SALUZER Der BLOG
Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

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- Peter-Jürg Saluz
Donald Trump verdient keine Aufmerksamkeit. Logischerweise bekommt er sie trotzdem. Ich kann ihn auch nicht aus meinen Gedanken verdrängen. Trotzdem macht mich der Mann nahezu sprachlos. Wie er Putin gegen die Ukraine in die Hände arbeitet, wie er das iranische Volk kriegerischen Angriffen aussetzt und gleichzeitig im Stich lässt, und viele weitere Schandtaten finde ich unverzeihlich. Wenn im Buch "Der Pate" von der "Familie" die Rede ist, denke ich beim Lesen ganz automatisch an Donald + Co.
Dass der Mann gierig und hasserfüllt ist, weiss man mittlerweile auf der ganzen Welt, allerdings noch längst nicht überall in Amerika. Die negativen Charakterzüge des amerikanischen Präsidenten zeigen sich übrigens dann besonders ausgeprägt, wenn er sich der Schweiz zuwendet. Ich habe das Gefühl, dass Trump mein Heimatland in die Steinzeit zurückversetzen will. Vorerst soll die Schweiz aber kolonisiert und bis zur Neige ausgebeutet werden. Die politische Schweiz fällt deswegen leider immer wieder in eine Schockstarre. Richtiges Antizipieren und entsprechendes Handeln scheinen unsere Politikerinnen und Politiker nicht zu beherrschen. Sie dürfen sich deshalb nicht wundern, wenn Trump mit seinem Clan fast täglich auf die Schweiz eindrischt.
Ich habe eben gelesen, dass jetzt auch Coop und Migros sowie Schweizer Biolabels zu Zielobjekten des alten weissen Mannes geworden sind. Es stellt sich deshalb schon die Frage, was wir Schweizer uns noch alles gefallen lassen. Der in der Kriminalität verankerte Grundsatz, dass man Erpressern nichts bezahlen soll, weil ihre Forderungen andernfalls masslos gesteigert werden, sollte auch gegenüber Trump gelten. Es ist einfach falsch, wenn man einem Schläger die andere Wange hinhält.
Ein selbstbewusstes Auftreten und die Bereitschaft, Nachteile in Kauf zu nehmen, sollte man Trump entgegensetzen. Ideenreich müsste man auch über die Waffe "Boykott" nachdenken. Unterwürfigkeit, Ängstlichkeit und Toleranz sind gegen Morbus Donald kein Antidot.
Wenn diese Einsicht in Bern einkehrt, wird es Zeit für einen ersten Schritt. Die amerikanische Repräsentationsbotschafterin in der Schweiz und ihr Strippenzieher-Ehemann sollen ins Bundeshaus zitiert werden. Callista und Newt Gingrich können dort eine gepfefferte Botschaft für ihren Buddy Donald entgegennehmen.
Weil ich weiterhin mit allem rechne, habe ich mir überlegt, was passiert, wenn sich Donald auch noch dem hierzulande benutzten Toilettenpapier zuwendet. Ich bin gegebenenfalls bereit, dann auf ein amerikanisches Produkt umzustellen. Im MAGA-Amerika soll geeigneter Rohstoff für anale Verwendung in riesigen Mengen vorhanden sein. Die gepressten Altpapier-Ballen sind mit USC (United States Constitution) angeschrieben. Das Material muss allerdings aufbereitet werden, denn es ist sehr verschmutzt und reichlich zerfledert.
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- Peter-Jürg Saluz
Für Klassentreffen habe ich mir nie Zeit genommen, und heute könnte ich sie auch gar nicht mehr besuchen. In Chur bin ich seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gewesen, obwohl ich mich mit meiner Geburtsstadt noch immer sehr verbunden fühle.
Mit meinen damaligen Mitschülerinnen und Mitschülern habe ich kaum mehr Kontakt. Einigen wenigen schicke ich manchmal ein paar Zeilen per Mail, fast immer nur dann, wenn ich eine Zuschrift beantworten will.
"Aus den Augen, aus dem Sinn" stimmt meistens. Gestern habe ich allerdings das Umgekehrte erlebt. Ein Beitrag in "10 vor 10" hat mich aus dem Schlaf im Fernsehsessel aufgeweckt. Es ist über Walter Lietha berichtet worden, was wie ein Weckruf gewirkt hat. Plötzlich bin ich in meine Kinder- und Jugendzeit zurückversetzt worden. Erinnerungen haben sich eingestellt.
Mit Walter bin ich zur Schule gegangen. Ich habe mich mit ihm bei Deutschdiktaten duelliert und unser auf beiden Seiten ausgeprägt gewesenes Gerechtigkeitsempfinden gepflegt. Sportlich und musikalisch konnte ich mit Walter nie mithalten. Dank ihm durfte ich aber in einer Schülermannschaft einmal ein Eishockeyspiel absolvieren. Man hat mich damals ins Tor gestellt, weil man der irrigen Meinung gewesen ist, dass dann der Schaden am kleinsten bleiben würde. Die Zahl der nicht gefangenen Torschüsse ist meinetwegen jedoch alles andere als klein gewesen.
An die Churer Buchhandlung von Walter kann ich mich noch bestens erinnern, denn ich habe den Vorbesitzer von Liethas Laden gekannt und mich auch aus anderen Gründen oft vor den dortigen Schaufenstern aufgehalten. In der damals noch recht prüden Zeit hat man dort unglaubliche, die Fantasie anregende Ausstellungsstücke gesehen. Vom Uterus bis zum Alien ist dort dank H. R. Giger viel Spannendes zu sehen gewesen, und wenn ich an "HR". denke, kommt mir gleich auch sein Vater in den Sinn. Das Angebot in dessen Apotheke ist für spät Pubertierende mindestens so faszinierend wie die Werke seines Sohnes gewesen.
Ich kann nichts dafür, aber Walter Lietha weckt so viele Erinnerungen in mir, dass ich fast die Übersicht verliere. Die vielen gemeinsamen Schuljahre, die vielen gemeinsamen Maiensässfahrten und die zahlreichen gemeinsamen Bekannten haben den Erfahrungsschatz reich werden lassen. An ihm werde ich mich noch einige Male erfreuen. Ihnen will ich trotzdem keine endlose Aufzählung zumuten. Eine wichtige Episode muss ich aber doch noch erwähnen, denn ohne diese wäre die wunderschöne Quaderwiese wohl längst nicht mehr grün und das alljährliche Natureisfeld schon in den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts verschwunden.
Als Sekundarschüler habe ich seinerzeit mit gleichaltrigen Verbündeten gegen den Stadtrat und die Lehrerschaft gekämpft, weil man die Quaderwiese in einen grossen Asphaltplatz verwandeln und den Lehrkräften darauf persönliche Parkplätze einrichten wollte. Wenn ich mich recht erinnere, konnte ich damals als Initiant heftiger und letztlich erfolgreicher Schülerproteste auch auf Walter Lietha zählen. Bei den Themen "Gerechtigkeit" und "Umwelt" sind wir nämlich meistens der gleichen Meinung gewesen, obwohl wir politisch sehr unterschiedlichen Lagern angehört haben.
Sie sehen also, dass die Kreativität von Walter Lietha ansteckend sein kann. Bei mir hat sie jedenfalls einen Schreibstau beseitigt. Für kurze, unbeschwerte Augenblicke ist eine schöne Zeit zurückgekehrt. Alles, was passiert ist, kann und will ich Ihnen an dieser Stelle aber trotzdem nicht erzählen. Sie werden von mir auch nicht erfahren, wie es, bzw. wer, "bim Vreni" gewesen ist …
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- Peter-Jürg Saluz
Gegen das Vergessen, für die Freiheit
Die Demokratiezerstörer sind allgegenwärtig. Es wird Zeit, dass ihnen lautstarker Protest entgegenschlägt. Das wird nicht in allen Ländern möglich sein. Dort, wo Despoten und Kriegsverbrecher am Ruder sind, wird die Fläche eines ganzen Landes zu einem Gulag. Schweigen sichert das Überleben. Wer aufbegehrt, begibt sich in Todesgefahr.
Wenn Verbrecher und Despoten die Bevölkerung ganzer Länder unterdrücken und mit Folter und Mord in Angst und Schrecken versetzen, muss der Protest von aussen herkommen. Sozusagen exterritorial) muss eine gewaltige Protestlawine mit riesigem Gedonner über das geknechtete Land hinwegfegen.
Solidarität über Grenzen hinweg
Noch ist das Protestieren in einigen Ländern und manchmal sogar noch in Amerika möglich. Deshalb müssen die Anständigen, die sich für die Freiheit und gegen den Krieg einsetzen, jetzt unüberhörbar laut werden und sich mindestens ideell über alle Landesgrenzen hinweg mit Gleichgesinnten verbünden und solidarisch zeigen.
Die Pflicht zur Zivilcourage
Wo vertrauenswürdige Führungspersönlichkeiten vorhanden sind, sollte man sich um diese scharen und sie mit allen Möglichkeiten unterstützen. Wertvoll wäre es auch, wenn man eine weltumspannende Vereinigung der friedfertigen, demokratisch gesinnten Menschen gründen würde. Es müsste eine nichtstaatliche Organisation ohne Vetorecht sein. Sie hätte alle Kommunikationsmöglichkeiten einzusetzen, um gegen Diktaturen und Demokratiezersetzung anzukämpfen.
Unrecht und besonders Kriege dürfen keinen Tag in Vergessenheit geraten. Wer das anerkennt, soll im eigenen Umfeld wirken, gegen das Vergessen ankämpfen und nie wegschauen. Zur Kandidatur für ein wichtiges Amt müssen die Besten bereit sein. Die Opportunisten, Kriegstreiber und Verbrecher können nur dann vertrieben werden.
Was wir auf dem entsprechenden Weg brauchen, sind Solidarität, Empathie, Kreativität, Mut und Selbstbewusstsein, letzteres ganz besonders. Die Ära des Duckmäusertums beenden wir jetzt. Die Begriffe Diktatur, Verbrecherstaat, Kriegsverbrecher und Despot brauchen wir zum Klassifizieren. Ich denke, dass Sie wissen, wofür oder auf wen man sie anwenden kann. Hoffentlich irre ich mich bei Ihnen nicht.
Mut, Empathie und Widerstand
Ich weiss, dass sich meine Wünsche noch lange nicht – wenn überhaupt einmal – erfüllen lassen. Hegen will und darf ich sie trotzdem. Mit ein paar Verhaltensänderungen werden vielleicht ein paar kleine Schritte hin zu einer besseren Welt möglich.
