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SALUZER Der BLOG

Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

SALUZER Der BLOG Final

 

Emotionen statt Infos

Alle Jahre um diese Zeit herrscht mediale Sommerflaute. Langatmige Berichte, die ganze Zeitungsseiten füllen, erzeugen ein Déjà-vu- oder, besser gesagt, ein Déjà-lu-Gefühl. In Ermangelung aktueller Meldungen müssen wir uns mit Nacherzähltem, Kommentiertem und Aufgewärmtem begnügen und uns fleissig durch endlose Spalten lesen. Neues erfahren wir im besten Fall nebenbei. Wirkungsfrei bleibt solche Lektüre aber nicht. Ein pointiert kommentiertes Schlagzeilen-Thema aus der Mottenkiste stösst immer auf Interesse. Auch wenn damit nichts Neues vermittelt wird. Wenn es an sachlicher Information fehlt, lassen sich hingegen hervorragend Emotionen erzielen. Deshalb braucht es wohl die Sommerflaute – damit die Emotionen nicht zu kurz kommen…

Tagträume

Tagträume sind entspannend. Sie richten keinen Schaden an und würden Freude bereiten, wenn sie nicht so flüchtig wären.

Mein letzter Tagtraum ist zweiteilig gewesen. Unterbrochen hat ihn der Wimbledon-Final. Statt dem erträumten Erfolg von Roger Federer habe ich am Ende des grossartigen Tennismatchs zwei Sieger gesehen: Novak Djokovic mit dem Pokal und Roger Feder mit der Gewissheit, dass er noch immer jeden Tennisspieler schlagen kann.

In der nachfinalen Fortsetzung meines Tagtraumes ist allerdings nur noch Roger Federer eine Traumfigur gewesen. Ich habe ihn nach Beendigung seiner aktiven Zeit erlebt und Erstaunliches erträumt: Der Tennisspieler ist zum Politiker geworden und mit einer von ihm gegründeten Partei im Rücken nach Bern gereist. Die Federale - so heisst die von mir erträumte Partei - lässt sich in keine Schublade stecken. Sie will für Mensch, Tier und Umwelt nur das Beste. Sozial und gerecht soll alles werden. Verlässlichkeit wird garantiert. Deshalb kehrt die Zuversicht zurück.

Dass ich einen wunderbaren Tagtraum nicht zweimal unterbrechen lasse, werden Sie sicher verstehen. Ich muss Ihnen also nicht weiter erklären, weshalb ich bis zur Wahl von Roger Federer in den Bundesrat träumend geblieben bin. Ohne Umweg über ein anderes politisches Amt ist Roger Federer gleich in die Landesregierung gewählt worden. Er kann jetzt zerstrittene Lager versöhnen, dem Land neue Impulse vermitteln und sich als sprachgewandter, kluger Aussenminister an die Beseitigung der von seinen Vorgängern angerichteten Schadenfelder machen. Das Ansehen, das Roger Federer weltweit und noch sehr, sehr lange in jedem Land geniesst, sorgt überall, also auch in Diktaturen, für offene Türen. Diplomatische Erfolge im Kampf gegen Krieg, Hungersnot und Umweltprobleme werden endlich möglich. „Spiel, Satz und Sieg!“ sei die Devise - zum Wohl der ganzen Welt.

Man sagt, dass lange Erhofftes manchmal auch eintritt. Träumen und hoffen wir daher weiter.

Alles wie immer

Die Welt entwickelt sich in verschiedene Richtungen, manchmal sogar rückwärts. Was immer an Ausserordentlichem passiert, es ist nie das erste Mal. Alles ist Wiederholung. Den exklusiven Extramoment, den Wendepunkt, der bleibende Veränderung bringt, gibt es nur dem Anschein nach und in den Köpfen der Menschen. Deren Vorstellungskraft ist bemerkenswert. Ihr sind keine Grenzen gesetzt. Doch in ihren groben Zügen ist die Realität weder besonders variantenreich noch aufsehenerregend. Als wäre alles vorgegeben und von langer unsichtbarer Hand geplant, lassen sich sämtliche Ereignisse irgendwo zu- oder einordnen. Veränderlich und unberechenbar ist nur die menschliche Wahrnehmung. Sie sorgt für die Abwechslung, die das Leben spannend macht. Die Wirklichkeit folgt indessen unbeirrt ihrem immer gleichen eigenen Lauf. Abweichungen davon sind Einbildung. Oder Wunsch.


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