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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

SALUZER Der BLOG Final

 

Unfreiwilliger Genversuch in Wetzikon

 

Saluz Pommes frites 2

 

Eigentlich wissen auch wir, dass Freilandversuche mit verändertem Genmaterial verboten sind. Trotzdem ist es bei uns zu einer ungewollten Freisetzung gekommen. Die Umweltschutzbehörden sind alarmiert und wollen uns als Verursacher des Zwischenfalls für unsere Fahrlässigkeit gerichtlich belangen.

Was ist passiert? Im letzten Herbst sind meiner Frau aus einem Einkaufskorb tiefgefrorene Pommes frites auf den erdigen Gartenboden gefallen und von uns offenbar nicht vollständig eingesammelt worden. Deswegen und weil wir das Erdreich nicht fachmännisch dekontaminiert haben, konnten die durch die Zersetzung der Pommes frites freigesetzten Gene in den Wurzelstock eines mehrjährigen Feigenbaumes eindringen und eine Genmutation bewirken.

Bemerkt worden ist das Missgeschick erst in diesen Frühlingstagen, denn der noch blätter- und feigenlose Baum trägt bereits Pommes frites, und einige davon sind sogar der Nachbarskatze direkt vor die Pfoten gefallen. Die Umweltschutzbehörden verlangen die umgehende Beseitigung der frühlingsfrischen Pommes. Auch sollen wir den Feigenbaum und das ihn umgebende Erdreich mittels Notgrabung entfernen und das belastete Material in die zu reaktivierende Sondermülldeponie Kölliken bringen. Diesem Ansinnen widersetzen wir uns mit allen juristischen Mitteln, denn der mutierte Feigenbaum könnte unser Alterskapital erheblich vermehren. McDonald’s, Burgerking + Co. sind nämlich an unserer veränderten Pflanze sehr interessiert. Wir könnten daher stolze Preise erzielen. Allerdings würden wir vorher noch gerne einen wertsteigernden Versuch machen.

Wenn wir die am Feigenbaum wachsenden Pommes frites noch einige Zeit hängen lassen, werden sie vermutlich durch die zunehmend stärker werdenden Sonnenstrahlen essfertig frittiert. Dann können wir für die Ableger unseres Feigenpommesfritesbaumes Phantasiepreise verlangen. Mit Phantasie hängt letztlich ohnehin alles zusammen, den Text haben wir schliesslich rechtzeitig zum 1. April verfasst…

Gedankenschutz

Dass ein Erfinder und Patentinhaber nicht leer ausgeht, wenn er etwas Wertvolles oder Nützliches schafft, finde ich richtig. Ich gönne jedem Urheber den Ertrag seines Schaffens. Allerdings bin auch ich schon leer ausgegangen, wenn jemand etwas von mir „recycled“ hat. Für mich ist der Schaden allerdings nie gross gewesen. Erfinder, die sich das internationale Patentieren nicht leisten konnten, haben hingegen nicht selten riesige Summen verloren. Komponisten, Interpreten, Autoren und Künstler aller Art verlieren ebenfalls Geld, wenn Unlautere ihre Werke benützen. Es ist allerdings nicht immer einfach, korrekt zu sein. Ich kann das mit ein paar Beispielen illustrieren.

Vor etlichen Jahren habe ich einmal einen Text verfasst und mit „Dummheit ist lernbar“ übertitelt. Am Tag, an dem ich mein Manuskript zur Post bringen wollte, ist der neue „Beobachter“ bei mir eingetroffen, und ich habe schon von weitem die Schlagzeile „Dummheit ist lernbar“ gesehen. Mir ist jedoch sofort bewusst geworden, dass mein Manuskript nicht in fremde Hände gelangt sein konnte. Der Text im Beobachter konnte also ganz bestimmt kein Plagiat sein. Das Umgekehrte wäre allerdings auch nicht möglich gewesen, denn das andere Manuskript habe ich ebenfalls nie gesehen. Ich kenne das „Fremdprodukt“ erst seit der Publikation im Beobachter. Die unglaubliche Duplizität von Autorengedanken hätte mir damals aber niemand geglaubt. Ich berichte daher erst heute, also viele Jahre nach der Vernichtung meines eigenen Manuskripts, über den unglaublichen Zufall. Heute lege ich allerdings allergrössten Wert darauf, nicht mit dem Verfasser der schliesslich einzigen Ausgabe von „Dummheit ist lernbar“ verwechselt zu werden…

Die vorstehenden Ausführungen sollen einzig als Beleg dafür dienen, dass nicht jedes vermeintliche Plagiat auch eines ist. „Zweitautoren“ empfehle ich trotzdem das rechtzeitige Schreddern ihres vermeintlichen Unikats. Sie müssten sonst allenfalls einen Eid auf die Bibel ablegen, weil das ihnen Widerfahrene zu unglaublich wäre.

Mit Bild- und Autorenrechten habe ich immer noch Probleme, weil ich mir beim Betrachten von Bildern und beim Lesen von Texten eigene Gedanken mache und die dann auch publizieren möchte. Korrektes Zitieren mit Quellenangabe ist zwar einfach, aber beim „Zitieren“ von Bildern wird es schwierig. Wenn man zuerst eine Bildbeschreibung verfasst, auf die man mit einem eigenen Text Bezug nimmt, geht viel verloren. Das Ignorieren von Bildrechten wird dann schon fast zur Pflicht, besonders wenn man auf entsprechende Freigabebitten keine Antwort erhält. Das tönt sehr abstrakt, lässt sich aber mit diesen Beispielen erklären:

 KombiSaluz Textbereinigung

Ich hoffe, dass mich meine Praxis nie vor den Richter führt. Andernfalls wäre meine Dummheit vielleicht nicht erlernt, sondern angeboren.

Jetzt muss sich Duti nicht im Grab umdrehen

Das würde Duti freuen, und mich freut es auch: Erfahrung, Fachwissen und menschliche Kompetenz haben ein erfreuliches Wahlergebnis herbeigeführt. Ursula Nold ist zur neuen Präsidentin der Migros-Verwaltung gewählt worden. Sie hat mit 73 zu 27 Stimmen ihre schon als SBB-Mitarbeiterin gescheiterte Gegenkandidatin erfreulich deutlich geschlagen.

Wenn die neue Migros-Präsidentin ihr Amt am 1. Juli antritt, soll in den Büros und Läden der Migros Freude herrschen, obwohl man sich dort vermutlich ein grösseres Kaliber erhofft hat. Das fachlich und menschlich nicht überzeugende Schreckgespenst namens Pilloud wird sich nun die Wunden seiner Niederlage lecken und dann einer neuen Karriereleiter entgegenschweben. Hoffentlich werden aber auch dort die Sprossen unter der Last von Selbstüberschätzung, Geltungssucht und Geldgier rechtzeitig zusammenbrechen. Die karrierengeile Frau, die auf mich wie ein verkappter Mann wirkt, wird sonst nie zur Vernunft kommen. Sie soll ja jetzt schon mit der Stromindustrie liebäugeln. Dort will sie wahrscheinlich Hochspannungsmaste und nicht nur - wie der Migros angedroht - Pflöcke einschlagen.

Übrigens soll die Vorbereitung auf das nächste avisierte Amt besser werden. Statt mittels Lektüre wird jetzt durch Taten Einarbeitung betrieben. Bis zu einer allfälligen Wahl will die Kandidatin daher alle Lampen in ihrem Haus anzünden und zusammen mit allen elektrischen Geräten im Dauerbetrieb testen. Erst wenn die dadurch gewonnene Erfahrung mit elektrischer Energie auch beim nächsten Griff nach höheren Weihen wieder kein Wahlgremium überzeugt, wird der allergrösste Trumpf ausgespielt: Die Allround-Kandidatin betreibt nach eigenen Aussagen aktiven Schwimmsport. Sie beherrscht somit anerkanntermassen jene Disziplin, die sie an jeder einigermassen anspruchsvollen Stelle perfekt praktizieren wird.


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