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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Verquere Denker

Katharina Saluz Gsell Bild 001Was seit Monaten unser Leben auf den Kopf stellt, der Politik neuartige Probleme beschert, dem Gesundheitswesen fast Unmögliches abverlangt, der Wirtschaft unermesslichen Schaden zufügt und für massenweise Stoff in den Medien sorgt, halten sie für die aufgeblähte Geschichte um ein harmloses Virus und eine erfundene Pandemie. Ihres Erachtens haben demokratiefeindliche Kräfte den Ausnahmezustand ausgerufen, um ungehindert den Rechtsstaat auszuhebeln. Widerstand sei angezeigt, um den mutwilligen Einschränkungen unserer Rechte und Freiheiten Einhalt zu gebieten. Diktatorischen Tendenzen müsse entgegen gewirkt werden, denn die Freiheit der Bevölkerung stünde auf dem Spiel. Etwa so tönt es, wenn die Anhänger der neuen Glaubensrichtung auf die Barrikaden steigen und ihr abstruses Gedankengut zum Besten geben. Gegen jede Vernunft und besseres Wissen lehnen sie angeordnete Schutzmassnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ab und bezichtigen die offizielle Berichterstattung der Angstmacherei vor einer nicht existierenden Gefahr. Wer den Jüngern der militanten Bewegung Paroli bietet, gerät ins Schussfeld aggressiver Verbalattacken oder er wird des Meinungsterrors bezichtigt. Dabei ist noch nicht einmal klar, worum es ihnen überhaupt geht. Die Verteidigung der Demokratie kann es nicht sein, denn was die Bevölkerungsmehrheit für richtig hält, scheint für sie nicht zu zählen. Der Verdacht liegt nah, dass es ihnen um das genaue Gegenteil dessen geht, was sie selber zu Protokoll geben. Sie verteidigen nicht unser Rechtssystem und die Sicherheit der Bevölkerung, sondern sie suchen die Spaltung der Gesellschaft entlang neuer Linien. Das Spiel verquerer Denker…

Soll er doch Rechtsschritte einleiten

TrumpDass die Präsidentenwahl in Amerika an dieser Stelle ein Thema ist, mag erstaunen. Ich gestatte mir trotzdem, etwas zu Trump und seinen Absichten festzuhalten. Dieser Mann  ist im wahrsten Sinn des Wortes ein absoluter Anti-Demokrat, ein Egomane mit Borderliner-Mimik. An der Macht bleiben will er mit allen Mitteln. Dabei soll ihm nötigenfalls auch das höchste Gericht helfen.

Vielleicht wäre es gar nicht schlecht, wenn am Schluss der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Supreme Court) über die Rechtmässigkeit der Wahl entscheiden müsste. Donald Trump würde dann eine heilsame Lehre zuteil. Recht könnten und würden ihm nämlich auch die konservativsten Richter nicht geben. Sogar die von Trump auf den Richterstuhl gehisste Amy Coney Barrett wird die Wünsche des Irren nicht erfüllen. Sie ist dem Recht verpflichtet und als auf Lebenszeit gewählte Richterin gegen allfällige Druckversuche sicher resistent. Ein weiser Richterspruch könnte selbst die Aufmüpfigsten zur Raison bringen und Amerika befrieden. Es braucht Vernunft, Einsicht und Solidarität. Dann wird Amerika wieder

G R E A T  A G A I N

und weltweit wie ehedem angesehen.

An den Pranger stellen

Der Pranger, der in früheren Zeiten weit verbreitet gewesen sein soll, wäre auch heute noch nützlich. Es ist mir aber bewusst (und auch egal), dass ich mit dieser Feststellung für Entrüstung sorge. In der Schweiz werden wir allerdings ohnehin keine Auferstehung des Schandpfahls erleben. Deshalb kann nur noch die Presse die aufklärende und demaskierende Aufgabe übernehmen.

HirnströmeIch bin traurig, weil Anstand und Solidarität eine immer kleinere Rolle spielen. Den Tüchtigen wird keine Anerkennung mehr zuteil, aber die Wirrköpfe und Corona-Leugner werden immer lauter, aggressiver und gemeiner. Dass sich dieser Mob dem mit guten Gründen demonstrierenden Pflegepersonal vor dem Bundeshaus pöbelnd und unter Missachtung aller Schutzmassnahmen entgegengestellt hat, ist niederträchtig und beschämend.

Mir verschlägt es ebenfalls die Sprache, wenn Andersdenkenden unverhohlen mit Gewalt gedroht wird. Wer das tut, darf seines Lebens nicht mehr froh werden. Man muss ihn brandmarken und ächten. Das schändliche Tun soll nicht ohne Konsequenzen bleiben. Arbeitgeber und Kunden solcher Figuren können durchaus adäquat reagieren...

Ich weiss, dass man nach christlicher Lehre dem Hass nicht mit Hass begegnen sollte. Einem Freidenker wie mir hilft das jedoch wenig. Wenn ich sehe, was da und dort abläuft, kann ich den Hass gar nicht unterdrücken. Gewalttätig werde ich deswegen aber sicher nicht.

Die grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist einsichtig und klug. Sie darf sich jetzt nur nicht ins Bockshorn jagen lassen, dann kann sie die chaotischen Corona-Leugner mit sehr subtilen Mitteln bekämpfen. Man muss sich einfach die Gesichter der trüben Tassen merken, wenn sie zu ihren Saubannerzügen starten.

Den echten Schandpfahl gibt es nicht mehr, aber symbolisch kennen wir den Pranger noch immer. Es ist gut, dass sich die Vandalen mit ihren öffentlichen Auftritten selbst an diesen stellen.


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