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Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Wenn Zeitungslesen Freude macht

Das Zeitungslesen ist nicht immer vergnüglich, denn viele Aktualitäten sind traurig oder unerfreulich. Ich suche daher stets nach den tröstenden „Rosinen“. Im Zürcher Oberländer habe ich sie am 25. Juli gleich mehrfach gefunden. Von zwei Menschen und einem Wolfspaar bin ich ganz besonders beeindruckt. Der Effretiker Landwirt Jürg Berweger, der mit seinen Biodiversitätsförderflächen für einen natürlichen Kreislauf sorgt, die sich um die Igelpopulation kümmernde Wildtierbiologin Sandra Gloor und die Calanda-Wölfe, die wieder acht Welpen grossziehen, sorgen für wirkliche Freude. Sie beweisen nämlich, dass die Natur vieles heilt, wenn wir das zulassen. Unser Garten bestätigt diese Theorie. Igel, Blindschleichen, Eidechsen, Vögel, Schmetterlinge und andere Lebewesen fühlen sich hier wohl, weil sich auf unserem Grundstück die Selbstheilungskräfte der Natur fast uneingeschränkt entfalten können. Grenzen setzen allein die Besitzer jener Gärten, die mit Düngemitteln, mit Insektiziden und mit Schneckenkörnern für das monotone Grün des blumenlosen Rasens und für die geometrische Ordnung in ihren Pflanzbeeten sorgen.

Pollerersatz

Auch wenn gewisse Leute eigentlich zuerst bei sich selbst ausmisten sollten, bevor sie Kritik an anderen üben, darf man sie nicht überhören, wenn sie für einmal zutreffend argumentieren. Der SVP-Bauer, der sich in Pose vor einen Luxuspoller stellt, wenn er der Stadt unnötig teures Bauen vorwirft (Regio vom 13. Juli 2017) findet für einmal sogar bei mir Verständnis. Dass Geldverschwendung in Wetzikon, insbesondere im Tiefbau, eine überaus lange Tradition hat, wird wohl niemand bestreiten. Man kann dies schliesslich mit zahlreichen Beispielen belegen. Den Schaden tragen fast immer die Steuerzahler, in nicht seltenen Fällen aber auch die Opfer eines Quartierplanverfahrens. Die heutige Tiefbauvorsteherin ist für die jetzt gerügten Mängel jedoch nicht verantwortlich, denn bei ihrem Amtsantritt war längst alles angerichtet. Weil ich das Wirken des Stadtrates aufmerksam verfolge, weiss ich, dass die aktuelle Ressortverantworliche ihr Amt mit grossem Verantwortungsgefühl versieht und im Rahmen des ihr Möglichen bei jedem Vorhaben auch Kosten-/Nutzenanalysen macht. Das Wirken der jungen Stadträtin stimmt mich daher hoffnungsvoll. Wenn einmal die letzten Exekutivrestposten ersetzt sind und der neue Geist das stadträtliche Wirken bestimmt, geht es ganz bestimmt weiter aufwärts mit Wetzikon. Eine abschliessende Bemerkung zum Thema „Luxuspoller“ möchte ich aber noch anbringen, denn der meistens laut polternde (nicht pollernde) Kritiker kennt aus eigener politischer Erfahrung einen preiswerten, massiven Pollerersatz. Das Brett, das er im Umgang mit Andersdenkenden oft vor dem Kopf hat, kostet nichts und wirkt doch erschreckend eindrücklich.

Der Skandal setzt sich fort

Im Zürcher Oberländer (Ausgabe vom 12. Juli 2017) kann man Neues und Bekanntes über Wetzikons „Sternfahrt-Skandal“ erfahren. Wenn man die redaktionelle Beweihräucherung der Wetziker FDP überliest, die derzeit fast täglich im Lokalblatt stattfindet, entdeckt man im Artikel von Michael von Ledebur erstaunlich viel Kritisches und Objektives. Obwohl die üble Geschichte allmählich zu langweilen beginnt, sollte man die wichtigsten Punkte nicht vergessen, denn bewältigt ist das Ganze noch lange nicht.

Eine traurige Rolle spielt, sozusagen als Fortsetzung der kommunalen Fehlleistungen, der Bezirksrat Hinwil, der endlos lange für die Untersuchung des Falles benötigt hat und trotzdem zu teilweise widersinnigen Schlussfolgerungen gekommen ist. Dass der damalige Gemeinderat nicht grobfahrlässig gehandelt hat, stimmt mit der Faktenlage nämlich absolut nicht überein. Wer die Kriterien fahrlässig, grobfahrlässig und vorsätzlich zur objektiven Beurteilung des gemeinderätlichen Verhaltens verwendet, kann eigentlich nur Fahrlässigkeit ausser Betracht lassen. Es ist daher vollkommen klar, dass der Stadtrat gegen den willfährigen Beschluss des Bezirksrates kein Rechtsmittel einlegen wird. Wohl auch deshalb ist der exakte Wortlaut des bezirksrätlichen Beschlusses unter krasser Missachtung des Öffentlichkeitsprinzips geheim geblieben. Die Fehlleistungen des seinerzeitigen Gemeinderates dürfen aber nicht ungesühnt bleiben, auch deshalb nicht, weil der damalige Vizepräsident des Gemeinderates bar jeder Scham im Frühling wieder für das Stadtpräsidentenamt kandidieren will.

Der Schaden lässt sich leider nicht mehr heilen. Dass das Parlament keine Spezialkommission einsetzen will und eine hilflose Rechnungsprüfungskommission die Hände in den Schoss legt, begünstigt die Verwedelungstaktik des Stadtrates und des Bezirksrates. Es muss daher Druck erzeugt werden, damit wenigstens der seltsame Bezirksratsbeschluss in vollem Wortlaut öffentlich zugänglich wird. Als Steuerzahler möchte ich in jedem Fall unzensuriert informiert werden und auch die im Beschluss enthaltene Rechtmittelbelehrung kennen. Zudem sollte man unbedingt das Gemeindeamt des Kantons Zürich auf die widerliche Angelegenheit hinweisen. Das Gemeindeamt kann nämlich als Aufsichtsstelle Wetzikons Haushaltsführung und Rechnungslegung über den Bezirksrat hinweg prüfen und nötigenfalls eingreifen. Da den geschädigten Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern und dem diese vertretenden Parlament vom Bezirksrat offenbar kein Rechtsmittel zugestanden wird, liesse sich eine Intervention der zweiten Instanz sicher rechtfertigen. Es bleibt daher die Hoffnung, dass ein ortsansässiges Mitglied des Kantonsrates die zuständigen Stellen auf die politische Moorlandschaft im Bezirk Hinwil aufmerksam macht. Etwas können aber auch wir Stimmberechtigten tun. Wir sollten uns die Namen aller für den Skandal Verantwortlichen einprägen, damit wir bei den kommenden Erneuerungswahlen keinen Fehler mehr machen. Es sind übrigens mehrheitlich jene Personen aus dem Umfeld des heutigen Stadtpräsidenten, die Wetzikon schon das unglaubliche Bushoffiasko eingebrockt haben. Affaires à suivre? – Lieber nicht…


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