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Unlogisch und grausam

Wenn ich die Situation in Israel mit jener in der Ukraine vergleiche, fällt mir die seltsame Logik auf, die häufig verbreitet wird. Dass Israel im Gazastreifen wütet ohne die unschuldige Zivilbevölkerung zu schützen, wird als legitim bezeichnet, weil die Hamas ausradiert werden soll. Würden ukrainische Truppen in Russland ebenso agieren, dürften sie jedoch nicht mit Verständnis rechnen. Das empfinde ich als unlogisch und grausam.

Die Hamas-Verbrecher sind in Israel eingedrungen und haben grausam gewütet. Putins Mördertruppe hat das Gleiche in der Ukraine in unendlich viel grösserem Ausmass vollbracht. Daher verstehe ich den Unterschied in der Bewertung nicht.

Die israelische Kriegstaktik muss auch der ukrainischen Armee zustehen. Daher braucht die Ukraine Waffen, die Ziele in Moskau und jeder anderen Stadt in Russland vernichtend erreichen können.

Mit militärischen Strategien bin ich nicht vertraut. Ich kann nur meine Lebenserfahrung einbringen, und diese sagt mir, dass man feigen Verbrechern gegenüber keine Angst zeigen oder gar haben darf. Die Angst vor einem weiteren Weltkrieg lähmt die Nato und ihre Verbündeten, aber sie beflügelt Putin.

NawalnyAngst ist ein schlechter Ratgeber. Der nächste Weltkrieg lässt sich nämlich nicht mit Zurückhaltung verhindern. Wenn die Ukraine fallen sollte, was es mit allen Mitteln zu verhindern gilt, werden die Expansionsgelüste des bluthungrigen Moskauer Kriegsverbrechers erst recht entfacht. Dann ist der nächste Weltkrieg wirklich nicht mehr fern.

Die russische Bevölkerung muss erfahren, dass in Zukunft jeder weitere Angriff Russlands zu einem ukrainischen Gegenschlag auf russischem Gebiet führt. Dann erwacht sie vielleicht doch noch aus ihrer Lethargie. Sie soll nämlich nur dann in Sicherheit leben, wenn das endlich auch der ukrainischen Bevölkerung wieder möglich ist. Russland kann blühen und gedeihen, wenn es zu einer friedlichen Demokratie mutiert und alle politischen Gefangenen aus der Haft entlässt.

Freie Wahlen werden das russische Gefängnispersonal übrigens nicht arbeitslos machen. Was ein Kriegsgericht und ein ausserordentlicher Scharfrichter von Putins Mörderbande noch übrig lassen, wird die Straflager reichlich füllen.

Ich weiss, dass ein Volksaufstand in Russland nicht unblutig verlaufen wird. Er kann aber dem Frieden dienen, dem russischen Volk die Freiheit bescheren und letztlich viele Menschenleben in Russland und in der Ukraine retten.

Weil es diktatorische Mörderbanden noch in einigen Ländern gibt, wünsche ich, dass der Volksaufstand in Russland wirklich stattfindet und zu einem Impuls für manches geknechtete Volk wird.

Antisemitisch - oft missbrauchtes Wort

Wenn es wahr ist, dass David Zuberbühler, Nationalrat und natürlich Mitglied der SVP, im Zusammenhang mit der von ihm gewünschten Streichung der UNRWA-Gelder den Satz "Entweder man ist für Antisemitismus oder dagegen.“ gesagt hat, beflügelt das sicher seine innerparteiliche Karriere. Er gehört dann zum hochintellektuellen Zirkel mit Glarner, Köppel, Matter, Somm und Konsorten. Differenzierungsvermögen muss er sich dann nicht mehr aneignen.

Dass Antisemitismus unerträglich und nicht zu dulden ist, steht für mich ausser Zweifel. Ich habe mich deshalb schon oft, auch öffentlich, gegen jedes Vergessen der am jüdischen Volk verübten Verbrechen eingesetzt. Das werde ich auch weiterhin tun und deshalb die fürchterlichen Taten der Hamas ebenfalls nie vergessen. Kritik übe ich trotzdem, denn was jetzt im Gaza-Streifen passiert, ist für mich auch unerträglich. Dass der schreckliche Massenmord, den die Hamas-Verbrecher verübt haben, nicht ungesühnt bleiben und sich vor allem nie mehr wiederholen darf, rechtfertigt harte Massnahmen und erfordert die Vernichtung der Terrororganisation. Allerdings ist das Wort „Kollateralschaden“ trotzdem keine Rechtfertigung für das Leid, das Kriegstreiber Netanjahu jetzt  über die unschuldige Palästinensische Bevölkerung hereinbrechen lässt.

Schutz und Hilfe für die Unschuldigen, alle Härte gegen die Verbrecher! Mit Antisemitismus hat das nicht zu tun, aber mit menschlicher Gesinnung sehr wohl. Hilfsgelder müssen mehr denn je in den Gaza-Streifen fliessen. Trotzdem kann und soll man die UNRWA-Schulen von ihrem wirklich antisemitischen Handeln abbringen oder aber für die palästinensischen Kinder alternative Bildungsstätten einrichten. Wenn die Waffen schweigen und die als Geiseln gefangenen Menschen befreit sind, sollen die Zerstörungen im Gaza-Streifen beseitigt und alle Voraussetzungen für eine friedliche Zweistaatenlösung geschaffen werden. - Bin ich, der solche Wünsche hegt, deswegen jetzt antisemitisch…?


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