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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Freiheit verpflichtet

Freiheit galt zu bestimmten Zeiten als Privileg. Heute ist sie uns zur unverzichtbaren Selbstverständlichkeit geworden, gilt sie doch als Grundwert für jedes demokratische System. Sie zu verlieren, wäre mehr als normaler Verlust. Was immer sie auch nur geringfügig einzuschränken droht, lehnen wir vehement ab. Doch die Frage drängt sich auf, ob wir der Verantwortung stets gerecht werden, die mit Freiheit unzertrennlich verbunden ist. „Wir sind ganz auf unsere Freiheit ausgerichtet, aber haben vergessen, dass wir auch eine Verantwortung haben.“ (Ernesto Bertarelli im Interview mit dem „Tages-Anzeiger“ vom 8. April 2017). In Zeiten des Umbruchs entwickeln sich die Dinge mit unterschiedlichem Tempo. Fortschritt und Veränderungen eröffnen Möglichkeiten, deren Grenzen noch auszutesten und näher zu definieren sind. Nicht alles, was möglich ist, erfüllt einen Zweck. Nicht höchstmögliche Freiheit, sondern höchstmöglich verantwortbare Freiheit muss das Ziel sein. Das klingt vielleicht abstrakt, aber das Thema ist brandaktuell. Wir finden es überall wieder – in der Politik, in gesellschaftlichem und sozialem Kontext, in unserm Alltag, im Gespräch mit Freunden oder am Arbeitsplatz.

Wo der Freiheit Grenzen gesetzt sind, muss diese nicht nachteilig eingeschränkt sein. Vielmehr ist eine veränderte Definition des hoch bewerteten Begriffs angebracht. Freiheit ist kein Selbstbedienungsangebot, sondern eine Auslage von Chancen und Möglichkeiten, von denen jede ihren Preis kostet. Bevor wir uns etwas davon aneignen, müssen wir uns deshalb im Klaren sein, was wir uns leisten können und leisten wollen. Zu bezahlen ist grundsätzlich in immaterieller Währung.

Im Westen nichts Neues!

Bundespräsidentin Leuthards Besuch in Brüssel und die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der EU und der Schweiz sind gewiss eine kurze Notiz wert. Ein Erfolg ist indessen nicht zu vermelden, egal, ob man das von der EU vorausgesetzte Rahmenabkommen akzeptieren will oder nicht. Auf beiden Seiten des Verhandlungstischs scheint Uneinigkeit, wie bisher, der einzige gemeinsame Nenner zu sein. Die EU-Staaten unter sich ziehen nicht am selben Strick, zu unterschiedlich sind ihre Vorstellungen und Erwartungen. Innerhalb der Schweiz ist es nicht anders. Konsens gehört der Vergangenheit an.

Wie oft hat man schon von „Durchbruch“ gesprochen! Und wie oft hat sich die Botschaft als verfrüht erwiesen! Einmal mehr stelle ich fest, dass man in unserm Land auf einen bewährten Verhandlungs-Trick verzichtet: nämlich zu schweigen. Stattdessen wird umgehend berichtet und kommentiert, wenn positive Wendungen bestenfalls in der Luft, aber Lösungen längst nicht auf dem Tisch liegen. Voreilige Erfolgsmeldungen wecken nicht nur falsche Hoffnungen, sie schaden überdies dem Verhandlungsprozess.

Aus dem Halbschlaf erwacht

Im Halbschlaf habe ich kürzlich dank noch nicht ausgeschaltetem TV -Gerät eine Diskussion mitgehört. Es wurde über die Bedeutung des Wortes „Intuition" gesprochen und davon ausgehend sehr schnell über das Leben an sich philosophiert. Da ist mir plötzlich Erich Kästners Weisheit vom immer lebensgefährlichen Leben in den Sinn gekommen. Sie passt so gut in diese Zeit, denn man spürt ganz intuitiv, dass sich in dieser Welt immer mehr zusammenbraut. Die vielen negativen Schlagzeilen und die immer zahlreicheren Schreckensmeldungen wären gar nicht nötig, denn ungute Gefühle verspüren wir so oder so. Dass uns die Aura von Nostradamus auf ungute Art und Weise umgibt, ist fast ausschliesslich von Menschen verschuldet. Kriege, Umweltzerstörung und alle damit verbundenen, schrecklichen Folgen gäbe es ohne uns Menschen ja nicht, und paradoxerweise wäre ohne uns das Leben - das wir dann allerdings gar nicht leben dürften - auch weniger lebensgefährlich. Statt an das lebensgefährliche würde ich ohnehin lieber an das lebenswerte Leben denken, denn ein solches wünsche ich fast allen Menschen und gar allen Tieren.


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