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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Der Schlaf des Gerechten

Wenn es nur den Schlaf des Gerechten gäbe, wüsste ich, warum ich mich nächtelang ruhelos im Bett wälze. Gerecht bin ich nämlich nicht immer. Das zeigt sich auch im Zusammenhang mit den Schlafproblemen anderer Leute. Bis jetzt hat mir jedes Verständnis gefehlt, wenn sich Leute meiner Generation über ihre Schlaflosigkeit beklagt haben. Wer nicht zur Arbeit muss, kann sein Schlafbedürfnis schliesslich rund um die Uhr erfüllen. Am Morgen spät aufstehen, sich einen Mittagsschlaf gönnen oder schon am Nachmittag ins Bett gehen, sind Privilegien, die uns Pensionierten zustehen. Das Wehklagen über nächtliche Rastlosigkeit habe ich daher immer als unangebracht empfunden.

Seit einiger Zeit bin ich anderer Ansicht, denn das nächtliche Defragmentieren meiner Festplatte gelingt nur noch selten. Schlaflosigkeit ist jetzt auch mein Problem, und weil bei mir kein Placebo-Effekt spielt, sind auch die esoterischen Hilfsangebote lieber Bekannter absolut wirkungslos. Abgeklebte Wasseradern, ausgeräucherte Zimmer und aufgehängter Firlefanz nützen mir gar nichts. Bei mir macht sich daher ein neues, immer stärker werdendes Störfeld bemerkbar. Man bezeichnet es als Depression. Es mag zwar sein, dass man schlaflose Stunden lustvoll überbrücken kann. Bei zunehmendem Alter wirkt diese Therapieform aber auch nicht immer. Ich muss daher eine andere Lösung finden. Allerdings will ich nicht zum Tagträumer werden. Es gibt daher nur einen Weg: Wenn ich mich im Alltag gerechter verhalte, wird sich abends der Schlaf des Gerechten einstellen. Dieser soll übrigens sehr erquickend wirken.

 

PS

Bitte beachten Sie zu diesem Thema auch den illustrierten Kurztext "Gerecht und daher aufgeweckt" auf unserer Sonderseite.

Die Erbschaft

Endlich fällt mir eine Erbschaft zu, die mich nicht traurig macht, da ich den verstorbenen Erblasser nicht kannte und deshalb auch nicht vermisse. Wie ich einem soeben aus Spanien eingetroffenen Fax entnehmen kann, will eine zweifellos absolut seriöse Anwältin ein achtstelliges Euro-Kapital mit mir teilen, wenn ich mich als Erbe zur Verfügung stelle, weil ich den gleichen Namen wie der angebliche Erblasser trage. Es ist, wie gesagt, alles seriös. Sogar die „gmail“-Adresse deutet auf eine wirklich etablierte Anwaltskanzlei hin. Verlockend wirkt auch der mir vorgeschlagene Verteilschlüssel. Es soll 25% zu 75% geteilt werden, was mir rund 8 Millionen Euro eintragen werde. Zugreifen werde ich trotzdem nicht, denn ich will einem entfernten Verwandten nicht vor der Sonne stehen. Er ist nach eigenem Dafürhalten nämlich immer zu kurz gekommen und deshalb sicher interessiert. Wenn ich daher zu seinen Gunsten verzichte, mache ich mindestens drei Personen glücklich. Freuen werden sich Anwältin und ihr erwartungsvoller Klient, doch wird auch mein Glück vollkommen sein. Sie wissen sicher, weshalb…

Die Hoffnung bewahren

Wenn ich religiös wäre und an die Wirkung von Gebeten glauben könnte, würde ich jetzt für die in einer Höhle eingeschlossenen Knaben und ihren Trainer beten. Allerdings möchte ich meine Fürbitte dann nicht auf diese kleine Gruppe beschränken, denn auf dieser Welt gibt es unendlich viele Menschen, die man in Sicherheit bringen oder an Ort und Stelle schützen sollte. Die weltweite Anteilnahme, die den thailändischen Buben, ihrem Begleiter und den Rettungskräften zuteil wird, ist beeindruckend. Sie müsste aber im doppelten Sinn des Wortes weltweit sein. Wo Menschen in Not sind, darf man die Augen nicht verschliessen. Verzweifeln sollten wir aber trotzdem nicht. Wenn der Glaube fehlt, bleibt immer noch die Hoffnung, und die wollen wir nie aufgeben.


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