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Eine kleine Philosophie des Glaubens

TransformationDie Frage, ob ich an etwas glaube, konnte ich immer beantworten. Hätte ich mich aber auf einen einzigen Begriff beschränken müssen, wäre ich früher überfordert gewesen. Natürlich glaubte ich stets und zu allen Zeiten an vieles. An konkrete, rein praktische, zweckdienliche und angenehme Dinge, aber auch an abstrakte Werte, an die Kraft der Gefühle, die Liebe, die Toleranz, an die Solidarität, die Intelligenz, die Schönheit, die Kreativität und mehr. Doch hier beginnt das Problem. Wie soll ich meinen so umfassenden Glauben benennen? Das Gute? Das Gute im Menschen? Klingt abgedroschen. Stimmen würde es auch nicht, denn zu oft haben Menschen nichts von dem Guten vorzuweisen, an das ich gerne glauben möchte. Wie packe ich also diese Vielfalt an Glaubenswertem, aber vielleicht nicht Existierenden in ein Wort? Kann etwas, das es womöglich gar nicht gibt, Inhalt eines Glaubens sein? Spräche man da nicht besser von einem Wunsch? Spiegelt Glauben nicht ohnehin eine Form des Wünschens wider? An den Frieden glaubt, wer ihn herbei wünscht, nicht wer den Krieg übersieht. Mit der Aussage „Ich glaube an dich!“ spendet man einem lieben Menschen Kraft und Mut. Man hofft, der altgediente Spruch entfalte Wirkung. Oder ist Glauben schlicht eine andere Bezeichnung für Verdrängung? Glaubt man, um böse Gedanken zu vertreiben? Ist schliesslich alles nur eine Frage der Definition? Ist Glauben Wünschen und Hoffen? Beginnt Glauben da, wo Wissen aufhört? Oder macht zuviel Wissen Glauben unmöglich, weil es vorwegnimmt, was den Glauben so magisch macht?


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