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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Stadtpräsident unter Verdacht

Der Winterthurer Stadtpräsident Michael Künzle hat mit einer Puppe namens Ken ungewollt Schlagzeilen gemacht. Er steht, wie die Tagespresse berichtet, jetzt unter „Sexismus-Verdacht“, weil die scheidende Gemeinderatspräsidentin Chantal Leupi den Ken geschenkweise entgegen nehmen durfte oder musste. Ich will mich an dieser Stelle nicht in die Winterthurer Posse vertiefen. Da der Tages-Anzeiger darüber aber einen riesigen Artikel verfasst hat, steht jetzt in dieser Zeitung auch folgender Kommentar von mir: Es genügt, wenn der Vorfall unter den Beteiligten geklärt wird. Schlagzeilen sind unnötig und kontraproduktiv. Mich interessieren einzig die Gefühle der Beschenkten. Sofern die Ken-Aktion bei Frau Leupi keine negativen Gefühle ausgelöst hat, soll sich auch kein Trittbrettfahrer die nicht vorhandene Empörung aneignen. Wenn die unbedachte Aktion allerdings doch verletzend gewesen ist, muss Michael Künzle die Sache in Ordnung bringen - mit Frau Leupi und nicht mit Dritten. Es gibt in Winterthur übrigens eine äusserst humorvolle Chantal, die sich stets für Anstand und Korrektheit einsetzt. Was sie wohl über das Winterthurer Puppenspiel denkt?

Strichmännchenkunst der Extraklasse

Verbindungen kommen auf verschiedenste Art zustande. Manchmal stehen sich zwei ganz nah, obwohl sie miteinander nie etwas zu tun hatten. A.R. Penck und Louis Soutter kannten sich nicht, weil sie nicht zur selben Zeit lebten. Umso bemerkenswerter ist die Ähnlichkeit ihres künstlerischen Schaffens. Am 2. Mai 2017 ist in Zürich A.R. Penck im Alter von 77 Jahren gestorben, während Louis Soutter bereits 75 Jahre früher, nämlich 1942, starb. Louis Soutter und A. R. Penck waren grossartige Meister der Strichmännchenmalerei. Ich meine das ohne Ironie und schon gar nicht abwertend. Das Gegenteil ist der Fall! Wer sich überzeugen will, dass dieses Genre Ausdrucksstärke auf höchstem künstlerischem Niveau bietet, der google sich durch das reiche Bilderangebot der beiden im Internet. Weiteres Kommentieren will ich unterlassen, weil es die individuelle Kunstbetrachtung stören würde. Nur soviel: Sie werden begeistert sein!

Geisterbahn-Feeling

Als Kind habe ich mich für Geisterbahnen begeistert. Die Leidenschaft ist aber längst verpufft. Trotzdem überlege ich mir hin und wieder, wie ich eine Geisterbahn konzipieren würde. Bei der Einfahrt müsste ein erstes Gruseln zu spüren sein. Dann wäre eine Steigerung bis hin zum totalen Entsetzen nötig, damit das Aufatmen bei der Ausfahrt aus der Anlage zur nicht zu übertreffenden Empfindung würde. Mit welchen Objekten so eine Empfindungskaskade zu erreichen wäre, ist mir sehr schnell klar geworden. Tiere, selbst Hyänen, eignen sich dafür nicht. Sie wecken nicht genug negative Assoziationen. Vielleicht könnte Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett helfen. Ich weiss zwar nicht, ob dort ein Versandhandel betrieben wird und ob man dort allenfalls einen Sepp Blatter, einen Giovanni Vincenzo Infantino, einen Donald Trump, einen Ariel Scharon, einen Wladimir Wladimirowitsch Putin, einen Baschar Hafiz al-Assad und einen Recep Tayyip Erdogan bestellen könnte. Vielleicht wäre das aber ohnehin nicht gut. Ich hätte nämlich beim Aufstellen der Figuren erhebliche Probleme. Für das erste Gruseln bei der Einfahrt würden die Duplikate von Blatter und Infantino sicher genügen. Die richtige Reihenfolge für die anschliessende Entsetzensspirale wäre aber nicht leicht zu bestimmen. Ich habe die Lösung trotzdem gefunden. Es braucht gar keine Geisterbahn. Man muss nur in die düstere Zukunft schauen und sich dabei die genannten Figuren vorstellen. Das Geisterbahn-Feeling wird unübertrefflich sein.


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