Besuchen werde ich sie nicht, aber ich würde es tun, wenn ich interessiert wäre. Ich spreche von der Erotikmesse, die in Zürich stattfindet und einer Kantonsrätin und einem Kantonsrat jüngst die Schamesröte und mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Dass der Regierungsrat so vernünftig denkt und der Verklemmtheit keinen Vorschub leistet, freut mich ungemein, und der regierungsrätlichen Argumentation kann ich voll und ganz zustimmen. Erotik und Sexualität sind wirklich keine Tabuthemen. Behördliches Einschreiten ist daher sicher nicht angezeigt. Zudem muss keine Frau und kein Mann die in den Zürcher Messehallen stattfindende Ausstellung besuchen. Wer will, darf aber dort hingehen, sich erfreuen und wenn er bzw. sie es mag, sich sogar (Entschuldigung!) etwas begeilen. Letzteres selbstverständlich, ohne Dritte zu kompromittieren. Ich will, dass wir miteinander anständig und korrekt umgehen. Deshalb müssen Übergriffe aller Art verhindert und natürlich Kinder und Jugendliche geschützt werden. In diesem Punkt darf es keine Konzessionen geben. Wer freiwillig in die Zürcher Messehallen pilgert, weil er ein Vergnügen erwartet, darf das jedoch ohne Hemmungen tun. Schämen muss man sich für einen solchen Messebesuch nämlich nicht. Die beiden Mitglieder des Kantonsrates schämen sich schliesslich auch nicht für ihr grässliches Verklemmtsein.
EXTASIA-Fieber
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- Peter-Jürg Saluz
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