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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Wenn der Goldhamster nicht goldig ist

Kürzlich habe ich amüsiert vernommen, dass eine amtierende Wetziker Stadträtin Goldhamster genannt wird. Da im männerdominierten Stadtrat nur eine einzige Frau sitzt, weiss ich natürlich, wer gemeint ist. Die Bezeichnung lässt sich trotzdem nicht auf Anhieb erklären. Ich halte die Dame jedenfalls nicht für goldig. Eine hamsternde Stadträtin kann ich mir jedoch vorstellen. Man hat mir aber gesagt, dass die seltsame Bezeichnung rein optische Gründe habe. Das erscheint nachvollziehbar.

Der Person mit dem speziellen Kosenamen wird eine grosse Aufmerksamkeit zuteil. Darüber kann man nur froh sein. Das lässt sich mit dem Zürcher Oberländer vom 23. Januar 2020 belegen. Unter dem Titel Stadtrat kürzt der Baukommission die Kompetenzen“ berichtet die Lokalzeitung über den neusten Husarenstreich des nach Allmacht strebenden Stadtrates. Nach Meinung der Tierli-Stadträtin wird die Machtkonzentration mit keinen Interessenkonflikten verbunden sein, obwohl der selbstherrliche Stadtpräsident in Zukunft über Baugesuche seiner Konkurrenten mitbestimmen darf. Offenbar soll Stadträtin Susanne Sieber, die liebevoll Goldhamster Genannte, gegenüber dem Oberländer etwa folgende Aussagen gemacht haben:

Die Zusammensetzung des Planungsausschusses bestimmt sich nach den Funktionen. Ruedi Rüfenacht vertritt die Rolle des Stadtpräsidenten im Planungsausschuss. Dies ist aufgrund der politischen Tragweite der Geschäfte wichtig. Ein Interessenkonflikt besteht daher nicht, zumal die Ausstandsregeln uneingeschränkt eingehalten werden.

Der letzte Satz der vorstehend zitierten Ausführungen von Susanne Sieber ist brisant. Man kann ihn auf zwei Arten interpretieren. Die Schlussfolgerung wird auf jeden Fall negativ sein. Entweder fehlt Susanne Sieber das nötige Wissen oder die Frau ist bewusst unaufrichtig. Für das Erstere spricht der Leistungsausweis der amtierenden Stadträtin und für das Zweite die im Stadtrat herrschende Klüngelei.

Wenn ich, vielleicht etwas gar naiv, voraussetze, dass eine amtierende Stadträtin das kantonale Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRG) und damit auch § 5 kennt, dann muss Unaufrichtigkeit im Spiel sein. Dass Bauunternehmer Rüfennacht nicht über Projekte seiner Konkurrenten befinden wird, lässt sich mit den entsprechenden Bestimmungen nämlich nur ungenügend durchsetzen. Zudem können die rüfenachthörigen Mitglieder des Planungsausschusses in einem Zweifelsfall immer noch entscheiden, der Stadtpräsident sei nicht ausstandspflichtig. Dass meine Feststellung stimmt, beweise ich mit diesem Screenshot:

Ausstand

Es wird Zeit, dass der Stadtrat endlich in die Schranken gewiesen wird. Das kann allenfalls über eine Limitierung seiner Kompetenzen geschehen. Daher darf man auch der vom Stadtrat angestrebten Teilrevision der Gemeindeordnung nicht vorbehaltlos zustimmen, denn damit würde der Schaden nur noch vergrössert. Eine Teilrevision der Gemeindeordnung halte ich allerdings trotzdem für sinnvoll. Sie muss die Rechte des Parlaments und der Stimmberechtigten stärken und für die Zukunft solche Spiele wie mit dem Planungsausschuss verhindern.

Mit meinen vorstehenden Ausführungen habe ich mich vom Goldhamster-Thema ziemlich entfernt. Ich will aber doch noch darauf zurückkommen, weil mir eben selbst eine mögliche Erklärung für die tierische Benennung unserer derzeit einzigen Stadträtin einfällt. Vielleicht ist die Bezeichnung ja von einem Hamsterrad abgeleitet. Das sind die Dinger, in denen man trotz heftigem Strampeln nicht vom Fleck kommt, weil sich alles im Kreis dreht.

Rapunzel liess kein Haar herunter…

…und trotzdem hat sich in Medikon Haariges ereignet. Mir haben sich jedenfalls die Nasenhaare gesträubt.

Saluz Gasturm

Offenbar gibt man ihm die Schuld, dem Turm, nach dem auf dem Bild die Abbruchzange greift. Aus ihm soll eine Wolke entwichen sein, die einen Gasalarm ausgelöst und eine ganze Blaulicht-Armada in Bewegung gesetzt hat. Für uns Quartierbewohner ist Spannendes inszeniert worden. Jetzt sind die sterblichen Überreste des Übeltäters in eine weisse Folie gehüllt, und man könnte glauben, der Verhüllungskünstler Christo sei am Werk gewesen. Die weisse Folie wirkt wie ein Leichentuch. Ob das künstlerisch ist, spielt keine Rolle. Assoziationen weckt es allemal. Turm und Leichentuch passen eben perfekt zueinander. Als Beweis muss man nicht einmal den Turmbau zu Babel anführen. Es reicht bereits, wenn man sich an den Stoffel-Turm erinnert, der einst das schöne Vals verschandeln sollte, es aber glücklicherweise nie tun wird.

Mit dem Wort Turm kann man allerdings auch in Wetzikon Überlegungen anstellen. Im Stadthaus wird man jedoch das Verb und nicht das Substantiv verwenden. Dort türmen sich nämlich die Pendenzen auf, und über diese wird sehr oft das Leichentuch des Schweigens ausgebreitet. Christo muss man dazu nicht bemühen, denn die stadträtlichen Verhüllungskünstler sind ihm an Effizienz deutlich überlegen und zudem mit Sachen, die zum Himmel stinken, absolut vertraut.

Wenn beim Oberländer fast nichts mehr geht

Schadenfreude ist nicht angezeigt, aber inspirierende Gedanken darf ich mir wohl erlauben, wenn beim Zürcher Oberländer fast nichts mehr geht. Mich haben viele Leute auf die IT-Panne unserer Regionalzeitung angesprochen. Die Hauptseite soll zeitweise (z.B. am 15. Januar 2020 um 12.30 Uhr) nicht mehr erreichbar sein. Zeitungslesen am PC ist derzeit offenbar nicht möglich. Auch an eine pdf-Datei kommen die Leserinnen und Leser nicht mehr. Das lässt auf mangelnde Flexibilität schliessen. Da man beim ZOL von allen registrierten Benutzern eine mit dem Zeitungsabonnement übereinstimmende E-Mail-Adresse kennt, könnte man die im Netz nicht erhältliche pdf-Datei schliesslich auf diesem Weg verbreiten. Mein Problem ist das allerdings nicht. Mich beschäftigen, wie vorstehend erwähnt, nur inspirierende Gedanken.

Wenn es den Zürcher Oberländer nicht mehr gäbe und dafür die Zürichsee Zeitung mit dem hiesigen Lokalteil ergänzt und in Zürcher Landzeitung umbenannt würde, hätten wir ein attraktives neues Blatt, in dem man auch den ohnehin überall integrierten Einheitsbrei des Tages-Anzeigers finden würde. Das könnte sich auf die Produktionskosten und damit auf die Abonnementspreise auswirken und zudem der Blattqualität zu erheblichem Auftrieb verhelfen. So gesehen hat sich die sicher nicht einmalige Panne beim Zürcher Oberländer durchaus gelohnt. Ich weiss jedenfalls nicht, wie mir diese eigentlich längst obsolete Zeitung einen grösseren Impuls vermitteln könnte…


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