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Vom ersten bis zum letzten Mal

Wenn ich mich an meine frühen Jugendjahre erinnere, wird mir plötzlich bewusst, wie bedeutsam das berühmte erste Mal gewesen ist. Sobald ich jedoch weniger weit zurückdenke, halte ich jedes letzte Mal für viel bedeutsamer. Ein solches hat besonders dann eine grosse Dimension, wenn man erst im nachhinein merkt, dass etwas sich definitiv nie mehr wiederholen wird. So ist es sicher auch Ihnen schon ergangen.

Ich habe schon viele kluge Ratschläge gehört und gelesen, leider aber trotz vorhandener Einsicht doch nicht befolgt. Dass man sich immer so verabschieden solle, wie wenn es kein Wiedersehen mehr gäbe, ist mir schon oft gesagt worden. Beherzigt habe ich diesen Rat aber viel zu selten. Das geht mir jedes Mal durch den Kopf, wenn ich mit einem unerwarteten Todesfall konfrontiert und entsprechend voller Reue bin. Als lernfähig erweise ich mich in diesem Punkt trotzdem nicht. Der nächste Reueschub wird daher wohl nicht lange auf sich warten lassen. Ich hoffe allerdings, wenigstens keine lieben Menschen mehr überleben zu müssen.

Es ist aber nicht immer eine Frage von Leben und Tod, wenn man das letzte Mal als solches erkennen will, bevor es stattfindet. Die letzte echte Liebesnacht vor einer endgültigen Trennung, die letzte Fahrt am Steuer des eigenen Autos, der letzte Aufstieg auf einen vertrauten Berg oder die letzte Nacht im langjährigen Heim, das alles sollte man beim letzten Mal im Bewusstsein der unwiederholbaren Einzigartigkeit erleben. Das misslingt viel zu oft, und dann verspürt man nur noch eine lang anhaltende Wehmut. Wehmütig werde auch ich, wenn ich daran denke, dass mir das jederzeit passieren kann. Deshalb wünsche ich mir, zum ersten Mal ein letztes Mal mit einer nur vermeintlichen Letztmaligkeit zu erleben.


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