliessungen bzw. Öffnungen in der Pandemie-Zeit beteilige ich mich nicht. Mir fehlen das Fachwissen und die Streitlust. Ich erwarte aber, dass wir jetzt nach dem Vorbild des legendären Wahlen-Planes mit einem Parmelin-Plan und einer Art Zwangssolidarität gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

RudernIch möchte, dass alle, die wirtschaftlich ungeschädigt bleiben, und insbesondere jene, die immer noch - teilweise sogar grössere - Gewinne erzielen, einen Solidaritätsbeitrag bezahlen. Dieser soll in Form einer temporären Zusatzsteuer erhoben und zur Mitfinanzierung der Härtefallmassnahmen verwendet werden. Zudem darf bei Buchungen von Reisen und Veranstaltungen kein Rückerstattungsanspruch bestehen, wenn etwas pandemiebedingt nicht durchgeführt werden kann. Das Risiko der Veranstalter muss nicht vom Staat, sondern solidarisch von den Nutzniessern der entsprechenden Angebote getragen werden.

Ich höre jetzt schon das Aufheulen der Opportunisten, die mich für meine Ideen in die Hölle wünschen. Genau sie sind es aber, die mich auf meine Ideen bringen. In meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis gilt Solidarität als etwas Selbstverständliches. Trotzdem weiss ich, dass Gemeinsinn auf breiter Basis nicht verbreitet ist. Deshalb habe ich in diesem Text das Wort „Zwangssolidarität“ verwendet. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Dieses dreht sich aber ständig im Kreis, wenn alle nur auf der besseren Seite rudern wollen.


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