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SALUZER Der BLOG

Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Auch ich kann militant sein

Nur DummeEigentlich wollte ich nie militant werden. Jetzt bin ich es. Die Pandemie-Leugner und die Impfverweigerer, die dem Aufflackern der Pandemie Vorschub leisten, haben bei mir das Fass zum Überlaufen gebracht. Ich bin definitiv nicht mehr kompromissbereit und schon gar nicht mehr tolerant. Anlässe, an denen sich solche Figuren tummeln und Lokale, in denen Unzertifizierte willkommen sind, werde ich meiden. Kontakte zu solchen Personen breche ich ab. Unwiderruflich!

Ich habe mich übrigens auch wieder einmal in das Strafgesetzbuch vertieft und erfreulicherweise einige Artikel gefunden, die man als legale Waffen gegen die unsolidarischen und uneinsichtigen Zeitgenossen einsetzen kann. Gewehr bei Fuss fühle ich mich nicht mehr hilflos.

 

Wenn es den Menschen zu gut geht

Wohlstand und Sicherheit müssten eigentlich zufrieden und glücklich stimmen. So denkt man zumindest, und oft trifft das ja auch zu. Doch Sicherheit ist nie absolut und überdies ein trügerisches Gefühl. Das zeigt sich am deutlichsten, wenn es den Menschen besonders gut geht. Als ob sie ihr Glück nicht aushielten, suchen manche von ihnen das Ungewisse, die Gefahr. Sie sehen darin eine Herausforderung, eine prickelnde Abwechslung zum geordneten Alltag. Freiwillig und ohne Not gehen sie unkalkulierbare Risiken ein, setzen ihr Leben und ihre Gesundheit und auch das Leben anderer aufs Spiel. Bewusst oder unbewusst, auf jeden Fall gedankenlos und bar jeder Vernunft. Sie tun es wider ihr eigenes besseres Wissen, weil sie Negatives gezielt aus ihrem Denken ausblenden. Dagegen scheint kein Kraut gewachsen, kein Mittel wirksam genug zu sein. Unbedachtheit wird zur Überzeugung und zum Lebensmodell. Angst und Sorgen hat ihrer Meinung nach nur, wer sie sich macht. An diesem Punkt gibt es nichts mehr zu toppen, deshalb bleibt nur noch der Sprung in die Tiefe. Doch einige glauben, sogar das zu überleben…

 

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Antworten statt fordern

Ich mache mir nichts vor. Die aus der Erderwärmung resultierenden Folgen sind in zunehmendem Masse gravierend und erfordern deshalb ein schnelles Umdenken auf allen Ebenen unseres Daseins. Zu wenig wurde bisher getan, zu wenig konkret sind die Ideen, um die fatale Entwicklung zu stoppen oder auch nur zu verlangsamen. Es fehlt an Entschlossenheit und Bereitschaft zu echter Veränderung. Die Aktionen und sogar der zivile Ungehorsam der jungen Klimakämpfenden müssten da eigentlich zuversichtlich stimmen. Endlich tut sich etwas…! Doch die Art und Weise, wie die in Sicherheit und Wohlstand aufgewachsene Jugend ihren Kampf zelebriert, bewirkt gemischte Gefühle. Neben der Überzeugung, dass etwas passieren muss, macht sich ein schwer beschreibbares Unbehagen bemerkbar. Laut und militant wird gefordert und kritisiert und die für den Klimanotstand Verantwortlichen und Mitschuldigen werden schonungslos an den Pranger gestellt. Der Fokus ist sicher nicht falsch, aber zu konzentriert, zu kompromisslos einspurig und einseitig ausgerichtet. Unklar, ob an sämtliche Konsequenzen gedacht und die grossen Zusammenhänge genügend berücksichtigt wurden. Man fragt sich, zu welchen Eingeständnissen und Opfern denn die Kämpfenden selber bereit sind. Verzichten sie aufs Autofahren? Verzichten sie auf Fernreisen? Sind sie bereit, ein Leben in Bescheidenheit und ohne bislang selbstverständliche Annehmlichkeiten zu führen? Die Antworten interessieren und wären wichtig.

 

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