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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Wir benötigen das Wechselbad

Niemandem ist es genommen, positiv in die Zukunft zu schauen. Es braucht dazu keinen realen Bezug, keine besonderen Vorzeichen oder Vorkommnisse. Auch nicht, wenn die Unterhaltungsindustrie zurzeit mehr in die andere Richtung, ins Dystopische, tendiert. Optimismus und Pessimismus gehen Hand in Hand. Gäbe es den einen nicht, gäbe es den andern nicht. Der verzerrende Blick des Grauens generiert nicht nur Horrorbilder, sondern gleichsam das Verlangen nach einer heilen Welt und somit die Vorstellung einer paradiesisch unbeschwerten Zukunft. Wir Menschen sind Bedürftige. Wir brauchen und holen uns beides, um uns richtig zu spüren (ja, Sie haben richtig gelesen). Deshalb das Wechselspiel, welches auch ein vitalisierendes Wechselbad ist…

Ewig jung

Immer schon suchten die Menschen den Schlüssel zum ewigen Leben. Aktuell kursiert das Gerücht, chinesische Wissenschaftler seien einem Mittel zur massgeblichen Verlängerung des Lebens auf der Spur. Man möchte der Botschaft glauben. Aber noch während man hin und her gerissen ist, ruft die Idee vom langen Leben und der ausgedehnten Jugend den Traum vom Fliegen in Erinnerung. Auch ein Dauerbrenner! Dank der Technik ist Fliegen längst möglich geworden. Mit Ikarus’ Vorstellung hat es indessen nichts zu tun. Fliegen aus eigener menschlicher Körperkraft bleibt Traum. Auch vom ewigen Leben und der ewigen Jugend sind wir weit entfernt. Die Medizin wird zwar stetig raffinierter. Methoden, die sich positiv auf die Lebensdauer auswirken, gibt es bereits, und es kommen laufend neue hinzu. Jugendliches Aussehen wird ja seit eh und je gekonnt vorgetäuscht. Zumindest für den ersten flüchtigen Blick. Spannend würde es, wenn vollkommene, rundum funktionierende ewige Jungwesen die Menschheit bereicherten. Schöne langlebige Gegenstücke zu Frankensteins Monster. Wo die Schwachpunkte dieser Kreaturen lägen, bliebe allerdings ungewiss. Ihre Geschichte müsste erst noch geschrieben, oder besser gesagt erfunden werden. Doch echte Geschichten haben ihre eigene Dynamik. Sie passieren in der Realität, nicht im Kopf. Man kann sie weder erzwingen, noch ihren Verlauf bestimmen. Konzentrieren wir uns also lieber auf die fantasielose Wirklichkeit! Respektieren wir das Alter und was danach kommt! Das erspart uns den aussichtlosen Glauben an die Illusion.

Helden sind Gift

Philosophen scheinen dem Helden-Thema besonders zugetan zu sein. Wenn sie ihre Erkenntnisse in hochkarätigem Fachjargon zum besten geben, ist Widerspruch ein schwieriges Unterfangen. Nicht, dass sie die Wahrheit stets auf ihrer Seite hätten, sondern weil dem Laien die Terminologie zum Kontern fehlt. So vereinen Helden die Menschen nämlich nicht nur hinter sich, sie trennen sie auch voneinander. Unser latentes Verlangen nach Vorbildern steht einem tief gründenden Misstrauen vor jeglichem Personenkult gegenüber. Wo Helden erkoren werden, kommt es unweigerlich zur Spaltung. Freunde und Feinde, die verklärten Anhänger auf der einen Seite, die nüchternen „Ungläubigen“ auf der andern Seite, bekämpfen sich. Helden sind primär Unruhestifter. Gift für das friedliche Miteinander. Idole, Symbolfiguren, Hoffnungsträger im Sinne aller gibt es meiner Meinung nach nicht.


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