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SALUZER Der BLOG

Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

SALUZER Der BLOG Final

 

Auch ich oute mich

Bis zur Abstimmung über die Ehe für alle dauert es noch geraume Zeit. Ich halte es trotzdem für richtig, dass sich die Befürworterinnen und Befürworter der einzigen fairen Lösung schon jetzt zusammenfinden. Kräfte kann man nie früh genug bündeln.

Ob ich für oder gegen die Ehe für alle sei, wurde ich schon oft gefragt. Das Antworten ist mir nicht leicht gefallen, denn neuerdings muss man sich zuerst einmal outen, bevor man zu so einem gewichtigen Thema Stellung nehmen darf. Trotzdem möchte ich vorweg nehmen, dass ich die Ehe nicht allen gönnen würde. Diktatoren, Intolerante und Ewiggestrige sollte man nämlich möglichst nicht verpaaren.

Leuten „wie Du und ich“ darf man die Ehe jedoch nicht verwehren. Mit dem „wie Du und ich“ beginnen aber meine Schwierigkeiten. Um ein Outing komme ich jetzt nämlich nicht mehr herum. Allerdings macht mir das Mühe, weil mir meine Intimität heilig ist. Aber eben - es muss sein. Ich lasse die Hosen deshalb herunter und suche nach Worten, die den Schock meiner Leserschaft mildern könnten. Weil mir nichts Passendes einfällt, falle ich schliesslich mit der Türe ins Haus und bekenne ohne Umschweife, dass ich… ein Mensch bin. Strafen Sie mich dafür aber bitte nicht mit Verachtung.

 

EFA Pis

Nicht klug, aber aufschlussreich

SpritzeKürzlich habe ich einem sich für klug haltenden Impfverweigerer erklärt, was beim Testen und Impfen passiert. Dass man beim PCR-Test das Teststäbchen so tief einführe, bis es am Halszäpfchen anstehe, hat bereits Erstaunen ausgelöst. Mit der Beschreibung der Impftechnik ist mir dann sogar ein Schreckschuss geglückt. Ich habe meinem aufmerksamen Zuhörer nämlich erzählt, dass zum Impfen überlange Nadeln verwendet würden. Diese stosse man durch den Arm, bis auf der anderen Seite die Spitze sichtbar werde. Anschliessend müsse man die Spitze abbrechen und den Rest der Nadel langsam zurückziehen, damit die Impfung gelinge. Offenbar habe ich das Ganze sehr glaubwürdig erklärt. Ohne ein Dementi wären meine Ausführungen daher für bare Münze genommen worden.

Es wäre nicht klug, aber äusserst aufschlussreich, wenn ich beim nächsten Mal auf das Richtigstellen meiner Erläuterungen verzichten würde. Ich bekäme meine Geschichten sicher bald wieder zu hören. So etwas macht ja blitzschnell die Runde. Allerdings werde ich mich hüten, Kampfstoff für Impfverweigerer und Covid-Leugner in die Welt zu setzen. Wie leicht sich Dummheiten an den Mann bringen lassen, weiss jetzt ja trotzdem.

Tschernobyl, Fukushima, Wuhan

Haben Sie sich schon einmal überlegt, was Tschernobyl, Fukushima, Wuhan und viele andere Katastrophen gemeinsam haben? In allen Fällen versuchte man zuerst, alles Prof. Dr. Martin Ackermannunter dem Deckel zu halten und die Wissenschaft zum Schweigen zu bringen.

Kaschierer, Verdränger und Leugner sind ein Übel unserer Zeit. Sie breiten sich pandemieartig aus. Das bekommt auch die Pandemie-Taskforce in der Schweiz zu spüren, dabei vermittelt sie uns die glaubwürdigsten Erkenntnisse. Ich bin froh, dass uns Leute von Format durch die Krise begleiten. Prof. Dr. Martin Ackermann ist ein Ratgeber, dem ich vorbehaltlos vertraue. Allerdings frage ich mich, wie lange er sich noch der Kritik undankbarer Schreihälse aussetzen wird. Wenn ich lese und höre, wer alles den Mann mundtot machen und möglichst viel unter den Teppich kehren möchte, wird mir übel.

Selbsternannte Besserwisser und Opportunisten wollen zensurieren, wo es nur geht. Immerhin sind einige von ihnen etwas ehrlicher geworden. Wes Geistes Kind beispielsweise Valentin Vogt ist, zeigt er mit schonungsloser Offenheit. 20'000 bis 30'000 Corona-Neuinfektionen pro Tag hält er für verkraftbar. An seiner Stelle würde ich so skrupellos dumme Gedanken nicht an die Öffentlichkeit dringen lassen. Was Martin Ackermann und die Taskforce zu sagen haben, darf hingegen nie zensuriert werden. Ein grosses öffentliches Dankeschön sollte längst durch das Land schallen.


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