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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Totalunternehmen gefährdet Handwerkerfirmen

Neuerdings werden immer öfter Aufträge an Totalunternehmen vergeben. Im öffentlichen Umfeld passiert das meistens dann, wenn man die Mitsprache der Stimmberechtigten limitieren oder einen Planungsrückstand wettmachen will. In aller Regel sollte man aber auf diese Art der Auftragsvergabe verzichten, denn sie ist extrem risikobehaftet.

Im „Tages-Anzeiger“ vom 29. Juli 2019 ist dazu unter dem Titel „Streit auf Baustelle gefährdet Hunderte von Jobs“ ein aufschlussreicher Artikel erschienen, den man für die Mitglieder des Stadtrates und des Parlaments von Wetzikon zur Pflichtlektüre erklären müsste. Es interessiert die Öffentlichkeit sicher, wie man beim gigantischen Spitalausbau oder beim demnächst zur Abstimmung kommenden Werkhof die im Tages-Anzeiger geschilderten Probleme verhindern kann. Daher sollte ein breit abgestützter parlamentarischer Vorstoss die Verantwortlichen zu einer Stellungnahme zwingen.

Ich bin nicht ängstlich, aber ich habe immer noch die überdimensionierten Blumenkisten vor Augen, mit denen die Stadtratsmitglieder Henry Vettiger und Susanne Sieber die unter ihrer „Nichtaufsicht“ asphaltierte Fläche beim Stadthaus kaschieren liessen. Wenn ich an diesen Fauxpas denke und mich zudem an die vielen Fehlplanungen der Vergangenheit erinnere, glaube ich nicht, dass unsere Behördenmitglieder einem ausgebufften Totalunternehmer gewachsen sind. Es braucht daher Leitplanken, die das Schlimmste verhindern, und für die Zukunft eine weitsichtigere Planung, damit Wetzikon nie mehr auf einen Totalunternehmer angewiesen ist.

Damit ich mit diesen Zeilen keine Missverständnisse verursache, halte ich abschliessend fest, dass ich den Unterschied zwischen einer Generalunternehmung und einer Totalunternehmung kenne. Wie gering der Einfluss des Stadtrats auf die eigenwillige Spital-AG ist, weiss ich ebenfalls. Die Stimme erheben darf man aber auch im Stadthaus. Dass ich im September der Not gehorchend für den neuen Werkhof stimme, wird die Ausnahme von der Regel sein. An sich finde ich öffentliche Aufträge für Totalunternehmen nämlich total daneben.

Seltsam bis ärgerlich

Trotz Sommerflaute ist die Lektüre der Lokalpresse ziemlich anregend und Adrenalin fördernd.

Da belehrt uns ein „angehender Akademiker“ (Selbstdeklaration in einem am 19. Mai im Zürcher Oberländer erschienenen Leserbrief), dass für das Amt des Statthalters ein „engagierter Berufsbildner“ einem Rechtsanwalt mit langjähriger Berufserfahrung vorzuziehen sei. Der bisherige Statthalter, ein ehemaliger Polizist, habe schliesslich gute Arbeit geleistet. Das trifft allerdings nicht zu. Der glücklicherweise bald zurücktretende Statthalter überzeugt nicht. Ihn müssen wir daher sicher nicht klonen. Fachkompetenz, Objektivität, Durchsetzungsvermögen und Rückgrat sind gefragt.

Wenn es für die Statthalterwahl keine weiteren Kandidaturen gibt, werde ich mich für den juristisch gebildeten Bewerber und sicher nicht für den auf sehr vielen Hochzeiten tanzenden „Berufsbildner“ entscheiden. Trotzdem muss auch meiner Meinung nach ein Statthalter und Bezirksratspräsident keine akademische Ausbildung haben. Er soll einfach das mitbringen, was der heutige Amtsinhaber vermissen lässt. Wenn dann noch eine juristische Ausbildung, ein Anwaltspatent und eine reiche Berufserfahrung dazu kommen, nehmen wir das wertvolle Supplement jedoch gerne an.

Ebenfalls für einen Adrenalinstoss sorgt bei mir das Bild eines in die Kamera lächelnden Paares. Es zeigt Stadträtin Susanne Sieber und Stadtrat Heinrich Vettiger, die stolz auf einer überdimensionierten Blumenkiste thronen und eine seltsame Erklärung abgeben. Beide sind überrascht, weil die für einen Park vorgesehene Fläche zwischen dem Stadthaus und der neuen Wohnüberbauung asphaltiert worden ist. Da der Stadtrat „nicht allein federführend“ sei, habe er zu spät von der Missachtung des Gestaltungsplanes Kenntnis erlangt. Dass die stadträtliche Aufsicht über ein Drei-Parteien-Projekt so sträflich versagt hat, ist wirklich verwunderlich, wenn auch stadtratstypisch. Was anschliessend passiert ist, verstehe ich jedoch noch weniger.

Vielleicht ist ja das Provisorium mit drei grossdimensionierten Blumentrögen eine akzeptable Notlösung. Dass der angesehene Förster und Gemeindeparlamentarier Stefan Burch die Goliath-Blumenkisten her- und aufgestellt hat, spricht jedenfalls dafür. Nicht akzeptabel ist allerdings, wie die Kosten verbucht werden. Die Fr. 35'000.00 für die provisorischen Blumeninseln sind nämlich zwingend dem Gestaltungsplan und nicht einem Sonderkonto zu belasten, auch wenn das bei der definitiven Abrechnung zu einer Kostenüberschreitung führt. Es kann ja nicht sein, dass der für ein bewilligtes Projekt zur Verfügung stehende Betrag mit Buchungen auf anderen Konten aufgestockt wird. Darauf sollte mindestens die Rechnungsprüfungskommission ihre Aufmerksamkeit richten. Andernfalls wird sich die verfehlte Praxis nämlich definitiv etablieren.

Obwohl ich Camouflier-Buchungen für illegal und verwerflich halte, weiss auch ich, dass es hin und wieder berechtigte Ausnahmen geben kann. Das wird z.B. dann der Fall sein, wenn der zur Urnenabstimmung anstehende Werkhof auf dem alten Gaswerkareal gebaut wird. Die Mediker Industriebrache muss in naher Zukunft dekontaminiert werden. Dann wird das Erdreich ausgebaggert, abgetragen und entsorgt. Die Aufwendungen dafür verursachen gebundene Kosten, die so oder so anfallen würden und daher die Bauabrechnung für den neuen Werkhof nicht belasten werden. „Keine Regel ohne Ausnahme" gilt also auch beim Konten-Jonglieren. Eine Vollmacht für willkürliche Kaschierbuchungen lässt sich daraus aber nicht ableiten.

Fragen und Antworten

Seit auf dem Areal des alten Gaswerkes in Medikon Profilstangen stehen, wächst das Interesse an dem im Herbst zur Abstimmung kommenden Projekt. Dass die Stadtwerke und der Unterhaltsdienst auf einen neuen Werkhof angewiesen sind, ist unbestritten und der dafür gewählte Standort ist es auch. Trotzdem stellt man sich, insbesondere in der unmittelbaren Nachbarschaft, diverse Fragen. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst und bei der städtischen Immobilienabteilung eine Stellungnahme eingeholt. Unsere Fragen sind umgehend und umfassend beantwortet worden. Dafür verdient Abteilungsleiter Bruno Odermatt unseren Dank und unsere Anerkennung.

Die Informationen, die wir erhalten haben, stellen wir unseren Leserinnen und Lesern hier in Form einer "pdf"-Datei zur Verfügung.

 


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