SALUZER Der BLOG
Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

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- Peter-Jürg Saluz
In Uster findet gerade ein fröhliches Damentreffen statt. Es wird "Handeli-Treffen" genannt und führt einige sympathische Frauen zusammen, die vor recht langer Zeit gemeinsam eine Handelsschule besucht haben. Für Aussenstehende mag das nichts Besonderes sein. Es gibt schliesslich viele ähnliche Veranstaltungen von den unterschiedlichsten Vereinigungen. Zusammenkünfte von ehemaligen Dienstkameraden, Klassentreffen und andere, manchmal fast rituell inszenierte Anlässe dienen der Freundschafts und Erinnerungspflege. Fast alle von uns haben damit schon Erfahrungen gesammelt, meist allerdings nur sporadisch und sozusagen nach dem Zufallsprinzip. Beim "Handeli-Treffen" und bei anderen Zusammenkünften der gleichen Güteklasse ist Kontinuität aber unabdingbar. Man ist sich treu geblieben und rückt Jahr für Jahr noch näher zusammen. Wenn die Erinnerungen immer weich gezeichneter und daher romantischer wirken und wenn der Kreis der ehemaligen Handelsschulabsolventinnen kleiner wird, gewinnt jedes weitere Treffen an Wert. Es passiert dann das Gleiche, das ein Juwelier beim Schleifen eines Edelsteins erlebt: Der Glanz wächst und das Juwel wird kostbarer. Ich wünsche allen Menschen, die Freundschaft „handelitreffenmässig“ pflegen, dass sie die mentale Wertsteigerung noch viele Jahre geniessen können.
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- Peter-Jürg Saluz
Manchmal darf ein Text auch kurz sein. Tiefgründiges ist nicht immer nötig und Amüsantes ohnehin Luxus. Deshalb widme ich diese Zeilen dem letzten Sirenenalarm und allen künftigen Probealarmierungen. Mir versetzt die schauerliche Übung jedes Mal einen kräftigen Adrenalinstoss. Ich kann mir daher gut vorstellen, was die aus Kriegsgebieten zu uns geflüchteten Menschen empfinden. Für Lärmempfindliche, zu denen ich mich aus Überzeugung zähle, ist die jährliche Übung auch nicht ohne. Trotzdem ich jeden vermeidbaren Lärm abstellen möchte, anerkenne ich jedoch, dass das Sirenengeheul nötig ist. Hingegen bestreite ich die Richtigkeit gewisser Anweisungen. Wenn ich lese "Im Ernstfall Radio hören!" sträuben sich bei mir die Nackenhaare. Was passiert, wenn sich zeitgleich zu einem angekündigten Probealarm ein unerwarteter oder gemeinerweise sogar von Terroristen genau terminierter Schadenfall ereignet? Sind wir dann ahnungslos? Sinn macht nur die Anweisung "Bei jedem Sirenenalarm Radio hören!". Mir fällt das ohnehin nicht schwer. Nach der erfreulich klaren Ablehnung der unmöglichen No Billag-Initiative fühle ich mich rundfunkmässig schliesslich bestens versorgt. Ich geniesse das gute Angebot daher auch ausserhalb der Alarmzeiten. Deshalb widme ich mich nach dem Verstummen der Sirenen wieder radiohörend der Pflege unserer Webseiten, in die Sie sich gerne vertiefen dürfen, wenn sich nicht lautstark Gefahr ankündigt.
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- Peter-Jürg Saluz
Weil wir immer wieder gefragt werden, ob wir unsere Blogs nicht mit einer Kommentarspalte erweitern könnten, wollen wir dazu an dieser Stelle eine kurze Erklärung abgeben. Wir betreiben unsere Seiten auf privater Basis ohne kommerzielle Interessen. Deshalb müssen wir den Aufwand so gering wie möglich halten. Für das korrekte Betreiben von Kommentarspalten fehlt uns die Zeit, die wir für das laufende Kontrollieren und Freischalten der Kurztexte der Leserschaft anwenden müssten. Dass wir uns sehr für die Gedanken unserer Leserinnen und Leser interessieren, dürfen diese trotzdem voraussetzen. Man kann uns daher jederzeit einen Text per E-Mail zukommen lassen. Sofern wir diesen für publikationswürdig bzw. publikationsfähig halten, werden wir ihn gerne - mit oder ohne Namensnennung - als Gastbeitrag veröffentlichen.
Wenn wir Journalistinnen und Journalisten ohne Kommentar einen „Link“ zu einem Beitrag zustellen, wollen wir diese mit geringst möglichem Aufwand auf etwas aufmerksam machen. Das können wir an einem besonders aktuellen Beispiel erläutern. Derzeit wird mit zunehmender Dramatik über die aufgedeckten Absprachen im Bündner Baugewerbe berichtet und immer wieder naives Erstaunen verbreitet. Wir haben aber schon vor längerer Zeit in einem Blog dargelegt, dass die Praxis der Preisabsprachen und Vergabesteuerung eine jahrzehntelange Tradition hat und nicht nur das Bauhauptgewerbe betrifft. An einem praktischen Beispiel aus der Elektroinstallationsbranche konnten wir aufzeigen, was schon in den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts in Graubünden gang und gäbe gewesen ist. Beispiele aus anderen Branchen und anderen Kantonen sind uns ebenfalls bekannt. Deshalb vernehmen wir mit Verwunderung, dass man sich so erstaunt über die lange Dauer der zurecht in Verruf geratenen Praxis äussert und immer noch glaubt, es sei einzig der Kanton Graubünden mit seiner Bauwirtschaft betroffen. Was wir mit diesen Feststellungen sagen wollen, ist einfach: Wer als Journalistin oder Journalist einem von uns zugestellten „Link“ folgt, kann unter Umständen auch für die eigene Arbeit inspiriert werden. Die Bereitschaft, den entsprechenden Text zu lesen, wird allerdings vorausgesetzt.
