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SALUZER Der BLOG

Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Unfreiwillig global

Um den ökologischen Kollaps, die ultimative nukleare Katastrophe oder die Entgleisung und die missbräuchliche Anwendung neuer Technologien (künstliche Intelligenz, Biotechnologie) zu verhindern, ist globale Zusammenarbeit unverzichtbar. Dabei geht es nicht um ein Kooperieren zwischen befreundeten Staaten, sondern um ein umfassendes, weltweites Miteinander und die von allen geteilte Erkenntnis, dass längst nicht alles Machbare auch sinnvoll ist. Es geht um nichts weniger als den Erhalt unserer Lebensgrundlage. Um sie zu bewahren, sind der Austausch und die Lösungssuche auf übergeordneter Ebene ein Muss. Wir überleben, wenn wir am selben Strick ziehen, und wir verlieren, wenn wir es allein schaffen wollen. Deshalb haben wir keine Wahl. Globalisierung liegt ganz in der Natur unserer Zeit. Wer das nicht akzeptiert, verkennt die wirklichen Probleme. Globalisierung sollte aber nicht ohne Notwendigkeit erzwungen werden. Wichtige Abläufe, die im Kleinen bestens funktionieren, müssen in bewährter Form bestehen bleiben. Der Widerstand nationalistischer Kräfte ist schliesslich auch so schon wuchtig genug und nicht in der Lage, zu differenzieren.

Rückwärts ist das neue Vorwärts

Täglich lassen wir uns von neuen Möglichkeiten verführen und tauschen Entscheidungsfreiheit gegen Bequemlichkeit ein. Wir nennen es Fortschritt und wähnen uns privilegiert. Worauf wir im Gegenzug verzichten, merken wir später oder gar nicht. Vielleicht begreifen wir doch noch, wie abhängig und unfrei wir geworden sind, und wir wünschen uns ein Stück von dem zurück, was wir früher einst mühsam fanden und heute vermissen. Nicht alles Neue ist ein Schritt nach vorn. Womöglich waren wir einst schon weiter.

Die kleine Schwester der Selbstgefälligkeit

Wenn ich nachts nicht schlafen kann, versuche ich an die guten und stimmigen Dinge in meinem Leben zu denken. Am besten gelingt mir das, indem ich mir vor Augen halte, dass es auch anders sein könnte und dass viele Menschen von den Annehmlichkeiten, über die ich verfüge, nicht einmal zu träumen wagen. Ein warmes Bett, ein sicheres Dach über dem Kopf, ein Zuhause, das mir Geborgenheit gibt, Frieden im Land und die Freiheit, mein Leben nach eigenem Geschmack und eigener Überzeugung zu gestalten - das alles ist für mich Normalität. Erst der Vergleich mit fremder Not lässt mich mein Privileg erkennen. Das verschafft mir zwar wohlige Zufriedenheit, doch es kommen Zweifel auf. Das Unrecht der Welt sollte mich in Unruhe versetzen! Deshalb weiss ich nicht, ob ich mich jetzt schämen muss. Ist mein Glück etwa die kleine unbedarfte Schwester der Selbstgefälligkeit?


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c/o Katharina + Peter-Jürg Saluz-Gsell

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