SALUZER Der BLOG
Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

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- Peter-Jürg Saluz
Wenn ich religiös wäre und an die Wirkung von Gebeten glauben könnte, würde ich jetzt für die in einer Höhle eingeschlossenen Knaben und ihren Trainer beten. Allerdings möchte ich meine Fürbitte dann nicht auf diese kleine Gruppe beschränken, denn auf dieser Welt gibt es unendlich viele Menschen, die man in Sicherheit bringen oder an Ort und Stelle schützen sollte. Die weltweite Anteilnahme, die den thailändischen Buben, ihrem Begleiter und den Rettungskräften zuteil wird, ist beeindruckend. Sie müsste aber im doppelten Sinn des Wortes weltweit sein. Wo Menschen in Not sind, darf man die Augen nicht verschliessen. Verzweifeln sollten wir aber trotzdem nicht. Wenn der Glaube fehlt, bleibt immer noch die Hoffnung, und die wollen wir nie aufgeben.
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- Peter-Jürg Saluz
Mir ist bewusst, dass ich nicht perfekt bin. Wenn ich mich mit Menschen vergleiche, die ein Chromosom mehr haben als ich, spüre ich das besonders deutlich. Bei mir ist das Chromosom 21 nur zwei- und nicht dreifach vorhanden. Deshalb fehlen mir ein paar wichtige Charaktereigenschaften und Fähigkeiten, die ich mir gerne aneignen würde. Menschen mit dem Downsyndrom habe ich nämlich als besonders liebenswert kennen und schätzen gelernt. Zudem bewundere ich ihre musischen Begabungen und ihr oftmals weit überdurchschnittliches Gedächtnis. Bewundernswert finde ich auch die mir gegenüber an den Tag gelegte Toleranz. Man nimmt mich, wie ich bin, und hat mir noch nie vorgeworfen, dass mir ein Chromosom fehlt. Wer mit besonderen Menschen freundschaftliche Kontakte pflegen darf, ist privilegiert. Ich durfte das sehr oft sein und bereichernde Erlebnisse haben. Dafür bin ich dankbar, was ich auf unserer Sonderseite auf eine ganz spezielle Art zur Kenntnis bringe. Den Text darf man übrigens weiterverbreiten, denn es sollen möglichst viele Betroffene und auch ihre Angehörigen erfahren, wie sehr sie geschätzt werden.
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- Peter-Jürg Saluz
Dass man in Deutschland mit einer Art Staatstrauer auf das frühzeitige Ausscheiden der Fussballnationalmannschaft reagiert, hat mich nicht überrascht. Völlig aus den Socken haut mich aber die Massenhysterie, die jetzt auch über die Schweiz hereinbricht. Zudem halte ich die auf uns herab prasselnden Kommentare für überflüssig. Der Mist ist geführt! Die mehrheitlich der Selbstdarstellung dienenden Äusserungen von wirklichen und vermeintlichen Experten verstellen uns nur den Blick auf die wichtigen Dinge. Echte Probleme, die von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden sollten, gibt es genug. Ich bin daher fast schon froh, dass die Schweizer Fussballmannschaft ebenfalls ausgeschieden ist und die Aufmerksamkeit nicht bis zum Finaltag beansprucht. Für das 1:0 muss ich daher der Schwedischen und der Schweizerischen Nationalmannschaft dankbar sein. Zudem wissen wir ja dank Donald Trump, dass ohnehin nur ein Team, nämlich das von Schwedserland, gespielt hat. Ein Sieg ist daher von allem Anfang an garantiert gewesen. Vermutlich denkt auch der amerikanische Präsident so. Bei ihm wird die Rechnung aber mittel- bis langfristig nicht aufgehen. Den Kampf, den er unbewusst gegen sich selbst führt, kann er nämlich nicht als Sieger beenden. Wenn man ihn - hoffentlich möglichst bald - aus dem Spiel nimmt, wird sein unbewusstes Spiegelgefecht mit einer für ihn fürchterlichen Überraschung enden. Im Heer der zurück bleibenden Verlierer wird er nämlich der Grösste sein, also eigentlich genau das, was er immer sein will. „Grösste“ schreibt man aber in seinem Fall klein, weil es in den Geschichtsbüchern immer in Verbindung mit dem Wort „Verlierer“ stehen wird. Wer Amerika und die ganze Welt beschädigt, kann kein Sieger sein. Das müsste übrigens auch Horst Seehofer wissen, der in Deutschland auf infantile Art den Trump macht, obwohl er dem Vernehmen nach genau heute sein neunundsechzigstes Lebensjahr vollendet.
