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Wenn Katzen neidisch machen

Wer von Katzen geliebt wird, gehört einer ganz besonderen Spezies an. Ich möchte mich auch dazu zählen. Deshalb bilde ich mir ein, dass mich diese herrlichen Tiere ebenfalls mögen, obwohl ich sie leider seit einigen Jahren wegen einer ziemlich resistenten Allergie nicht mehr streicheln und schon gar nicht zur Beruhigung auf meine Brust legen kann.

Dass ein Katzenliebhaber neidisch ist, wirkt irgendwie unglaubwürdig. Verständlich wird es aber, wenn ich anstelle von „Neid“ das Wort „beneiden“ verwende. Ganz konkret: Ich beneide die Verlegerin und Bloggerin Renate Blaes aus Deutschland für ihr vielfältiges Schaffen, aber ganz besonders für ihre kunterbunte Katzenseite. Diese Katzenseite lässt mein felingeprägtes Herz höher schlagen. Ich habe eine Quelle der Inspiration gefunden, erliege der Seite wegen aber auch der Gefahr, meine Alltagspflichten zu vernachlässigen. Sobald Katzen im Spiel sind, lässt man sich eben nur zu gerne ablenken. Einen Ausweg aus diesem Dilemma habe ich jüngst trotzdem gefunden und einfach - man ist ja Multitasker - einen eigenen Text verfasst und zeitgleich Renates Katzenseite gelesen. Das so Entstandene hat Renate Blaes dann sogar auf ihrer Seite veröffentlicht. Jetzt liegt bereits wieder so ein Produkt vor. Der Kater Fabrizio ist der Protagonist, und seine Geschichte darf hier gelesen werden. Der anschliessende Abstecher zur kunterbunten Katzenseite lohnt sich trotzdem.

Und das erzähle ich Ihnen jetzt von und über

Fabrizio:

Eigentlich ist es schade, dass Katzen schon im Babyalter die Menschen verstehen. Mindestens für Fabrizio wäre es besser gewesen, wenn er einen Dialog nicht gehört hätte. An seine Mutter geschmiegt musste er nämlich vernehmen, dass jemand den kleinen Bengel - gemeint war er - mitnehmen könne. Geld müsse die catnapperin nicht bezahlen, bekam Fabrizio zu hören. Man bekomme nämlich ohnehin zweimal im Jahr unerwünschten tierischen Nachschub, den man natürlich nicht am Leben lassen könne. Schuld daran sei die verfehlte Landwirtschaftspolitik, die noch immer nicht berücksichtige, dass eine Katzenkastration nur Sinn mache, wenn sie Subventionen oder eine andere Art von landwirtschaftlichem Einkommen generiere.

So fürchterlich die Argumentation des Katzenverschenkers auch ist - ohne die verquere Denkweise wäre Fabrizio nie auf die Welt gekommen, was für seine Geschwisterchen aber tatsächlich besser gewesen wäre. Erfreuliches hat allerdings auch auf Fabrizio nicht gewartet, denn er ist zusammen mit seinen, dem brutalen Töter ausgelieferten Geschwistern viel zu früh von der Mutter weggenommen worden. Für die Empfindungen der Kätzin und ihrer Kinder hat ja niemand Gefühle entwickelt.

Wenn Tiere wie wertlose Sachen behandelt werden, ist das ganz schrecklich. Genau das kommt aber immer wieder vor. Fabrizio könnte das bezeugen. Schliesslich hat er gehört, dass es kein Problem sei, wenn er als Freiläufer nahe einer vielbefahrenen Strasse wohne. Im Bedarfsfall gebe es schliesslich auf dem Bauernhof jederzeit kostenlosen Ersatz für eine umgekommene Katze…

Fabrizio muss sich unheimlich traurig gefühlt haben. Konfrontiert mit so tierverachtenden Menschen, gefangen in einem viel zu kleinen Transportkoffer und mit den schrecklichsten Zukunftsvisionen kann eine Katze ja nicht glücklich sein.

Glücklich ist Fabrizio dann aber doch noch geworden, weil er - wie ein Zimmermann auf der Walz - als Freiläufer das Schicksal in die eigenen Pfoten genommen hat. Nach vielen Stippvisiten und Probemahlzeiten in den unterschiedlichsten Häusern hat der Kluge schliesslich einen Ort mit adoptionsfähigen und adoptionswürdigen Menschen gefunden und sich dort niedergelassen. Seither soll ihm jedes Leid erspart geblieben sein, obwohl auch im neuen Daheim nicht alles total angenehm gewesen ist und sein wird. Dass die „neuen“ Menschen jede Katze regelmässig in die Tierarztpraxis bringen, empfindet Fabrizio nämlich noch immer als gewöhnungsbedürftig. Allerdings profitiert er jetzt davon, dass er die Menschen versteht. Die Besprechung vor seiner Kastration hat ihm daher zur Erkenntnis verholfen, dass damit künftiges Katzenleid verhindert werden kann. Über die Uneinsichtigkeit des Bauern kann er jetzt nur noch den Kopf schütteln. Allerdings muss er das auch nicht mehr, denn die nette Tierärztin hat ihm die Ohren gereinigt. Milbenlos ist das Kopfschütteln daher freiwillig.

Die Geschichte von Fabrizio endet hier also mit einem Happy-End. Im wirklichen Leben soll sie aber noch viele, viele glückliche Katzenjahre ihre Fortsetzung finden.

 

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