SALUZER Der BLOG
Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

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- Peter-Jürg Saluz
Ein Bekannter, der sich selbstkritisch als klapprigen Alten bezeichnet und der wegen seines Zustands anonym bleiben will, hat mir von seinen gesundheitlichen Problemen erzählt. Mit einer Ausnahme kann er sich mit diesen gut arrangieren. Einzig etwas besonders Lästiges würde er gerne in den Griff bekommen.
Der Mann erlebt es oft und dann wieder ein paar Tage lang gar nicht, dass er sich beim genussvollen Essen ganz abrupt übergeben muss. Er hat deshalb mit ärztlicher und familiärer Unterstützung alle nur denkbaren Abklärungen auf sich genommen, um dem Übel auf den Grund zu gehen.
Dass die Menüwahl nicht ausschlaggebend ist, weiss der Mann bereits, denn der Brechreiz tritt bei den verschiedensten und durchaus wohlschmeckenden Speisen auf. Man hat deshalb an eine spezielle Unverträglichkeit oder gar an eine allergische Reaktion auf bestimmte Nahrungsbestandteile geglaubt. Allerdings haben entsprechende Abklärungen ebenfalls nichts Konkretes ergeben. Weil das gesamte medizinische Instrumentarium keine Resultate zutage gefördert hat, sind zusätzlich die Lebensumstände als mögliche Auslöser des spontanen Erbrechens überprüft worden. Auch das ist allerdings ergebnislos geblieben.
In vermeintlich unklaren Situationen hilft manchmal der Zufall. Er hat auch dem von Brechreiz Geplagten geholfen.
Der Mann nimmt zusammen mit seiner Frau das Nachtessen jeweils im Wohnzimmer ein. Da die beiden keine Nachrichten verpassen wollen, läuft dabei der Fernseher. Kürzlich hat die Frau während eines Brechanfalls ihres Mannes auf den Bildschirm geschaut. Was die Übelkeit ausgelöst hat – und offenbar auch weiterhin auslösen kann –, ist jetzt bekannt: Bestimmte Fernsehbilder waren der Auslöser..
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- Peter-Jürg Saluz
Hackerangriffe haben die unterschiedlichsten Folgen – auch für unsere Internetseiten. Das Wiederherstellen zerstörter Seiten kostet viel Zeit und Geld. Meistens lässt sich trotzdem nie alles retten. Gefördert wird dafür aber die Kreativität..
Wie ich an dieser Stelle bereits berichtet habe, konnten unsere zahlreichen Blogtexte und Spruchkarten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Vieles ist jedoch erhalten geblieben und bildet das Fundament für unser weiteres Schaffen. Daher beende ich nun die Reparaturarbeiten. Spuren der Vandalenakte werden allerdings bestehen bleiben. Das werden Sie bemerken, wenn Sie beim Durchscrollen einem Text immer noch mehrfach begegnen oder einen Beitrag entdecken, der anders eingefärbt ist.
Bei der letzten Durchsicht der "gesammelten Werke" ist mir noch etwas Besonderes aufgefallen: Die Illustrationen wurden teilweise vertauscht und passen deshalb nicht mehr in jedem Fall zum jeweiligen Text. Das zu korrigieren wäre jedoch viel zu aufwendig. Ich verzichte deshalb darauf und freue mich stattdessen über einen unerwarteten Nebeneffekt des Pannenfalles.
Wer auf einen falsch illustrierten Beitrag stösst, hält einen Moment inne und macht sich Gedanken. Zwar lässt sich der Zusammenhang zwischen Bild und Text dann nicht immer erneut herstellen, doch gerade das Innehalten und Nachdenken macht manchen älteren Beitrag erneut spannend. - Vielleicht wollten die Häcker also nur inspirirend sein...
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- Peter-Jürg Saluz
Obwohl ich in der Vergangenheit hin und wieder am Nationalfeiertag selbst eine Ansprache halten oder mir anhören durfte bzw. musste, kann ich der entsprechenden Tradition nichts abgewinnen. Freiwillig würde ich mir nie eine Festrede anhören.
Wenn ich nachträglich lese, was an «Klugem» gesagt worden ist, merke ich fast immer, was ich mir mit meinem Fernbleiben erspart habe. Mehrfach Aufgewärmtes hat mir noch nie geschmeckt. Selbstgefällige Eigenpropaganda muss ich mir nicht anhören. Visionen bringen mir nichts, wenn deren Verwirklichung ausbleibt.
Man kann mir vorwerfen, dass ich ein Festmuffel bin, und hat damit sogar recht. Festliche Gedanken kommen in der heutigen Zeit aber ohnehin nicht auf. Ernsthafte Gedanken mache ich mir hingegen schon.
Obwohl ich glücklicherweise nie mehr eine Festtagsansprache halten oder anhören muss, überlege ich in aller Stille, was man noch sagen könnte. Theoretisch liessen sich zwar Wünsche und Empfehlungen formulieren, praktisch müsste man aber an deren Wirkungslosigkeit scheitern.
Weil ich das Hoffen längst ernüchtert aufgegeben habe, könnte ich einzig noch Tatsachen für eine Ansprache verwenden. Es würde dann allerdings eine äusserst traurige Rede werden. Sie möchten doch sicher nicht hören, wie das schädlichste Lebewesen auf diesem Planeten heisst …
Ich bin als Kind in einer Grossfamilie aufgewachsen und habe seinerzeit miterlebt, wie uns diverse Sekten einverleiben wollten, was natürlich dank unseren klugen Eltern kläglich gescheitert ist.
Von den Anwerbeversuchen ist mir ein Beispiel besonders in Erinnerung geblieben. Ein Heilsverkünder hat uns damals baldiges Unheil vorausgesagt und das Kofferpacken empfohlen. Unsere Familie sollte sich in die Nähe der Dufourspitze begeben, weil wir von dort aus vor dem unmittelbar bevorstehenden Weltuntergang in Sicherheit gebracht würden.
Heute, am 1. August 2026, frage ich mich, ob man so eine düstere Voraussage eines Sektierers nicht sogar ernst nehmen müsste.
