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Was heisst FOMO?

„Was heisst FOMO?“ bin ich auch schon gefragt worden. Ohne KI hätte ich die Antwort allerdings nicht so schnell gefunden

Die Abkürzung steht für „Fear of Missing Out“ – die Angst, etwas zu verpassen. Gemeint ist dieses nagende Gefühl, nicht auf dem neuesten Stand zu sein, etwas Wichtiges zu übersehen oder einen Moment zu verpassen, den alle anderen scheinbar längst mitbekommen haben.

ChatGPT Bild 12 04 2026

In Zeiten von Social Media wird FOMO oft mit Erlebnissen, Trends oder Events verbunden. Doch immer häufiger zeigt sich dieses Gefühl auch an einer anderen Stelle: beim Konsum von Nachrichten.

Es beginnt oft ganz harmlos mit einem kurzen Blick auf das Smartphone, und schon sind zwanzig Minuten vergangen. Echte Informiertheit stellt sich oft trotzdem nicht ein

Genau hier wird FOMO spürbar: Wir haben nicht nur Angst, etwas zu verpassen, sondern fühlen uns gleichzeitig von der Informationsflut erdrückt.

Mir geht es auch so. Trotzdem bin ich kein Newsphobiker, sondern der Meinung, dass News – besonders sogar die schrecklichsten – zu ertragen sind, weil wir uns als Hilflose kaum auf andere Art solidarisch zeigen können. Wegschauen ist keine Option. Die berühmten drei Affen sind kein Vorbild, das in diese Zeit passt.

Mit der Nachrichtenfülle und mit der Art, wie wir mit dieser umgehen, müssen wir uns aber wirklich befassen. .

Noch vor wenigen Jahrzehnten war Nachrichtenkonsum begrenzt: morgens die Zeitung, abends die Nachrichten. Heute sind Informationen permanent verfügbar, in jeder freien Minute, auf jedem Gerät. Es gibt keine natürlichen Pausen mehr, keine klaren Grenzen. Daraus entsteht das Gefühl, ständig mithalten zu müssen – immer informiert zu sein, um nichts Wichtiges zu verpassen. Doch dieses Gefühl ist trügerisch.

Nachrichten sind längst nicht mehr nur Information, sondern ein zum Erwecken von Aufmerksamkeit optimiertes Produkt. Alles ist darauf ausgerichtet, künstliche Dringlichkeit zu erzeugen unter anderem auch deshalb, weil sich dann niemand mehr Zeit für kluges Überlegen nimmt.

In einer Zeit der Fake-Nachrichten und der Manipulationen sollten wir uns nicht überfordern, denn das schadet dem Blutdruck und der Intelligenz.

Immer wenn wir glauben, dass unser Newskonsum unser Wissen mehrt, übersehen wir etwas Wichtiges. Wir häufen unnötigen Ballast an, wenn wir kritiklos jede Nachricht konsumieren und vorbehaltlos für richtig halten. Das ist auch deshalb der Fall, weil in dieser schrecklichen Zeit das Negative, Erschreckende und Traurige im Vergleich mit dem Positiven eine viel längere Halbwertszeit hat.

Stellen wir uns also vor, dass unser Hirn eine Festplatte mit grosser, aber auch beschränkter Speicherkapazität ist. Dann überlegen wir uns immer, was gespeichert und was sofort gelöscht werden soll.

Mit unserem Gehirn müssen wir pfleglich umgehen. Das erspart uns mentale Erschöpfung, Stress, Konzentrationsprobleme und ein zunehmendes Gefühl von Hilflosigkeit.

Das Speichernswerte wollen wir aber nicht übersehen. Es mehrt unser Wissen und stärkt unser Gewissen. Dass ich jetzt weiss, was FOMO bedeutet, ist der Beweis für den ersten Teil meiner Behauptung. Wenn wir die stetig wieder geäusserte Aufforderung der unvergesslichen Margot Friedländer abspeichern und nie vergessen, was nie vergessen werden darf, ist das unserem Gewissen zuträglich

Ich weiss, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen kaum neue Erkenntnisse vermitteln kann. Trotzdem sollten Sie und ich gewisse Überlegungen anstellen, damit man uns mit News weder erdrücken noch sedieren kann. Im KI-Zeitalter ist unser eigenes Hirn, unser Denken und Fühlen und unser Charakter wertvoller denn je. News Deprivierte werden diese Aussage aber nicht zur Kenntnis nehmen.