saluz.com

 

 

 
 
Wo immer wir sind, was immer wir tun, hier informieren wir Sie:
saluz.com

Aufwärts mit Wetzikon (AMW)

Hier finden Sie Anregungen, Lob und Kritik und manchmal auch ganz neue Ideen, immer Wetzikon betreffend und getragen
von der Vision, dass es stetig Aufwärts mit Wetzikon gehen soll.

 

AMW V2

Unterweisung für den Stadtrat

Der Grosse Gemeinderat wird an seiner nächsten Sitzung über ein Postulat befinden, gegen dessen Überweisung sich der Stadtrat wehrt. Gemeinderat Martin Altwegg will mit einem Postulat erreichen, dass auf der Guyer-Zeller-Strasse in naher Zukunft Tempo 30 gilt. Erfreulicherweise haben 15 weitere Ratsmitglieder den sinnvollen Vorstoss unterzeichnet. Jetzt sollen sie und die übrigen Parlamentarierinnen und Parlamentarier jedoch von der Sinnlosigkeit des Begehrens überzeugt werden. Dass ausgerechnet Stadträtin Esther Schlatter, ein wirklich verdienstvolles Mitglied des Stadtrates, dessen defaitistische Haltung vertreten muss, hätte man der Ressortvorsteherin gerne erspart. Der Stadtratsbeschluss vom 22. November 2017 ist nämlich eine Schande. Die Oberflächlichkeit, mit der sich die Behörde mit den fundierten Gedanken des Postulanten auseinander gesetzt hat, lässt nur auf Inkompetenz oder - noch schlimmer - auf Ignoranz schliessen. Sicher ist jedenfalls, dass sich der Stadtrat einmal mehr um die Bedürfnisse eines Quartiers foutiert. Die Argumente von Martin Altwegg sind stichhaltig und können trotzdem noch ergänzt werden, denn auf der Pseudorennstrecke, die mit wenig Aufwand sinnvoll entschärft werden kann, erlebt man regelmässig Unglaubliches. Pubertierende Jünglinge fahren auf dem kurzen Strassenstück in einem Höllentempo zum Wendeplatz und von dort aus wieder zurück. Die Schellerstrasse, die ein verkehrsbegeistertes Parlamentsmitglied sogar in eine Ortsdurchfahrt umfunktionieren wollte, ist daher wirklich gefährlich. Bei Raserspielen schützt nämlich auch der Grünstreifen nicht vor schleudernden Fahrzeugen. Dass die falsch konzipierte Unterführung auf der in die Schellerstrasse führenden Seite nicht einmal ein richtiges Trottoir und nur einen äusserst schmalen, kaum sicher begehbaren Absatz aufweist, spricht ebenfalls für die mit dem Postulat Altwegg angeregte Verkehrsberuhigung. Wenn schon die VZO-Busse ihr Tempo auf den kurzen Depotfahrten freiwillig auf zehn Stundenkilometer beschränken, sind dreissig Stundenkilometer für den Restverkehr sicher keine zu grosse Einschränkung. Zudem verzichten die Quartierbewohner sehr gerne auf den in Ruhezeiten weithin hörbaren Lärm aufheulender Motoren.

Ich hoffe, dass das Postulat, welches leider aus rechtlichen Gründen keine Motion sein konnte, an den Stadtrat überwiesen wird. Die Überweisung wird dann sogar zur Unterweisung, die der Stadtrat wieder einmal dringend nötig hat.

Wer hat denn hier Angst?

Die Wetziker Verschwörungstheoretiker sind wieder am Werk. Weil der Stadtrat um mehr Zeit für die Beantwortung einer Anfrage zu den Stadtwerken ersucht und nicht einfach mit einer banalen Antwort reagieren will, werden verbale Attacken geritten. Ziel dieser Angriffe sind selbstverständlich nicht jene Politiker, die das Chaos mit der glücklicherweise haushoch abgelehnten Aktiengesellschaft angerichtet haben. Auch den Stadtrat als Ganzes nimmt man natürlich nicht ins Visier. Opfer ist allein die Ressortvorsteherin, die bei der seinerzeitigen Konstituierung die verfuhrwerktesten Baustellen übernehmen musste. Wenn bei der FDP ein Flussbarsch (Perca fluviatilis oder auch Egli genannt) seine Stachelflossen aufstellt und erst noch von einem Fraktionschef mit Jaucheerfahrung Sukkurs erhält, wird es schnell einmal unappetitlich und unfair. Dann ersetzt man Argumente durch Unterstellungen und spricht mit angewiderter Miene von den „gewissen Kreisen“, denen man für alles die Schuld gibt. Dass dann die Lokalzeitung noch terminologische Schützenhilfe leistet, ist wohl die Krönung der Verunglimpfung. Den ledeburschen Satz „Schlatter streitet dies ab“ kann man nur mit einem Kopfschütteln quittieren. Vor Jahren haben die Bauern Klärschlamm grosszügig in der Gegend versprüht. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Trotzdem werden selbstgerechte, überhebliche Lokalpolitiker auch weiterhin für Schlammschlachten und damit immer wieder für Klärbedarf sorgen. Ich weiss dank vielen Kontakten zu Menschen, die Einblick in die Arbeit unserer Kommunalbehörden haben, wie geschätzt und geachtet Esther Schlatter ist. Die amtsjunge Stadträtin gilt als integer, zuverlässig, dossierfest und äusserst einsatzvoll. So eine kompetente Frau, die übrigens auch eine vorzügliche Stadtpräsidentin wäre, macht offenbar „gewissen Kreisen“ furchtbar Angst…

Wegweisende Maturaarbeit

Wenn Maturarbeiten etwas Handfestes bewirken, finde ich sie ganz besonders wertvoll. Der Wetziker Gymnasiast Benjamin Walder hat so eine Arbeit verfasst und eine von der KEZO gespiesene Fernwärmeversorgung für Wetzikon zu seinem Thema gemacht. Wie dem Zürcher Oberländer zu entnehmen ist, soll damit eine Volksinitiative vorbereitet werden. Die Idee mit der Fernwärmenutzung ist nicht neu, aber immer noch gut, obwohl ihr die Wetziker vor wenigen Jahren einmal eine Absage erteilt haben.

Dass die KEZO-Abwärme sinnvoll genutzt wird, liegt im Interesse der Umwelt und kann mittel- und längerfristig auch ökonomisch interessant sein. Die Initiative von Benjamin Walder verdient daher breite Unterstützung. Sie kann nämlich innovatives Denken erzwingen. Mir gehen auf jeden Fall schon diverse Gedanken durch den Kopf, die sich wie folgt auf den Punkt bringen lassen:

Wenn die Amortisation des Wetziker Gasleitungsnetzes ein Problem ist, sollte die KEZO die derzeit ja ertraglos verpuffende Überschusswärme während einer gewissen Zeit kostenlos oder zu einem äusserst tiefen Tarif zur Verfügung stellen. Die zwischen dem Liefer- und dem Bezugspreis liegende Marge stünde dann mindestens teilweise zur Amortisation von obsolet werdenden Gasleitungen zur Verfügung.

Die Anbindung von Wetzikon muss und kann etappiert erfolgen, damit eine duale Versorgung während längerer Zeit gewährleistet bleibt. Neu installierte Heizungen können ja nicht kurzfristig ausser Betrieb gesetzt werden. Zuerst sollte eine Leitung zum mitten in einem Erweiterungs- und Sanierungsprozess befindlichen GZO-Spital und zum Schwimmbad Meierwiesen und den dortigen Sportanlagen geführt werden. Was sich in den der KEZO zugewandten Teilen von Wetzikon in nächster Zeit baulich entwickelt, macht eine erste Wärmeversorgungsleitung durchaus attraktiv. Leider hat man es trotzdem verpasst, den kürzlich fertig gestellten Ausbau der Busspur mit dem Legen einer ersten Versorgungsleitung zu verbinden.

Manchmal fehlt in Wetzikon die Weitsicht. Deshalb freut es mich sehr, dass uns ein Gymnasiast zu vorausschauendem Denken inspiriert. Man kann über gewisse Notwendigkeiten unterschiedlicher Meinung sein, doch den Wert von Visionen wird niemand bestreiten. Ein mir Unbekannter namens Benjamin Walder hat mich jetzt an eigene, zwischenzeitlich vergessene Wunschträume erinnert. Ich fände es wunderbar, wenn man die Wetziker Badesaison durch Nutzung von Fernwärme umweltverträglich und kostengünstig ausdehnen könnte. Ganz besonders freuen würde ich mich aber über eine die ganze Region aufwertende Attraktion, die in unmittelbarer Nähe der KEZO, also an verkehrsgünstigem Standort, entstehen könnte. Ich denke an ein weiteres grossflächiges Treibhaus, das als Hallenbad und für die Produktion von Gemüse und Früchten genutzt werden könnte. Es bräuchte dazu Abwärme aus der KEZO, innovative Unternehmer und vorgängig eine wegweisende Maturaarbeit. Die Verfasserin bzw. der Verfasser dürfte seine Ideen sicher in geschäftstüchtigem Umfeld - z.B. auf der Jucker Farm - und nicht nur im Schulzimmer präsentieren…


Kontakt

www.saluz.com

c/o Katharina + Peter-Jürg Saluz-Gsell

Frohbergstrasse 80a

CH-8620 Wetzikon ZH

E-Mail: info@saluz.com